Mit Kitesurfing die Umwelt schützen

Veröffentlicht am 13. November 2016 unter Aufsteller der Woche

Foto: atwalkphotos/Fotolia.com

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Kitesurfing wird in Brasilien immer beliebter. In der Stadt Macapá soll mit dem Wassersport aber nicht nur die Freizeit gestaltet, sondern ebenso auf den Umweltschutz aufmerksam gemacht werden. Seit drei Jahren richtet die Kitesurfervereinigung ”Associação de Velejadores do Amapá” (Avap) dazu einen Wettkampf aus, bei dem das Mülleinsammeln im Vordergrund steht.

Schon einzelne Kitesurfer erregen mit ihren bunten Drachen, von denen sie gezogen werden, Aufsehen. Bei der ”Travessia em Defesa do Rio Amazonas“ (Überfahrt zum Schutz des Amazonasflusses) sind es allerdings gleich mehr als zwei dutzend Drachen, die den Himmel mit Farbtupfer versehen und die Augen Neugieriger anziehen. Letzteres ist eins der Ziele des Wettkampfes, bei dem 24 Kilometer zu bezwingen sind.

Während sie um die schnellste Fahrtzeit kämpfen wollen sie gleichzeitig Behörden und Anwohner auf den Umweltschutz und insbesondere den Schutz des Amazonasflusses aufmerksam machen. Belastet wird dieser im Siedlungsbereich durch offene Abwassergräben und Müllansammlungen.

Dass dazu jeder beiträgt und dies nicht nur den Fluss, sondern auch die Gesundheit der Anwohner belastet, ist bei Vielen jedoch noch nicht ins Bewusstsein gedrungen.

Bei der sportlichen Herausforderung alleine haben es die Kitesurfer aus verschiedenen Bundesstaaten Brasiliens allerdings nicht gelassen. Bevor sie an den Start gegangen sind, haben sie am Morgen entlang der Ufer Plastiktüten, Flaschen, Pappe, Autoreifen und anderen Müll eingesammelt.

Etwa zwei Tonnen Abfall haben die Sportler gesammelt und mit ihrer ehrenamtlichen Aktion, wie sie hoffen, auch ein paar andere Menschen zu einem achtvolleren Umgang mit der Natur angeregt.