Krankenpfleger singt, um Schmerzen der Patienten zu lindern

Veröffentlicht am 30. April 2016 unter Aufsteller der Woche

Handout FacebookEin einfaches Bild in den sozialen Netzwerken hat die Herzen der Menschen bewegt. Auf ihm ist ein Krankenpfleger zu sehen, der eine 86-jährige Patientin wie ein Kind auf seinem Schoß in den Armen hält und für sie singt, um ihre Leiden zu lindern, wie er sagt.

Passiert ist die Geschichte im Krankenhaus “Hospital Eládio Lassérre“ im brasilianischen Bahia. Der Pfleger Idelmar Pereira dos Santos mit Spitznamen “Farofa“ sollte eine Patientin zu medizinischen Untersuchungen bringen. Neben ihr lag die ältere Dame, die wegen Wundstellen durch die lange Liegezeit über Schmerzen klagte. Kurz darauf verschwand Farofa und kehrte wenig später mit einer speziellen Matraze zurück.

Während die Krankenschwestern die gewöhnliche gegen die neue Matraze austauschten, nahm der 56-Jährige Pfleger kurzer Hand die gebrechliche Dame auf seinen Schoß und sang ein Lied für sie, um sie zu beruhigen. “Gestern habe ich dich getroffen, du warst so schön, zu schön, so als wäre nichts passiert“, sang er.

Die Besucherin einer anderen Patientin hielt den Moment mit einem Foto fest und postete dieses mit einer entsprechenden Erklärung. In kürzester Zeit wurde dort das Foto über 86.000 mal geteilt. Schnell fanden sich Menschen, die den Krankenpfleger auf dem Bild erkannten und seinen Spitznamen verrieten. Auf ihn aufmerksam geworden sind so auch die Medien.

In einem Interview über die Geschichte sagt Farofa, dass er gesungen habe, um ihre Leiden ein wenig zu lindern. Jeder würde sich beim Anblick einer leidenden Patientin sensibilisieren und außerdem liebe er, was er mache und helfe wo nötig.

In den Kommentaren des Posts wird Farofas gutes Wesen und Menschlichkeit wiederholt bescheinigt. Etliche berichten aus eigener Erfahrung, dass er ihnen bei ihrem Aufenthalt im Krankenhaus geholfen habe.

Er selbst stuft sein Verhalten als normal ein und sagt, dass er immer singend arbeite. Über das Echo des Fotos freut er sich indes. Geschafft hat er es damit zu einer lokalen Berühmtheit.