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Die Kollektionen der TESSUTI sprechen reiche und extravagante Frauen an, die auf Details besonderen Wert legen. Ausser Bekleidung widmet sich das Unternehmen auch der Produktion von Taschen, Schuhen, Schmuck und Accessoires.
Lanciert 1975, als der Stilist 21 Jahre alt war, begann die TRITON ihre Aktivitäten mit einer Produktion von T–Shirts. Später kamen Jeans–Hosen und Accessoires dazu. Das Unternehmen investiert eine Menge in Marketing, hat sich eine jugendliche und moderne Identität in der Fashion–Welt geschaffen. 2001, zum Beispiel, kam die Marke mit der Kampagne www.radiotriton.com.br heraus, mit der sie ihre Mode mit der Elektronik–Musik und dem Internet assoziierte. Die Kollektionen werden von einer Stilisten–Equipe geschaffen, die sich aus Karen Fuke (Koordination), Mirella Katzender, Léo Sgotti, Bruna Bolsonaro und Vanessa Cachiello zusammensetzt. Seit 35 Jahren auf dem Markt, bringt die TRITON zwei Kollektionen pro Jahr auf den Laufsteg der São Paulo Fashion Week. Sie hat 37 Verkaufsstellen, unter ihnen eigene und Franchising–Läden. Mehr als 750 Multimarken verkaufen ihre Kreationen.
Während ihrer Kindheit beschäftigte sich die zukünftige Partnerin und Schöpferin der paulistanischen Marke UMA mit dem Nähen von Puppenkleidern, die sie aus den Abfällen einer Näherin zusammensetzte, welche in ihrem Elternhaus arbeitete. Weil sie aus einer sehr konservativen Familie stammte – mit einem Vater, der Ingenieur war und einer Rechtsanwältin als Mutter – wählte sie erst einmal eine den Eltern genehme und konventionelle Karriere, die ausserdem finanzielle Sicherheit versprach: die Odontologie – Zahnärztin sollte sie werden. Sie beendete ihr entsprechendes Studium und begann sogar zu praktizieren. Aber von Anfang an teilte sie sich ihre Zeit zwischen dem Zahnarztstuhl und der Konfektion ihres Ehemannes, dem Unternehmer Roberto Davidowicz. Schliesslich zog sie sich ganz aus der Zahnarztpraxis zurück, ging auf die Modefakultät und hängte noch verschiedene Kurse der Spezialisierung an, bis sie vor nunmehr fast neun Jahren die UMA, zusammen mit ihrem Mann als Partner, gründete. Von da an brachten sie zusammen Kollektionen von maskuliner und femininer Bekleidung auf den Markt, bei denen sie massgeschneiderte Elemente mit der Informalität der Streetwear mischten. Raquel war verantwortlich für die kreative Seite und Roberto für die Administration. Die UMA wurde bereits mit einer industriellen Fabrikationsstruktur geboren, durch die “Confecções Detex“ die Robertos Familie seit 1963 gehörte und auch für andere Marken verantwortlich war, zum Beispiel für die DEBLU und die LUCIENNE PHILIP. Raquel Davidovicz gab ihr Debüt auf der São Paulo Fashion Week 2003, mit einer Präsentation, die besonders den Gebrauch von Silks und technologischen Stoffen hervorhob. Zur Präsentation der Sommerkollektion 2004–2005 betraten die Models der UMA den Laufsteg mit den Brillen des Piloten der CHILLI BEANS – eine Partnerschaft zwischen den beiden Marken begann. Das Unternehmen der UMA besitzt fünf eigene Geschäfte in São Paulo, Campinas und Brasília. Dem Hauptgeschäft im paulistanischen Stadtteil Vila Madalena, ist ein Restaurant angeschlossen – in zeitgenössischem Stil – das UMA–Refektorium. Die Kreationen werden ausserdem auch in brasilianischen Multimarken–Läden vertrieben.
