Erfindungen von Studenten und Schülern erleichtern das Leben behinderter Menschen

Veröffentlicht am 14. November 2015 unter Aufsteller der Woche

selfiesEinen Rollstuhl per Blick steuern oder ein Selfie ohne die Hilfe von Händen zu machen, ist mit Erfindungen von brasilianischen Studenten möglich. Sie haben ihre technologischen Neuheiten bei einer Messe in São Paulo vorgestellt, bei der es darum gegangen ist, den Menschen mit Behinderungen das Leben zu erleichtern.

Aus ganz Brasilien haben sich unlängst in São Paulo Studenten, Schüler und Professoren getroffen, um ihre Arbeiten vorzustellen. Mit kleinen Erfindungen haben sie dabei große Wirkung erzielt, wie mit dem Gerät für Selfies. Für viele Menschen mit Behinderungen war es bisher nahezu unmöglich von sich selbst ein Foto zu schießen. Eine Gruppe von Studenten hat da für Abhilfe gesorgt und einen entsprechenden Apparat konstruiert. Der erlaubt es auch denjenigen ein Selfie zu machen, die ihre Arme und Hände nicht bewegen können. Er gibt ihnen somit ein Stückchen Normalität zurück.

Mit einer anderen Erfindung kann ein Rollstuhl allein mit dem Blick bewegt, gestoppt und die Fahrtrichtung verändert werden. Wer bisher darauf angewiesen war, dass er geschoben wird, kann sich nun damit selbstständig bewegen, ohne jemanden um Hilfe bitten zu müssen.

Wert gelegt haben die Studenten bei ihren Erfindungen allerdings nicht darauf, die Lebensqualität der behinderten Menschen zu verbessern. Für sie stand vielmehr auch auf einen möglichst niedrigen Preis geachtet. Eine optische Lesehilfe haben sie beispielsweise aus einem Seifenhalter gebaut und sie so für jedermann erschwinglich gemacht.

3d-handEine Armprothese wurde mit Hilfe eines 3D-Druckers und anderen kleinen Anpassungen kreiert. Ihr Vorteil ist, dass sie somit wesentlich leichter als herkömmliche Prothesen sind und auch Kinder damit spielend hantieren können. Obendrein kostet das Werk der Studenten nur einen Teil der bereits auf dem Markt befindlichen Prothesen.

Dass ihre Erfindungen das Leben Vieler erleichtern kann, haben die Studenten bei der Messe selbst erfahren können. Ausprobiert wurden sie vor Ort von den Besuchern, die wiederum mit Tipps für weitere Verbesserungen gesorgt haben. Der Erfahrungsaustausch zwischen den Studenten mit den behinderten Besuchern hat zudem für neue Ideen weiterer Erfindungen gesorgt.