Brasilianer kaufen pro Minute 104 Smartphones

Veröffentlicht am 8. April 2015 unter Brasilien News

Cloud, Connecting WorldIm vergangenen Jahr sind in Brasilien pro Minute 104 Smartphones verkauft worden. Schon seit Längerem gibt es in dem südamerikanischen Land mehr Handys als Einwohner. Mittlerweile nehmen jedoch die Alleskönner-Apparate einen immer größeren Raum ein. Insgesamt 54,4 Millionen Smartphones sind 2014 verkauft worden, 55 Prozent mehr als 2013.

Immer mehr Brasilianer ersetzen ihren einfachen Apparat gegen ein Smartphone. Wie die Zahlen des Institutes IDC-Brasil zeigen ist der Verkauf der intelligenten Telefone 2014 extrem gestiegen. Nach einer Studie des Institutes wurden 54,4 Millionen Apparate verkauft, während es 2013 etwa 35,2 Millionen waren.

Laut IDC-Analysten wären ohne die Fußball-Weltmeisterschaft und die Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr sogar noch mehr verkauft worden. Beeindruckend ist ebenso, dass selbst der hohe Wechselkurs des Dollars den Erwerb der Apparate nicht bremsen konnte. Gesetzt wird zudem auf Markennamen, deren Marktanteil vom IDC mit 95 Prozent angegeben wird.

Von einem Zuwachs wird auch für das Jahr 2015 ausgegangen. Während in vielen Branchen und der Industrie mit negativen Zahlen gerechnet wird, prognostiziert das IDC für den Bereich der intelligenten Mobiltelefone steigende Verkaufszahlen von 16 Prozent.

Zum Anrufen werden die Handys indes kaum mehr benutzt. Sie sind Fotoapparat, Album, Zugang zu den in Brasilien so beliebten sozialen Netzwerken, GPS und Vieles mehr. Mit ihnen werden Steuererklärungen erstellt, Sprachen gelernt und Demonstrationen organisiert. Da wundert es nicht, dass einfachere Mobilfunkgeräte, mit denen lediglich telefoniert werden kann, mittlerweile nur noch einen kleinen Teil der Verkaufszahlen einnehmen. Von den 70,3 Millionen verkauften Mobilfunkgeräten im vergangenen Jahr, waren lediglich 15,9 Millionen einfache Apparate.

Insgesamt wurden im Januar 2015 etwa 281,7 Millionen Handys in Brasilien gezählt, bei einer Einwohnerzahl von etwa 203,6 Millionen. Damit liegt das südamerikanische Land weltweit an vierter Stelle hinter China, den USA und Indien.