„Google Earth“-Videos zeigen Veränderung des Landschaftsbildes Brasiliens

Veröffentlicht am 11. Dezember 2016 unter Brasilien News

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich das Landschaftsbild in etlichen Regionen Brasiliens extrem verändert. Wie sich Siedlungen und Landwirtschaft unaufhörlich in Wälder und Savannen heineingefressen haben, ist auf eindrucksvolle Weise mit “Google Earth Timelapse“ zu sehen.

Ersichtlich wird dabei ebenso der Einfluss des Baus von großen Wasserkraftwerken auf die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes.

Um das neue Werkzeug zu bewerben hat der Suchgigant eine Serie von Videos verschiedener brasilianischer Regionen präsentiert. Sie zeigen unter anderem, wie sich São Paulo, Rio de Janeiro und Brasília zwischen 1984 und 2016 entwickelt haben.

Präsentiert werden ebenso Ausschnitte aus dem Norden vom Bundesstaat Maranhão bis Rondônia. Ein Beispiel ist auch Manaus. Dessen Siedlungsfläche hat sich in nur drei Jahrzehnten enorm vergrößert.

Mit übereinander gelegten Satellitenbilder aus den vergangenen 32 Jahren werden auch die Auswirkungen der Großbaumaßnahmen ersichtlich. Das zum Energieversorgungskomplex am Rio Madeira gehörende Wasserkraftwerk Jirau in Rondônia ist ebenfalls in die Videoserie aufgenommen worden.

Was Studien schon aufgezeigt haben, wird mit dem Video und Google Earth Timelapse nun bekräftigt. Rund um das Kraftwerk ist der Amazonas-Regenwald abgeholzt worden und sind neue Siedlungen entstanden. In der Region Sinop im bundesstaat Mato Grosso sieht es entlang der Bundesstraße BR-163 ähnlich aus.

Rodrigo Junqueira vom Instituto Socioambiental bestätigt dies und spricht von Grundstücksspekulationen in einem größeren Umfeld von Großbaumaßnahmen und entlang von Verbindungsstraßen. Bei Tasso Fragoso im Bundesstaat Maranhão ist der Wald hingegen durch die Landbewirtschaftung ersetzt worden.

Dort hat sich der Anbau von Soja in den vergangenen Jahren explosionsartig ausgeweitet und große Quadrate Wald zerstört.