60-Jährige bewirtet ehrenamtlich öffentlichen Schrebergarten am Meeresrand

Veröffentlicht am 2. April 2016 unter Aufsteller der Woche

Manjericao anisado1Schrebergärten breiten sich auch in vielen brasilianischen Städten immer weiter aus. Der Garten von Elizabeth Brunn Bartilotti ist allerdings mehr als nur ein Schrebergarten. Er ist ein Multiplikator. Kräuter, Gemüse und Heilpflanzen zieht sie dort nicht für sich an, sondern zum Verschenken, um andere Menschen ebenso zum Gärtnern anzuregen.

Eigentlich sind es zwei Gärten, in denen die 60-Jährige ihre Pflanzen anbaut. Im ersten zieht sie Kräuter und Gemüse an, die sie dann auf einem öffentlichen Grundstück an der Avenida Beira-Mar pflanzt. Das Grundstück ist nicht eingezäunt und an einem Spazierweg gelegen. Wer will, kann sich dort eine der Pflanzen nehmen oder auch eine andere pflanzen.

Über 70 verschiedene Pflanzenarten sind in dem Garten, in dem immer wieder Passanten und Neugierige stöbern, auf der Suche nach neuen Kräutern und Gemüse. Bei den herkömmlichen Gemüse- und Kräuterarten belässt die Hobbygärtnerin es nicht.

Sie bietet ebenso eßbare Pflanzen aus der Natur Brasiliens an, wie Serralha oder Taioba. Die erleben in jüngster Zeit in dem südbrasilianischen Land einen Aufschwung. Neben bekannten und weltweit verbreiteten Bio-Gemüse gelangen sie immer mehr auf die Tische der Brasilianer. Die Blätter der Taioba lassen sich beispielsweise wie Spinat zubereiten.

Zu finden sind in dem “Stöbergarten“ ebenso heimische Fruchtbäume wie Pitanga und Araçá. Auch Heilkräuter hat Elisabeth angebaut. Zitronengras, Melisse und Erva baleeira sind einige von ihnen. Nebenbei pflanzt sie im Stadtgebiet von São José im südbrasilianischen Bundesstaat Santa Catarina ehrenamtlich Bäume.

Ihre Freude ist es nicht nur, den Schrebergarten zu bewirten, sondern ebenso zu sehen, wenn andere sich dort bedienen, um ihren eigenen Garten mit neuen Pflanzen zu bestocken, wie sie sagt.