Brasilianer im Smartphone-Fieber

Veröffentlicht am 29. Oktober 2015 unter Brasilien News

smartphonesSmartphones prägen längst den Alltag auf den Straßen und in den Familien Brasiliens. Eine Studie zeigt nun, dass 57 Prozent der Smartphone-Besitzer bereits in den ersten fünf Minuten nach dem Aufwachen ihren Apparat nach Neuigkeiten in Augenschein nehmen. Durchschnittlich werfen sie 78 Mal pro Tag ein Blick auf das Gerät.

Das Smartphone ist in Brasilien allgegenwärtig. Vor allem die Frauen lassen den kleinen Alleskönner nicht aus dem Blick. Sie checken ihr Gerät im Durchschnitt 89 mal pro Tag, während die Männer dies 69 mal tun. Extreme Unterschiede wurden bei der Studie Global Mobile Consumer Survey auch bei den Altersstufen festgestellt. So überprüfen die 18- bis 24-Jährigen ihren Apparat mit 101 mal am Tag doppelt so oft wie die 45- bis 55-Jährigen.

Dass in den meisten Regionen des südamerikanischen Landes die Geschwindigkeit des mobilen Internets zu wünschen übrig lässt, hindert die Smartphonebesitzer nicht an einer intensiven Benutzung. Nur 14 Prozent verwenden die schnellere 4G-Verbindung, während 81 Prozent Wi-Fi-Verbindungen nutzen.

Etwa 55 Prozent überprüfen via Smartphone Neuigkeiten in den sozialen Netzwerken, 67 Prozent benutzen es, um Fotos zu schießen, wobei 37 Prozent täglich mindestens einmal mit dem Apparat fotografieren. Bevorzugt wird das Gerät ebenso zum Ansehen von Videos. Bisher weniger gefragt sind die Dienste der Banken.

Nur 17 Prozent haben bei der Umfrage angegeben, mindestens einmal pro Woche mit dem Smartphone ihren Kontostand abzurufen. Kaum getätigt werden mit ihm indes Zahlungen. Mit 60 Prozent führen die E-Mails das Benutzerranking an, gefolgt vom Instant Messaging mit 57 Prozent und den sozialen Netzwerken mit 56 Prozent.

Die Zahl der Handys übersteigt bereits seit längerem bei Weitem die der Einwohner Brasiliens. Smartphones laufen den Handys allerdings mehr und mehr den Rang ab. Allein 2014 sind 54,4 Millionen dieser Apparate verkauft worden, 55 Prozent mehr als 2013. Mit einem Zuwachs wird auch für 2015 gerechnet.