Neue Bücher aus und über Brasilien

Veröffentlicht am 2. Juni 2014 unter Brasilien News

1985 veröffentlichte die Edition diá das erste Buch zu Brasilien: “Brasilianisch kochen“ von Moema Parente Augel – viele weitere folgten: Romane, zweisprachige Gedichtbände, Bildbände und mehr.

Im letzten Jahr hat die Edition diá begonnen, Bücher aus und über Brasilien in digitaler Form vorzulegen. So sind bisher rund 10 E-Books erschienen, etwa von Caio Fernando Abreu, Sérgio Sant’Anna und Márcio Souza.

Gerade ist als E-Book-Originalausgabe – rechtzeitig zur Fußball-WM – der Roman “Schwarz, meine Liebe“ des brasilianischen Autors Fernando Molica erschienen, der auch die Hintergründe der aktuellen Straßenproteste beleuchtet.

NEU: Brasilien – ein Lesebuch

brasilien ein lesebuchEin Lesebuch mit Texten brasilianischer Autoren, von Michael Fisch, Uwe Hellner, Moritz Rinke und Henry Thorau
Herausgegeben von Helmut Lotz, Edition diá“

Auszug aus: Helmut Lotz (Hg.). Brasilien – ein Lesebuch

Über dieses Buch
“Ich bin stolz auf dieses vielseitige Brasilien, zu dem ich gehöre. Wo alles noch offen ist, wo man noch mit einer Utopie vor Augen in die Zukunft schauen kann… “
(João Ubaldo Ribeiro)

“Ordem e Progresso“, so lautet der Wahlspruch auf der brasilianischen Flagge. Ordnung und Fortschritt – das war das Ideal des französischen Philosophen Auguste Comte, das sich die junge brasilianische Republik von 1889 zu eigen machte. Brasilien ist nicht nur Kaffee, Samba, Strand und Fußball. Das fünftgrößte Land der Erde gehört mittlerweile zu den zehn führenden Industrienationen und bietet weitaus mehr als die bekannten Klischees. Und dieser Fortschritt ist zum Teil teuer erkauft. Die nächsten Jahre im Licht der Weltöffentlichkeit – Fußballweltmeisterschaft und Olympiade – werden zeigen, wie diese Gesellschaft mit den gewaltigen Umbrüchen umgehen wird und ob die Brasilianer sich Lebenslust, Improvisationskraft und ihren (Galgen-)Humor werden bewahren können.

Das Lesebuch versammelt Leseproben von Caio Fernando Abreu, Cuti, Sérgio Sant’Anna und Márcio Souza, zur Literatura de Cordel sowie begleitende Texte.“

Auszug aus: Helmut Lotz (Hg.). “Brasilien – ein Lesebuch.“
iBooks.

Fettnäpfchenführer Brasilien

fettnäpfchenführerLebenskunst zwischen Karneval und Copacabana
Nina Büttner, Emel Mangel, Henrieke Moll

Ausgelassener Samba und ultraknappe Bikinis, Favelas und Drogenkrieg – was ist dran an diesen Extremen? Und wie meistern die 170 Millionen brasileiros in einem solch widersprüchlichen Klima ihren Alltag?

So vielfältig und tolerant dieses bunte Volk ist, gibt es doch eine Reihe von Hürden, die sich deutschen Gewohnheiten zuckerhutgroß in den Weg stellen. Oder wussten Sie, dass Sie einen neuen Bekannten keinesfalls ein zweites Mal nach seinem Namen fragen sollten, dass Samba stets nur mit Turnschuhen getanzt wird, dass es klare Verhaltensregeln im Fußballstadion gibt oder dass Sie Damenunterwäsche unter keinen Umständen in die normale Wäsche geben dürfen?

Linda ahnt von alldem nichts, als sie im sonnigen Rio landet, um dort für drei Monate Deutsch zu unterrichten. Gott sei Dank gibt es João, den brasilianischen Philosophiestudenten. Er erklärt ihr, wie man zwischen Copacabana und Regenwald elegant durch den Dschungel gesellschaftlicher Konventionen dribbelt, und verhindert, dass Linda zwischen brasilianischer Lebensfreude und leiser saudade – einer Hängematte voller Sehnsucht, Melancholie und Schmerz – vollends aus dem Rhythmus gerät.

Leseproben