Brasiliens Arbeiterpartei PT Favorit bei kommenden Wahlen

Veröffentlicht am 8. Dezember 2013 unter Brasilien News

ABR221013DSC_9855Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist nach wie vor äusserst beliebt. Wären heute Präsidentschaftswahlen, würde der Ehrenvorsitzende der brasilianischen Arbeiterpartei PT als absoluter Gewinner daraus hervorgehen. Dies zeigt eine Wählerbefragung des Meinungsforschungsinstitutes Datafolha. Aber auch seine Parteikollegin und aktuelle Staatspräsidentin Dilma Rousseff hätte gute Chancen zur Wiederwahl.

Auch wenn die Wahlen zum Senat und Abgeordnetenhaus erst im Oktober nächsten Jahres stattfinden, der Wahlkampf hat längst schon begonnen. Nach neuesten Veröffentlichungen hat die derzeitige Staatspräsidentin Dilma Rousseff dabei die Nase vorn. Sie würde momentan 47 Prozent der Stimmen vereinen. Im Vergleich zu den Zahlen im Oktober ist ihr Ansehen dabei erneut um fünf Prozentpunkte gestiegen. Weit abgehängt sind mit 19 Prozent der Wählerstimmen ihr Kontrahent Aécio Neves von der konservativen Partei PSDB und mit 11 Prozent Eduardo Campos von den der Sozialistischen Partei PSB. Nach wie vor erstaunlich hoch ist jedoch mit 23 Prozent die Zahl der Unentschlossenen und derjenigen, die sich enthalten wollen.

Durchgespielt wurden ebenso Szenarien mit der ehemaligen Umweltministerin Marina Silva und dem Richter des Obersten Gerichtshofes Joaquim Barbosa. Barbosa erfreut ist wegen seiner Härte gegenüber Korruptionsfällen bei den Brasilianern hoher Beliebtheit, Marina Silva wegen ihrer Aufrichtigkeit und dem Einsatz in Umweltbelangen. Beide würde Dilma Rousseff jedoch mit jeweils über 40 Prozent der Wählerstimmen abhängen. Dennoch stehen viele Wähler Rousseffs Politik skeptisch gegenüber. Zwei Drittel der Befragten gaben an, sich andere Entscheidungen in den Bereichen Wirtschaft und Sozialpolitik zu wünschen.

Absoluter Spitzenreiter in sämtlichen Szenarien ist indes Ex-Präsident “Lula”. Entgegen seiner Wunschnachfolgerin würde er bereits im ersten Wahlgang klar gewinnen. Rousseff hingegen droht wie bei ihrer Wahl im Oktober 2010 auch im kommenden Jahr ein zweiter Wahlgang.