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Goldenes Löwenäffchen erhält erste „Grüne Brücke“ Brasiliens

Veröffentlicht am 4. August 2020 unter Aufsteller der Woche

Weltweit gibt es nur etwa 3.000 Goldene Löwenäffchen. Sie leben in Restflächen des Atlantischen Regenwaldes. Ihr Vorkommen ist auf den brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro beschränkt. Dort ist jetzt die erste bepflanzte Brücke Brasiliens für Löwenäffchen eingeweiht worden. Sie soll den Tieren ein sicheres Überqueren einer Schnellstraße garantieren.

Goldenes Löwenäffchen auf 20 Reais Note – Screenshot

Die Brücke war eine der Bedingungen zur Vergrößerung der Schnellstraße. Am Tag des Mico-Leão-Dourado (Leontopithecus rosalia), am Sonntag (2. August), ist sie nach zwei Jahren Bauzeit nun freigegeben worden. Vorausgegangen sind dem etliche Studien, um herauszufinden, wo die Brücke am effektivsten ihr Ziel erfüllen kann. Mit ihr soll das Überfahren der Primaten und ebenso ein Austausch zwischen den Populationen gewährt werden.

Vom Atlantischen Regenwald sind teilweise nur noch Fragmente übrig. Zwei von ihnen sind jetzt miteinander verbunden, die Schutzgebiete Reserva Biológica de Poço das Antas und das Landschaftsschutzgebiet Rio São João/Mico-Leão-Dourado.

Von Biologen und Löwenäffchenfreunden wird die grüne Brücke gefeiert. Die Regenwälder in der Baixada Fluminense sind die einzigen Orte weltweit, in denen das Goldene Löwenäffchen in freier Natur lebt.

Im vergangenen Jahr wurde in der Region am Tag des Mico-Leão-Dourado bereits ein Zentrum der Associação do Mico-Leão Dourado (AMLD) eröffnet. Finanziert wurde es von internationalen Organisationen, der Saving Nature und DOB Ecology. Die Vereinigung Associação do Mico-Leão Dourado setzt sich seit über zwei Jahrzehnten für den Schutz des nur etwa 60 Zentimeter großen Primaten und den Erhalt seines Lebensraumes ein.

Der kleine Affe ist in Brasilien mittlerweile eine Art Maskottchen für den Naturschutz und den Schutz des Atlantischen Regenwaldes. In Brasilien ziert er zudem die 20-Reais-Banknote.

Bei der jetzt eröffneten Brücke alleine wird es nicht bleiben. Weitere sind bereits geplant.