Die zwei größten Caju-Bäume der Welt kämpfen um den Rekordtitel

Veröffentlicht am 7. Februar 2016 unter Brasilien News

Cajueiro de PirangiDie geheime Ausdehnungslust von zwei gigantischen “Cajueiros“ beschäftigt derzeit die Forscher. Für beide der mehrere tausend Quadratmeter umfassenden Caju-Bäume wird der Weltrekordtitel beansprucht. Jetzt haben die Wissenschaftler der Universität von Piauí (Uespi) jedoch das Maßband angelegt, um herauszufinden, welcher der beiden denn nun der größte Caju-Baum der Welt ist.

1994 ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen wurde der Cajueiro im Munizip Pamamirim im Bundesstaat Rio Grande do Norte. Er breitet sich auf einer Fläche von unglaublichen 8.500 Quadratmetern aus und sorgt jährlich für 70.000 bis 80.000 Cajus. Die etwa 2,5 Tonnen Früchte sind wiederum mit den schmackhaften Cashewnüssen bestückt.

Der “Cajueiro de Pirangi“, wie der stattliche Baum genannt wird, steht etwa 20 Kilometer südlich von Natal und soll 1888 von einem Fischer gepflanzt worden sein.

Im Bundesstaat Piauí steht ebenso ein Caju-Gigant, der “Cajueiro Rei“ (Königs-Caju). Er wächst in der beinahe gleichnamigen Stadt Cajueiro da Praia. Dass er größer ist, als der ins Guiness-Buch der Rekorde eingetragene Caju-Baum in Pamamirim wird schon seit längerem behauptet. Die Forscher von der Universität Piauí haben die Behauptung nun jedoch bestätigt.

Mit geographischen Meßinstrumenten haben sie festgestellt, dass der “Cajueiro Rei“ eine Fläche von 8.800 Quadratmeter einnimmt. Angerückt sind ebenso die Molekularforscher und Biologen. Die haben bestätigt, dass es sich bei beiden Bäumen um die gleiche Art handelt.

Jetzt wollen die öffentlichen Organe von Piauí einen Antrag beim Guinness-Buch stellen, um ihren Cajueiro Rei mit dem Rekordtitel krönen zu können. Von dem Titel versprechen sie sich Anreize für den Tourismus.

Dass die beiden Caju-Bäume so riesig sind, verdanken sie einer genetischen Anomalie. Die zunächst nach oben wachsenden Zweige biegen sich unter ihrem eigenen Gewicht bis sie den Boden erreichen. Dort schlagen sie Wurzeln und wachsen weiter, so als wären sie eigenständige Baumstämme.