Brasilien erwartet Rekordernte zum Jahresanfang 2014

Veröffentlicht am 15. November 2013 unter Brasilien News

soja-brasilienDas brasilianische Landwirtschaftsamt Conab (Companhia Nacional de Abastecimento) geht derzeit von einer Rekordernte 2013/2014 aus. Geschätzt wird, dass die Landwirte Anfang 2014 bis zu 196 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten einfahren werden, was gegenüber der Ernte 2012/2013 einer Steigerung von 5,3 Prozent entspräche.

Bereits im Oktober kündigte das Amt die Rekordernte für die Sommerernte Anfang 2014 an. In seinem jüngsten Bericht bestätigte es jetzt diese Einschätzung. Zuwächse werden vor allem beim Soja erwartet. Das Landwirtschaftsamt geht davon aus, dass die Anbaufläche der Ölsaat auch weiterhin steigen wird. Für die Sommerkultur, deren Anbau bereits im Oktober begonnen hat, ist eine Erhöhung der Anbaufläche um bis zu 6,4 Prozent prognostiziert. Gerechnet wird damit, dass die Großlandwirte und Bauern zu Jahresbeginn zwischen 87,86 Millionen und gut 90 Millionen Tonnen Soja ernten werden, was einer Steigerung von bis zu 10,7 Prozent gleich käme. Schon jetzt ist das Soja absoluter Spitzenreiter. Die mit Soja bestandene Ackerfläche 2012/2013 betrug stolze 27,7 Millionen Hektar Land, was 277.000 Quadratkilometern entspricht. Zum Vergleich: Deutschland erstreckt sich in etwa auf einer Fläche von 357.000 Quadratkilometern.

Sofern das Wetter mitspielt, dürfte auch Rekorde bei der Baumwollernte zu registrieren sein. Bei der Baumwolle rechnen die Experten mit bis zu zwei Millionen Tonnen und somit einem Zuwachs von bis zu 27,6 Prozent, wobei die Anbaufläche um etwa ein Fünftel zugenommen hat. Beim Weizen wird mit einer Ernte von etwa 4,8 Millionen Tonnen und einer Steigerung von knapp 10 Prozent ausgegangen. Er wird vor allem in den beiden kühleren Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul angebaut. Beim Weizen ist Brasilien bisher auf den Import – vor allem aus Argentinien – angewiesen. Seit Jahren wird jedoch versucht, die Anbauflächen zu erhöhen. Allerdings sehen sich die Landwirte dabei dem Problem gegenüber, dass die Anbaukosten des Getreides deutlich über den anderer Kulturen liegen.