Parque do Flamengo: Rio de Janeiros größter Park feiert Geburtstag

Veröffentlicht am 18. Oktober 2015 unter Brasilien News

Rio de Janeiro - O Centro Cultural Correios Rio inaugura a exposição Jardim de Memórias – Parque do Flamengo 50 anos

Parque do Flamengo 50 anos

Eine der größten städtischen Parkanlagen der Welt hat am Samstag (17.) ihren 50. Geburtstag gefeiert. Der Parque do Flamengo in Rio de Janeiro ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Entstanden ist er auf der größten künstlichen Aufschüttung der Welt nach den Plänen der Autoditaktin Lota de Macedo Soares, die gemeinsam mit dem Architekten Affonso Eduardo Reidy und dem Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx die Anlage geschaffen hat.

Eingeweiht wurde der 1,2 Millionen Quadratmeter große Park im Oktober 1965. Entstanden ist er auf einer Aufschüttung, der “Aterro do Flamengo“, mit dem die Südzone, das Zentrum und die Nordzone der Stadt verkehrlich besser erschlossen werden sollte. Die Städteplaner haben dabei jedoch nicht nur an einen besser fließenden Verkehr gedacht, sondern ebenso an die Erholung und Gesundheit der Bevölkerung. Aufgeschüttet wurde die Fläche entlang des Meeres mit tausenden von Tonnen Steinen und Erde von den Baustellen anderer Bereiche Rio de Janeiros.

Mit seinen Anlagen vereint er Sport, Erholung und Kultur. Auf einer Strecke von sieben Kilometern bietet er Fußballplätze, Amphietheater, Sportanlagen, Skate-Piste, Spielplätze und selbst Museen. Ähnlich wie im Central Park in New York werden die ihn durchschneidenden Schnellstraßen an den Wocchenenden geschlossen.

Auch sein 50. Jubiläum wurde mit Sport, Kultur und Erholungsangeboten gefeiert. Gezeigt wurde der Film “Flores Raras“, der die Liebesgeschichte Lotas mit der amerikanischen Poetin Elizabeth Bishop erzählt und einen Einblick in die Epoche der Entstehung des Parkes bietet. Aufgewartet wurde ebenso mit Klaviermusik an verschiedenen Stellen.

Auch wenn der Parque do Flamengo für die Bevölkerung ein beliebtes Ziel ist, gibt es dennoch Klagen. Vor allem wird eine mangelnde Sicherheit kritisiert.