Brasiliens Schulen bei Bewertung durchgefallen

Veröffentlicht am 10. September 2016 unter Brasilien News

a2-studio/Fotolia.com

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Das Bildungsministerium stellt den brasilianischen Schulen kein gutes Zeugnis aus. Die jüngsten Daten vom Bildungssindex Ideb zeigen, dass die vorgebenen Ziele bei weitem nicht erreicht werden. Lediglich in den Gurndschuljahren von der ersten bis zur vierten Klasse, werden die Vorgaben für die Fächer Mathematik und Portugiesisch erfüllt.

Weit entfernt von den Zielen ist indes ausgerechnet die abschließende Mittelstufe (zehntes bis zwölftes Schuljahr).

Mit dem Ideb erhalten die öffentlichen und privaten Schulen nach einem bestimmten Schema Noten, in die auch das erreichte Wissen der Schüler in den Fächern Mathematik und Portugiesisch einfließt. Die jetzt veröffentlichten Zahlen zeigen aber, dass in der Mittelstufe seit 2011 keine Verbesserungen bei der Ausbildung erreicht werden konnten.

In einer Skala von 0-10 werden landesweit durchschnittlich lediglich 3,7 Punkte erreicht, während das Ziel mindestens 4,3 sind. Von allen 26 Bundesstaaten und dem Hauptstadtdistrikt erfüllen lediglich zwei die Vorgaben, Pernambuco und Amazonas.

Wärenddessen will das Bildungsministerium bis 2021 einen Stand von mindestens 5,2 erreichen. Schwächen werden den Schülern von der Organisation ”Todos Pela Educação” vor allem in den notwendigen Grundlagen der Mathematik und des Rechnens bescheinigt.

Anders sieht es in den Grundschuljahren (erste bis fünfte Klasse) aus. Dort konnten in den vergangenen Jahren Verbesserungen erzielt werden. Der 2015 erreichte durchschnittliche Ideb wird mit 5,5 angegeben, während die Vorgabe vom Bildungsministerium bei 5,2 liegt.

Die anschließenden Schuljahre, von der sechsten bis zur neunten Klasse, erhalten hingegen wieder schlechtere Noten. Das Ziel von einem Ideb von 4,7 wird mit 4,5 knapp verfehlt und nur fünf Bundesstaaten haben es erreicht.

Darüber, wie die Schulausbildung verbessert werden könnte, wird schon seit langem diskutiert. Bildungsminister Mendonça Filho hat angesichts der mangelhaften Noten einmal mehr dringende Veränderungen angekündigt. Die beruhen vor allem auf Veränderungen beim Lehrplan. Von Experten wird indes ebenso eine Verbesserung bei der Ausbildung der Lehrer gefordert.