Brasilien von Natur-Katastrophen besonders betroffen

Veröffentlicht am 24. November 2015 unter Brasilien News

Maravilha foi um das cidades atingidas pela chuva nesta terça-feira.

Ueberschwemmungen in Santa Catarina – Foto: Secom-SC

Brasilien gehört mit zu den Ländern, die am meisten von Naturkatastrophen betroffen sind, wie aus einer von der UN-Organisation UNISDR vorglegten Studie hervorgeht. In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind 51 Millionen Menschen des südamerikanischen Landes von Überschwemmungen, Stürmen, Dürren und anderen Katastrophen betroffen gewesen.

Zwischen 1995 und 2015 haben in Brasilien 51 Millionen Menschen durch Naturkatastrophen ihr Hab und Gut verloren, sind Obdachlos geworden, verletzt oder gar getötet worden. Damit steht das südamerikanische Land weltweit an siebter Stelle der Länder, die am stärksten unter Naturkatastrophen leiden. Bei der Anzahl der registrierten Katastrophen führt Brasilien zudem das Ranking auf dem amerikanischen Kontinent an.

Erst vor wenigen Wochen sind im Süden Brasiliens wieder zehntausende Menschen durch Überschwemmungen aus ihren Häusern vertrieben worden. Im Osten des Bundesstaates Paraná haben Tornados vor wenigen Tagen Bäume entwurzelt, Häuser abgedeckt und einen ganzen Landstrich zerstört. In Rio de Janeiro sind 2011 bei den Stürmen, starken Regenfällen und Murenabgängen 900 Menschen getötet worden. Die Überschwemmungen sind es auch, die in Brasilien die meisten Opfer fordern und die größten Schäden verursachen.

Weltweit sind laut dem Bericht in den vergangenen zwei Jahrzehnten 600.000 Menschen bei Katastrophen ums Leben gekommen, 4,1 Milliarden wurden verletzt, obdachlos oder haben Hilfe benötigt. Betroffen sind vor allem die ärmeren Länder.

Die Forscher gehen davon aus, dass es künftig zu mehr Naturgewalt-Ereignissen kommen wird, als bisher schon. Verstärkt wird mit dem am Montag (23.) vorgelegten Bericht die Dringlichkeit eines aussagekräftigen Beschlusses bei der Weltklimakonferenz, die Anfang Dezember in Paris stattfinden wird.

Hingewiesen wird vom Katastrophen-Forschungszentrum CRED aber auch darauf, dass in Brasilien bessere Vorbeugemaßnahmen notwendig sind. Laut dem Organ seien Technologie und menschliche Ressourcen für bessere Planungen vorhanden, um die Auswirkungen der Überschwemmungen abzuschwächen.