Fussball des Grauens in Maranhão

Veröffentlicht am 7. Juli 2013 unter Brasilien News

otavio jordãoBlutige Szenen, unbeschreibliche Szenen im brasilianischen Amateurfussball: Am vergangenen Sonntag kam es in der Stadt Pio XII im Bundesstaat Maranhão Bundesstaat im Nordosten Brasiliens zu einem Doppelmord im Rahmen eines Fussballspiels. Die Details sind grausig und erinnern an einen Splatterfilm á la Texas Chainsaw Massacre.

ESPN zitiert lokale Medienberichte, wonach es zu den schockierenden Vorfällen wegen einer strittigen Entscheidung von Schiedsrichter Otavio Jordao da Silva gegen den Spieler Josenir dos Santos Abreu gekommen war.

Der Spieler wollte einen Platzverweis des Schiedsrichters gegen ihn nicht akzeptieren, beschwerte sich lautstark und soll den Unparteiischen geschlagen haben. Daraufhin zückte der Schiedsrichter ein Messer und stach den Spieler nieder.

Eine Gruppe von Zuschauern soll danach auf den Platz gestürmt sein und da Silva mit Schlägen und Steinen zu Boden gestreckt haben. Danach ereigneten sich grausame Szenen der Selbstjustiz. Die Zuschauer töteten den Schiedsrichter auf grausame Art und Weise und schlugen ihm den Kopf ab. Sie teilten den Leichnam, spiessten den Kopf auf einen Stock und rammten ihn in die Mittellinie.

Die Polizei nahm bisher drei Verdächtige fest, unter anderem einen 27-Jährigen namens Luiz Moraes de Souza. Polizeichef Valter Costa gegenüber TV Record: “Moraes de Souza hat ihn festgebunden und mit einer Flasche ins Gesicht geschlagen. Ein anderer Fan hat den Schiri mit dem Messer in den Hals gestochen. Francesco Moraes de Souza, der Bruder von Luiz, hat den Schiri in Einzelteile zerschnitten und danach seinen Kopf auf einen Stock gespiesst.“
Mithilfe von Handy-Bildern sucht die Polizei nun weitere Täter. Man gehe davon aus, dass diese nicht aus dem Ort selbst kommen, so Polizeichef Costa.

Die Oma des getöteten Schiedsrichters hat sich mittlerweile auch zu Wort gemeldet. Sie sagte gegenüber TV Record: “Wir waren nicht da, diese Bosheit zu verhindern. Ich hoffe, dass es Gerechtigkeit gibt, weil es sehr traurig ist, dass jemand, den man liebt, auf so eine Art und Weise stirbt.“