Der Name V.ROM (man spricht ihn “VIRUNG“) ist eine Art Siegel, welches die Namen der beiden Stilisten in Zusammenhang mit einer CD–ROM bringt. Die Beiden schufen ein Label für maskuline Mode, die für jenes Publikum gedacht war, das die elektronische Musikszene jener Zeit frequentierte – mit technologischen Stoffen und Accessoires mit visuellen Effekten. 2002 kam ein weiterer Partner hinzu: Alberto Hiar, der “verrückte Türke“, Besitzer der CAVALERA – er übernahm die Produktion und Verbreitung der Marke. Im gleichen Jahr gab die V.ROM ihr Debüt auf der SPFW, mit ihrer Sommerkollektion 2002–2003. Schon zur darauf folgenden Präsentation ein halbes Jahr später, der Winterkollektion 2003 – trotz des mit Legosteinen bestückten Szenarios – hatten die Beiden das Clubber–Universum hinter sich gelassen, auch die Videogame–Einflüsse und japanischen Ärmel – stattdessen hatten sie zu einer erwachseneren Mode gefunden, einer Mode für den urbanen Mann. Der nächste Schritt wurde dann mit einer femininen Kollektion vollzogen. In der Ausgabe der SPFW vom Juni 2004 unter dem Thema des Männermagazins “Playboy“ und der “Häschen von 1970“, platzte eine Bombe im Publikum: Gleich am Anfang liess das Model Pietra Ferrari ihre schwarze Robe zu Boden gleiten und verliess den Laufsteg vollkommen nackt. Und der Feuerwehrmann José Albucacys, damals angeblich der heimliche Geliebte des Models Luma de Oliveira, schlenderte über den Laufsteg mit entblösster Brust, was unter dem weiblichen Publikum eine allgemeine Unruhe auslöste. Die Kollektionen von V.ROM werden in eigenen Geschäften sowie Läden mit Multimarkenartikeln vertrieben.
Die Marke wird von der Originalität des kreativen Giácomo Lombardi geprägt, der 1980 die Bühne und seine Rock–Band gegen die Mode eintauschte und sich seiner Schwester Roberta und deren Ehemann, Roberto Navarro, anschloss – beide ebenfalls Ex–Musiker. Das Paar, die seit 1970 importierte Produkte in Belo Horizonte verkauften, bauten ihre Läden in Boutiquen um, in denen sie die von Giácomo gefertigten Kreationen verkauften. Die VIDE BULA entstand aus jener Partnerschaft zwischen den Dreien – dazu kam dann noch Adriana Rios, die Frau von Giácomo. Mit ihren ersten Stoffdrucken, inspiriert von grossen amerikanischen Filmen der 50er Jahre, schufen sie ironische und polemische Motive, wie zum Beispiel die Hosen mit Zeichnungen von Spermatozoiden. 1985 kamen Nina Hagen und Rod Stewart nach Brasilien, um sich auf der ersten Ausgaben des “Rock–in–Rio“ zu präsentieren – und sie trugen VIDE BULA und machten damit eine willkommene Gratispromotion für das Label. Das Unternehmen hat heute mehr als 10 eigene Geschäfte, Bekleidung verteilt auf 1.200 Multimarken–Läden in Brasilien und 113 in Europa.
Zu Anfang war die VR lediglich ein kleiner Franchise–Laden in der Rua Oscar Freire, welcher dem Unternehmen VILA ROMANA, zwecks Expansion ihres Marktes, eine gewisse Visibilität beim Publikum verleihen sollte. Zwei Jahre später waren es bereits zehn weitere Läden. 1996 übernahm Alexandre Brett – heute 34 Jahre alt, Betriebswirtschaftler und Marketing–Fachmann, einer der Söhne eines Unternehmenspartners – die Kreativ–Direktion. Er schuf ein neues, der Neuzeit angepassteres Konzept für die VR. Und 1998 machten ein neuer Name – VR MENSWEAR – und ein modernes Logo die entsprechenden Veränderungen auch fürs Publikum deutlich. In der neuen Marke wurde das klassische Erbe der VILA ROMANA in eine aktuellere Mode umgesetzt, deren Klientel sich zwischen 20 und 45 Jahren bewegt. Damit gesellten sich zu den formellen Anzügen und Hosen auch Stücke der Sports– und Streetwear. Oder mit anderen Worten: Bekleidung für den täglichen Gebrauch – sowohl für Freizeit als auch fürs Geschäft. Seither werden jedes Jahr die zeitgenössischen Tendenzen in den nächstfolgenden Kollektionen integriert, deren Erscheinen mit dem Kalender der brasilianischen Mode synchronisiert wurde. 2003 brachte das Unternehmen die erste Kollektion VR KIDS heraus und trat damit ein in das Segment Kindermode. Als konkretes Ergebnis einer neuen Zeit gab die VR MENSWEAR auf der São Paulo Fashion Week mit der Sommerkollektion 2004–2005 ihr Debüt. Verkaufsstellen der VR MENSWEAR gibt es in den bedeutendsten Hauptstädten Brasiliens. Und es gibt mehr als 100 Multimarken–Läden, welche die Marke führen. Die VR KIDS hat fünf eigene Geschäfte.
