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Zwei Brasilianerinnen mit „Grünem Oscar“ ausgezeichnet

Veröffentlicht am 2. Mai 2020 unter Aufsteller der Woche

Der Tapir und Schwarzer Löwen Tamarin stehen im Mittelpunkt zweier Schutz- und Forschungsprojekte, die jetzt weltweit anerkannt worden sind. Die Leiterinnen der Projekte sind jetzt vom Whitley Fund for Nature mit dem “Grünen Oscar“ ausgezeichnet worden, der als wichtigster Umweltpreis weltweit gilt.

Unter über hundert Projekten hatte es Gabriela Rezende mit ihrer Arbeit ins Finale geschafft und ist als eine von sechs Forschern mit dem Whitley Award prämiert worden. Die Biologin widmet sich dem Mico-Leão-Preto, dem Schwarzen Löwen Tamarin.

Mico-Leão-Preto – Foto: © Gabriela Cabral Rezende

Der kommt weltweit lediglich in einem eng begrenzten Gebiet des Atlantischen Regenwaldes im brasilianischen Bundesstaat São Paulo vor. Nach Schätzungen leben nur etwa 1.600 dieser kleinen Affen in freier Wildbahn.

Das Programm zu seinem Schutz wurde vor 35 Jahren begonnen. Gabriela Rezende koordiniert es seit neun Jahren über das Institut für ökologische Forschungen (IPÊ). Sie setzt sich für die Errichtung ökologischer Korridore ein, über die Fragmente des Regenwaldes miteinander verbunden werden.

Garantiert werden soll damit nicht nur ein größerer Lebensraum für den Schwarzen Löwen Tamarin, sondern ebenso ein genetischer Austausch verschiedener Populationen des Affen. Über das Pflanzen von Bäumen ist zudem die Lokalbevölkerung in das Projekt mit eingebunden. Ziel ist es, die Menschen der Natur näher zu bringen und gleichzeitig dem Mico-Leão einen Lebensraum von 45.000 Hektar zu bieten.

Tapir (Tapirus terrestris) – Foto: belizar/Fotolia.com

Den Tapiren widmet sich Patrícia Medici. Sie hat den Whitley Gold Award erhalten. Patrícia Medici hat vor 26 Jahren das Institut für Öklogische Forschungen (IPÊ) mitgegründet und gilt weltweit als eine der wichtigsten Tapir-Expertinnen. Mit ihrem Team erforscht sie das größte Säugetier Südamerikas seit Jahren und setztich für den Schutz seines Lebensraumes ein, dem Pantanal und dem Atlantischen Regenwald.

In der Begründung zu ihrer Wahl wird nicht nur ihr Einsatz hervorgehoben. Vielmehr heißt es ebenso: “Vor dem Hintergrund politischer und ökologischer Instabilität in Brasilien ist ihre Arbeit wichtiger denn je.“

Beide Prämien sind mit einem Geldpreis versehen, der die Fortführung der Projekte garantieren soll.