Cristiano Ronaldo ist Weltfußballer – Deutschland dominiert trotzdem

Veröffentlicht am 13. Januar 2014 unter Brasilien News

christiano ronaldoOffiziell war es ein Dreikampf bis zum Schluss, doch in den vergangenen Wochen wurde es zum Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Cristiano Ronaldo und Franck Ribery. Als Erster über die Ziellinie kam der Portugiese. Der auch als Favorit gehandelte Triple-Sieger des FC Bayern München musste sich mit 1127 Stimmen auf Platz drei hinter Lionel Messi begnügen, der 1205-mal gewählt wurde. Ronaldo bekam 1365 Votes.

Ein zu Tränen gerührter CR7 sagte auf dem Podium: „Zunächst mal möchte ich mich bei all meinen Teamkollegen im Verein und im Nationalteam bedanken. Ohne sie wäre all das nicht möglich. Ich bin sehr glücklich, es ist sehr schwer, diesen Preis zu gewinnen.“

Am Anschluss würdigte der Stürmer noch seine in Zürich anwesende Freundin. Seinen Sohn nahm er sogar mit auf die Bühne. „Es ist ein unglaublich emotionaler Moment. Ich kann mich nur bei allen bedanken, die beteiligt waren.“

Im vergangenen Jahr konnte der Star von Real Madrid im Gegensatz zu seinen Konkurrenten beim Ballon d’Or keine Titel gewinnen. Messi hingegen wurde unter anderem Spanischer Meister, Ribery Champions-League-Sieger und UEFA-Supercup-Gewinner.

Auch wenn die Bundesliga nicht den Weltfußballer des Jahres 2013 hervorbrachte, so trainierte der Welttrainer des vergangenen Jahres einen Bundesligisten. Jupp Heynckes wurde zum Abschluss seiner Karriere zum besten Coach der Welt gewählt. Der gebürtige Mönchengladbacher gewann in der abgelaufenen Saison zum zweiten Mal in seiner Karriere die Champions League und führte Bayern zudem zum Double-Sieg in Deutschland. Er setzte sich mit 1806 Stimmen gegen den BVB-Coach Jürgen Klopp (766) und Manchester-United-Legende Sir Alex Ferguson (711) durch.

Der Erfolgszug Deutschlands setzte sich ach bei den individuellen Auszeichnungen der Frauen durch. Bundestrainerin Silvia Neid wurde Welttrainerin und Nationaltorhüterin Nadine Angerer Weltfußballerin 2013.

Den Präsidenten-Preis bekam der ehemalige Präsident des Internationalen Olympischen Komitee, Jaques Rogge, verliehen. „Dieser Mann hat die olympische Bewegung auf einen geradlinigen Weg gebracht und ihr eine stabile Zukunft gesichert“, lobte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter den Preisträger: „Mit seinem Handeln ist er zum Vorbild für uns alle geworden.“ Mit der Auszeichnung werden jedes Jahr Persönlichkeiten bedacht, die aus Sicht des Fußball-Weltverbandes außergewöhnliche Beiträge für den Sport geleistet habe. Zuvor haben auch schon Franz Beckenbauer und der südafrikanische Bischof Desmond Tutu diese Ehrung entgegengenommen.

Das beste Tor des Jahres gelang Zlatan Ibrahiomic mit seinem grandiosen Fallrückzieher im Test Schwedens gegen die englische Nationalmannschaft. Den Fair-Play-Preis bekam der afghanische Fußballverband zugesprochen. So setzte die Auswahl des vom Krieg gezeichneten Landes ein Zeichen des Friedens, als sie im Sommer ihr erstes Länderspiel überhaupt gegen Pakistan bestritten.

Neben den individuellen Ehrungen wurde auch die Weltauswahl bekanntgegeben: Manuel Neuer (Bayern München), Philipp Lahm (Bayern München), Sergio Ramos (Real Madrid), Thiago Silva (Paris Saint-Germain), Dani Alves (FC Barcelona), Andres Iniesta (FC Barcelona), Xavi (FC Barcelona), Franck Ribery (Bayern München), Cristiano Ronaldo (Real Madrid), Zlatan Ibrahimovic (Paris Saint-Germain) und Lionel Messi (FC Barcelona).