Seine Vorfahren waren Armenier, die Anfang der 20er Jahre vor Krieg und Genocid in ihrem Land geflohen waren – er selbst wurde bereits als Sohn einer Generation geboren, die in Brasilien zu Wohlstand gekommen war, und seine Eltern waren Besitzer eines grossen Geschäfts für Kleidung aus Kaschmir–Wolle, im Zentrum von São Paulo. Konfektion und Handel mit den noblen Stoffen aus dem Orient gehörte zur Tradition der Familie seit uralten Zeiten – mitgebracht aus der Heimat Armenien und in Brasilien wieder aufbereitet. Schon die Vorfahren der Familie Kherlakian waren auf diese Weise reich geworden – hatten sogar eine Zwischenstation in Grossbritannien unterhalten, von wo aus sie ihre Produkte in ganz Europa verteilten. Das ZOOMP–Unternehmen hielt die Tradition aufrecht und aktualisierte sie. Kherlakian versuchte sich zuerst in anderen Berufen. Arbeitete in der Werbung, im Tourismus und studierte Rechtswissenschaften, aber keine dieser Aktivitäten befriedigte ihn. Wie er zu sagen pflegt: “Der gelbe Blitz der ZOOMP ist die Inspiration selbst, die Energie, mit der ich zu mir selbst fand in der Modewelt“. Nach nunmehr 35 Jahren der Aktivität verkauft er in eigenen Geschäften, als Franchising und exportiert in verschiedene Länder. Ein Showroom in Paris steuert den gesamten Auslandsbetrieb. ZOOMP nimmt an der São Paulo Fashion Week von Anfang an teil. Im Lauf der Jahre hat das Unternehmen die Jeans modernisiert – hat neue Schnitte und Waschmethoden lanciert. Junge Stilisten, wie Alexandre Herchcovitch, Marcelo Sommer und Jum Nakao haben am Anfang ihrer eigenen Karriere an diesen Innovationen mitgearbeitet. Die Marke hat sogar Madonna und die Herausgeberin der französischen VOGUE, Carine Roitfeld, für sich gewonnen. Eins der Zugpferde für den Erfolg war das Marketing der ZOOMP. Einige Päpste der weltweiten Promotion, wie Mario Testino und Carine Roitfeld, haben Kampagnen für ZOOMP kreiert. Aber die Propaganda ist auch ein Problem für Kherlakian, denn der berühmte gelbe Blitz ist auch eine der meist kopierten Marken der Welt! Um dieses Problem wenigstens etwas zu verringern, wurde die Werbung für die ZOOMP–Jeans drei Jahre lang aus den Medien genommen. Über den Stilisten: Henry Alavez wirkt bei ZOOMP seit 2001 und hat bereits mehrere Kollektionen der Marke glücklich über der Laufsteg der São Paulo Fashion Week geführt. Ausgebildet in Musik von der Fakultät Santa Marcelina, verzichtete er auf einen Meistertitel in klassischer Musik in Deutschland, um bei Marie Ruckie im berühmten Studio Bercot, in Paris, Mode zu studieren. Während des Kurses assistierte er bei dem Stilisten Thierry Mugler, einer der weltbekanntesten Koriphäen der Modewelt. Zurück in Brasilien arbeitete er bei BENEDUCCI, CIA DO LINHO und FORUM. |
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