Nur 9,3 Prozent der brasilianischen Mittelschulabgänger sind fit in Mathematik

Veröffentlicht am 3. Juli 2015 unter Brasilien News

illustration of chalkboard with math formula

In Mathematik sind brasilianische Schüler nicht fit

Keine guten Noten erhält das brasilianische Schulsystem. Lediglich 9,3 Prozent der Mittelschulabgänger weisen ausreichende Kenntnisse in Mathematik auf. Im Bundesstaat Roraima sind es sogar nur 2,7 Prozent. Im Fach Portugiesisch erfüllen nur 27,2 Prozent die Mindestanforderungen. Hinzu kommt, dass lediglich etwas mehr als die Hälfte der Jugendlichen die Mittelschule mit 19 oder weniger Jahren abschließen.

Dass die Schulbildung Brasiliens zu wünschen übrig lässt wird einmal mehr mit der Studie “De Olho nas Metas“ bekräftigt. Sie wurde am Donnerstag (2.) von der Initiative “Todos Pela Educação” (Alle für die Bildung) vorgestellt. Mit ihren Veröffentlichungen will die Initiative zur Verbesserung des Bildungssystems beitragen. Erstellt hat sie dazu verschiedene Ziele. Von denen werden bisher allerdings nur wenige erreicht.

Vorgeschlagen wurde beispielsweise, dass 28,3 Prozent der Mittelschüler die Mathematik ausreichend beherrschen sollten. Doch nicht einmal die Bundesstaaten, mit den besten Ergebnissen, erreichen die Vorgabe. Der Hauptstadtdistrikt erzielte gerade einmal 17 Prozent. Er ist jedoch die Region mit dem höchsten Prozentsatz.

Von 20 in der Grundschule eingeschriebenen Buben und Mädchen wird lediglich beim Schulabschluß lediglich ein einziger ausreichende Kenntisse in Mathematik haben, wie es von der Initiative heißt. Um das Problem zu lösen, müsste bereits in der Fundamentalschule angesetzt werden. Doch gerade die führt in der Bildungspolitik ein eher vergessenes Dasein, wie kritisiert wird.

Dennoch konnten auch Verbesserungen erreicht werden. So haben die Schüler der fünften Klasse bei der Studie 2013/2014 besser abgeschnitten als ihre Kollegen vor zwei Jahren. Zurück geführt wird dies auf die Erweiterung der Grundschule um ein Jahr, bei der in der Regel das Vorschuljahr angegliedert wurde. Ab 2016 soll zudem eine zweijährige Vorschule Pflicht für alle Kinder werden.

Gestiegen sind ebenso die Ausgaben für das Bildungswesen, die im Jahr 2013 5,6 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt betragen haben.