Brasilien mit sechs Filmen bei Berlinale 2016 vertreten

Veröffentlicht am 27. Januar 2016 unter Brasilien News

Der Fischer Handout TrailerBrasilien tritt bei der diesjährigen Berlinale wieder mit einem Kurzfilm beim Rennen um einen goldenen Bären an. Darüber hinaus werden mehrere Filme im Panorama und Forum zu sehen sein, die aus brasilianischer Hand stammen, unter anderem wird die Vorjahresgewinnerin des Panorama Publikumspreise mit ihrem neuen Film dabei sein.

“Das Águs Que Passam“ (Running Waters) von Diego Zon wurde 2015 in dem Fischerdorf Vila de Regência gefilmt, etwa 50 Kilometer vom Zentrum der Stadt Linhares entfernt. Der Film begleitet den Fischer Zé de Sabino bei seiner Arbeit auf dem Meer und dem Fluss Rio Doce, in den im November vergangenen Jahres durch den Dammbruch eines Erzabbauunternehmens Millionen Kubikmeter Abschlamm gelangt sind. Vor der Katastrophe gefilmt zeigt er den Menschen in einer Umgebung, die in der Zeit zu schweben scheint, die sich mit dem Meer, dem Himmel, dem Fluss und der Erde vereint.

Vertreten sein werden bei der Berlinale vom 11. bis zum 21. Februar neben den Langfilmen 25 Kurzfilme aus 21 Ländern, die um einen der goldenen Bären antreten. Außerhalb des Wettbewerbes sind weitere drei brasilianische Filme im “Panorama“ zu sehen, darunter der neue Film von Anne Muylaert “Mãe É Uma Só”. Muylaert hat im vergangenen Jahr bei der Berlinale mit ihrem kritisch-satirischen Film “Que Horas Ela Volta“ (The Second Mother) für Aufsehen gesorgt und den Panorama Publikumspreis erhalten.

Im Panorama gezeigt wird ebenso “Antes o Tempo Não Acabava” von Sérgio Andrade und Fábio Baldo. Er erzählt von einem Indio aus dem Amazonas-Regenwald, der in die Regenwaldmetropole Manaus zieht, um dort zu leben. Der dritte im Bunde ist “Curumin“, ein Dokumentarfilm von Marco Prado über den Brasilianer Marco Archer, an dem 2015 in Indonesien nach einer Verurteilung wegen Drogenhandels die Todesstrafe ausgeführt wurde.

Im Forum werden die Filme “Muito Romântico” von Melissa Dullius und Gustavo Jahn sowie “Ruina“ von Gabraz Sanna gezeigt. Zu sehen sein wird ebenso die Ausstellung “A Mina dos Vagalumes“ von Raphael Grisey. Darüber hinaus treten 14 junge brasilianische Direktoren, Produktoren, Drehbuchautoren, Schauspieler und Filmemacher in der Kategorie “Junge Talente“ an, zu der 300 junge Männer und Frauen aus 79 Ländern eingeladen wurden.