Mehrere Menschen sterben während Karneval in Brasilien

Veröffentlicht am 18. Februar 2015 unter Brasilien News

TatortDer Karneval in Brasilien hinterlässt nicht nur Positives. In verschiedenen Städten ist es bei den Festen ebenso zu Toten gekommen. Drei Menschen sind durch einen elektrischhen Schlag im Bundesstaat Rio de Janeiro gestorben. Im Zentrum Rio de Janeiros soll zudem ein deutscher Tourist ums Leben gekommen sein. Im Stadtteil Vila Madalena in São Paulo sind gewalttätige Ausschreitungen verzeichnet worden.

Nach Presseberichten soll im Zentrum von Rio de Janeiro am Dienstag (17.) ein deutscher Tourist ermordet worden sein. Wie es heißt, hat der 51-Jährige auf einen Überfall reagiert und ist daraufhin von dem Kriminellen mit einem Messer attackiert worden. Der Mann ist seinen Verletzungen erlegen. Seine 52-jährige Frau wurde verletzt, soll das Krankenhaus jedoch bereits verlassen haben. Nach Angaben der zuständigen Polizei wurde bereits ein Verdächtiger festgenommen.

In Nova Iguaçu, im Bundesstaat Rio de Janeiro, hat bei den Umzügen der Sambaparaden in den frühen Morgenstunden am Dienstag ein allegorischer Wagen eine Hochspannungsleitung gestreift. Drei Menschen, die sich auf dem Wagen befunden haben, sind dabei ums Leben gekommen. Ein zwölfjähriger Junge trug Brandverletzungen davon. Im Süden Brasiliens wurde ein 16-jähriges Mädchen von einem trio elétrico, einem Tonwagen, überfahren und getötet. In Salvador de Bahia wurden während der Karnevalstage zwei Tote sowie 21 Verletzte durch den Einsatz von Schußwaffen verzeichnet, in Paraty ein Toter und neun Verletzte.

In dem berühmten Stadtteil Vila Madalena in São Paulo kam es in den frühen Morgenstunden des dienstags zu einer Auseinandersetzung zwischen Polizisten und Karnevalsteilnehmern gekommen. Registriert wurden zudem zerbrochene Fensterscheiben und beschmierte Wände. Zu den Ausschreitungen kam es, als Polizeikräfte nach ein Uhr morgens versucht haben, die vorgesehene Sperrstunde durchzusetzen. Wie es heißt, sind die Sicherheitskräfte dabei mit Flaschen beworfen worden. Um die Randalierer zu zerstreuen, wurden Rauchgasbomben eingesetzt.