Hitzewelle im Süden und Südosten Brasiliens

Veröffentlicht am 28. Dezember 2016 unter Brasilien News

Hitzewelle im Südosten – Foto: Tomaz Silva/Agência Brasil

Im Süden und Südosten Brasiliens geht das Jahr 2016 heiß zu Ende. In Rio de Janeiro sind am Dienstag 40 Grad Celsius gemessen worden. Die gefühlte Temperatur lag allerdings bei beinahe 50 Grad. Selbst um Mitternacht ist die Quecksilbersäule noch auf 29 Grad geklettert. Laut den Wetterfröschen wird sich an den hohen Temperaturen auch bis zur Silvesternacht nicht viel ändern.

Am frühen Dienstagnachmittag (27.) sind laut dem Wetterservice “Alerta Rio“ im Stadteil Guaratiba in Rio de Janeiro sogar 42,3 Grad gemessen worden. Registriert wurde damit der heißeste Tag des Jahres 2016. Die gefühlte Temperatur, die aus Luftfeuchte und Temperatur errechnet wird, lag allerdings bei 49 Grad. Noch höher ist die Temperatur im Stadtteil Bangu gelegen. Dort haben private Thermometer 46 Grad angezeigt.

Tausende Männer, Frauen und Kinder haben an den Stränden und im derzeit karibisch anmutenden Meer Rio de Janeiros Abkühlung gesucht. Die gab es auch von Straßenverkäufern, die mit umgehängten Kühlboxen am Strand, auf Gehsteigen und an Straßenkreuzungen eisgekühltes Wasser wie warme Semmeln verkauft haben.

Heiß wurde es auch im eher kühleren Süden des Landes. In Blumenau haben die Thermometer der Stadtverwaltung eine Höchsttemperatur von 41,3 Grad verzeichnet. Selbst im als kälteste Hauptstadt Brasiliens bekannten Curitiba sind die Menschen bei 33,4 Grad ins Schwitzen gekommen.

Vorerst wird sich an der Hochdruckfront nicht viel ändern. Hohe Temperaturen um die 40 Grad sind in Rio de Janeiro auch für die kommenden Tage angesagt, mit teilweise nachmittäglichen Schauern oder Gewittern.

Angesichts soviel Sonne haben die Wetterfrösche bereits eine Warnung herausgegeben, sich entsprechend zu schützen und vor allem zwischen elf und 15 Uhr längere Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Der UV-Index wird von ihnen mit 13 angegeben. Ab elf gilt der UV-Index als extrem hoch und wird als Risikofaktor für den Hautkrebs eingestuft.