Was ist 2014 neu im Leben des Brasilianers

Veröffentlicht am 2. Januar 2014 unter Brasilien News

Was sich ab 2014 im Leben des Brasilianers ändert – oder ändern kann ist zum Beispiel dass der Mindestlohn gestiegen ist, und die Anzahl der brasilianischen Steuerzahler ebenfalls. Reisen ins Ausland, Autos und Möbel sind teurer geworden – Buspreise sollen bleiben.

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Mindestlohn

Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn wird ab Januar von R$ 678,00 (208,00 Euro) auf R$ 724,00 (223,00 Euro) angehoben – eine Korrektur von 6,78%, twitterte die Präsidentin Dilma Rousseff.

Einkommenssteuer

Weil das Einkommen gestiegen ist, und die Einkommenssteuer-Tabelle nicht in derselben Proportion angeglichen wurde, werden 2014 mehr Brasilianer Steuern zahlen müssen.

Mehr IOF

Auch Reisen ins Ausland werden für den Brasilianer teurer – mit einer Erhöhung des IOF (Steuer auf Finanz-Operationen) für Geldtransfers ins Ausland und Prepaid-Karten.

IPI steigt

Die Kraftfahrzeugsteuer geht ab 1. Januar ebenfalls nach oben – eines Ein-Liter-Fahrzeugs zum Beispiel von 2% auf 3%.

Mehr IPI

Die Quote der Steuer auf Industrieprodukte (IPI) z.B. für Möbel wird im Januar ebenfalls steigen.

Sicherheit

Die Regierung hat einen Schritt zurück gemacht und für 2014 die Pflicht für ABS-Bremssystem und Airbag bei Neuwagen beibehalten.

Medikamente

Die Krankenversicherungen in Brasilien werden ab 02. Januar auch die Kosten von 37 oralen Medikamenten gegen Krebs übernehmen müssen.

SUS

Das “Sistema Único de Saúde” (staatliche Gesundheitsvorsorge) wird ab März eine Impfung gegen HPV für Mädchen zwischen 11 und 13 Jahren zur Verfügung stellen.

Omnibusse

Verschiedene Präfekturen haben nach einer Protestwelle die Bustarife gehalten oder sogar gesenkt, jedoch wird das Thema im Jahr 2014 erneut diskutiert werden. In Rio hat der Präfekt einer Erhöhung bereits zugestimmt.

Spezialrente

Ein Erlass hat die Spezialrente für behinderte Personen neu definiert – noch muss diese jedoch offiziell angekündigt werden.

Rente

Die Lebenserwartung des Brasilianers wurde vom IBGE neu beleuchtet. Wer zukünftig in Rente geht, muss mehr arbeiten, um dieselbe Rente zu erhalten wie bisher.

Licht wird billiger

Die Präsidentin Dilma Rousseff gab die Preissenkung im Januar bekannt, und die Verbraucher bekommen zirka 20% Rabatt auf ihre Lichtrechnung ab Februar.

Recht der Gays

Der Nationale Rat der Justiz hat alle Notariate des Landes gezwungen, die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes (STF) zu respektieren, nach der die Ehe zwischen gleichgeschlechtigen Paaren in Brasilien vollzogen werden darf.

Cesta básica

(Damit ist das vom Staat an die Ärmsten verteilte Packet mit Grundnahrungsmitteln gemeint) – für 16 Produkte seines Inhalts wurden die Steuern “PIS/Pasep-Cofins“ und IPI von der Regierung annulliert.

Ärzte

In verschiedenen Städten des Landes ist es heute möglich, von ausländischen Ärzten behandelt zu werden, die durch das Regierungs-Programm “Mais Médicos“ (Mehr Ärzte) importiert wurden – in der Mehrzahl Kubaner.

Alte Leute

Ein neues Gesetz hat kranke ältere Leute davon befreit, auf öffentlichen Ämtern erscheinen zu müssen, um persönliche Dinge zu erledigen oder eventuellen Aufrufen der Regierung Folge zu leisten.

Arbeitslose

Ab 2014 werden die Regeln zum Erhalt der Arbeitslosen-Versicherung etwas straffer ausfallen für diejenigen, die diese Unterstützung zum zweiten Mal erhalten.

Schwangere

Der “Aviso prévio” (Ankündigung einer Entlassung, 30 Tage vorher) ist dem Arbeitgeber untersagt, wenn die Arbeitnehmerin innerhalb dieser Periode schwanger geworden ist.

WEB-Kriminalität
Neue Bestrafungs-Modalitäten innerhalb des so genannten “Carolina-Dieckman-Gesetzes“ wurden verabschiedet für Personen, die in Computer eindringen und fremde Privatdaten ausspionieren.

Virtuelle Geschäfte

Unternehmen, die ihre Produkte via Internet anbieten, müssen ab sofort das CNPJ oder CPF der physischen Person ausweisen und Preise, sowie Preiserhöhungen, in klarer Form darstellen – bei Nichtbeachtung drohen Geldstrafen und Internetverbot.

Facebook

Das Unternehmen hat sich entschlossen, Symbole von Konkurrenten wie Twitter mit dem “Hashtag“ (#) und als “trending topics“ in seine Site aufzunehmen, ausserdem hat es seinen “Chat“ neu formuliert – diese Neuheiten haben die Jugendlichen nicht begeistert.