Günstiger Wind sorgt für Rekorde bei alternativer Stromgewinnung

Veröffentlicht am 7. Juli 2016 unter Brasilien News

Foto: norman-blue/Fotolia.com

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Die brasilianische Windkraft setzt derzeit beinahe monatlich neue Rekorde. Allein im April sind mit Hilfe des Windes 2.274 GWh Strom produziert worden, was einer Steigerung von 132 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr entspricht.

Mittlerweile nimmt diese Form der Energiegewinnung bereits 6,1 Prozent der Gesamtkapazität ein. Bis 2024 sind zudem weitere Investitionen geplant. Vor allem im Nordosten Brasiliens ist die Windkraft besonders präsent. Dort ist unlängst die Rekordmenge von durchschnittlich 4.606 MW an einem Tag produziert worden. Im ganzen Land waren es 4.877 MW.

Nicht nur die günstigen Winde tragen zu einem steigenden Anteil an der Gesamtmatrix der Stromgewinnung bei. Durch stets neue Investitionen wird ebenso die Kapazität erhöht. Im Mai dieses Jahres hat die installierte Kapazität 8.796 MW erreicht, 46 Prozent mehr als im gleichen Monat 2015.

Zumindest in den kommenden acht Jahren wird der Bauboom von neuen Windkraftanlagen weiter anhalten. Nach dem Zehnjahresplan zur Energiegewinnung (PDE) ist vorgesehen, die installierte Kapazität bis 2024 auf 24.000 MW zu erhöhen.

Seit Jahren investiert Brasilien angesichts des steigenden Verbrauchs in den Ausbau seiner Energieanlagen. Bisher wurde vor allem auf die Wasserkraft gesetzt.

Dass diese angesichts des Klimawandels anfällig ist, hat sich 2014 und 2015 verdeutlicht, als in den Stauseen mehrerer Anlagen im bevölkerungsreichen Südosten des Landes angesichts einer Dürre Wassermangel herrschte und die Stromproduktion gedrosselt und teilweise ausgesetzt werden musste.

Im Mai 2016 hat Brasilien durch Neubauten eine Stromgewinnungskapazität von 143.922 MW erreicht und damit eine Zunahme von 7.147 MW erzielt. Mit 3.287 MW stammte beinahe die Hälfte der neuen Energiequellen allerdings von der Wasserkraft.

Die Windkraft wurde mut weiteren 2.771 MW gestärkt und die fossilen Brennstoffen betriebenen Anlagen mit 1.81 MW. Mit lediglich acht MW wurde hingegen die Solarkraft bedacht, wie aus dem monatlichen Monitoringbericht des Energieministeriums hervorgeht.