Hund wacht eine Woche lang vor Krankenhaustür

Veröffentlicht am 19. September 2015 unter Aufsteller der Woche

hunde_Reproducao TV TEMVierbeiner sind oft mehr als treue Freunde der Menschen. Das gilt auch für „Negão”. Der Hundemischling hat eine Woche lang vor der Notaufnahme eines Krankenhauses auf sein Herrchen gewartet und die Tür nicht aus den Augen gelassen, während sein menschlicher Freund wegen eines Herzinfarktes behandelt worden ist.

Die Geschichte von Negão hat sich wie ein Lauffeuer in den Medien verbreitet und die Herzen der Brasilianer bewegt. Sein Herrchen, Olívio Yamamoto, war mit ihm im Auto unterwegs als er plötzlich starke Schmerzen in der Brust verspürte. Nachdem er es geschafft hatte, bis zu einem Krankenhaus in der Stadt Itatiba zu fahren, verschwand er dort in der Notaufnahme, zurück blieb der schwarze Hundemischling. Der lief auf dem Parkplatz hin und her und legte sich schließlich vor die Türe des Krankenhauses, in der Hoffnung, dass sein Herrchen dort wieder herauskommt.

Als der allein lebende Patient von seinem Freund und Wächter erfuhr, schrieb er einen Brief mit der Bitte, ihn gut zu pflegen. Schwestern und Pfleger waren von der Treue des Vierbeiners allerdings schon längst so gerührt, dass sie bereits vor dem Krankenhaus eine Ecke mit Futternapf und Wasser für ihn eingerichtet hatten. Als es dem allein lebenden Yamamoto wieder ein wenig besser ging, durfte er seinen Negão im Rollstuhl sitzend sogar an der Krankenhaustüre besuchen.

Nach einer Woche konnte Yamamoto zur Freude des Hundes das Krankenhaus endlich verlassen. Dass er sich so schnell erholt hat, schreiben die Ärzte seinem Hund zu. Der sei für den Patienten Ansporn gewesen, schnell zu heilen. Noch muss dieser das Haus hüten, allerdings jetzt mit seinem treuen Freund an seiner Seite.

Begonnen hat die Freundschaft zwischen den Beiden bei einer Reise des Verkäufers nach Bragança Paulista im Bundesstaat São Paulo. Dort entdeckte Yamamoto den Hund und adoptierte ihn. Seitdem sind die zwei unzertrennlich, gehen gemeinsam zum Angeln und auch auf Reise. Dass er den beginnenden Infarkt überlebt hat, schreibt Yamamoto Negão zu. Der habe laut geheult, mit den Pfoten auf ihn eingetrommelt und ihn so bei Bewusstsein gehalten, bis er zum Krankenhaus gelangt sei, erzählt er. Er ist sich sicher, Negão hat sein Leben gerettet.