Der Auftritt einer alten Damen vor Gericht. Aus den Memoiren eines Landgerichts des Bundesstaates São Paulo vom 01.04.1980)
Auch dem versiertesten Staatsanwalt kann manchmal die Spucke wegbleiben, wenn er vergisst, wen er im Zeugenstand zu befragen beabsichtigt – oder wenn er, wie in diesem Fall, eine alte Dame vor sich hat, deren äussere, etwas verblichene Verfassung, ihn nicht ahnen lässt, in welch brillantem Zustand sich ihr Geist unter den schlohweissen Haaren befindet.
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Durchs hiesige Internet schwirrt ein Witz, der sich um eine vielbeachtete TV-Serie dreht, in der eine Gruppe von Kandidaten ihre Eignung zur Besetzung eines Postens im modernen, dynamischen Management eines multinationalen Konzerns beweisen muss. Unter anderem auch mit der Beantwortung folgender Frage: Welchen Satz würden sie gerne anlässlich Ihrer eigenen Beerdigung hören?
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Er hatte fast alles in seinem Leben erreicht – und das war nicht etwa nur so eine Redensart! Er besass tatsächlich alles, was man sich in einem Leben nur wünschen kann: verschiedene Häuser, eine Sammlung von Autos und unzählige andere kostbare persönliche Dinge, die stets in den Konsumträumen der Menschen vorkommen, die sich aber Millionen von ihnen niemals werden leisten können.
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“Und vergesst nicht die Gastfreundschaft, denn durch sie, ohne es zu wissen, habt Ihr Engel aufgenommen“. (Brief an die Hebräer, 13:2). Schöne Zeiten, die guten alten biblischen Zeiten. Stellen Sie sich nur vor, heutzutage einem Engel zu begegnen oder ihn gar aufzunehmen. Könnte Ihnen nicht schon einmal ein Engel begegnet sein, und Sie haben ihn nicht erkannt? Seine Aufgabe war, bei Ihnen zu erscheinen und Ihnen eine Botschaft zu vermitteln.
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Der Bischof war vom Küster in die kleine Stadt gerufen worden – “ein Fall von äusserster Dringlichkeit“ hatte dieser in seinem Brief betont – und jetzt holte er den Bischof persönlich vom Bahnhof ab.
Was ist denn los, mein Sohn – was ist so dringend? – fragte ihn der Bischof, als er den Zug verliess. Hochwürden werden sehen – antwortete der Küster nur und ergriff den Koffer des Bischofs.
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In Brasilien sind die so genannten "Blitz-Überfälle" (Sequestro-relampago) in Mode. Besonders in der Metropole São Paulo - vierundzwanzig Stunden am Tag. Jeder Bürger versucht sich zu schützen, wie er eben kann. Einige beten, andere erfinden Mittel und Wege, die Banditen abzulenken. Ich gehöre zu der zweiten Gruppe.
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Es verbreitete sich die Nachricht unter den Tieren der Savannen und der Wälder, dass im Himmel ein grosses Fest stattfinden würde. Alle Vögel und anderen flugfähigen Tiere waren dazu eingeladen – und alle Tiere, die keine Flügel hatten, platzten vor Neid. Aber stellt euch einmal vor, wer auch auf dieses Fest gehen, beziehungsweise fliegen wollte? Der Ochsenfrosch!
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“Schrei bitte nicht so”! “Ich schreie nicht. Ich lache”. ”Laut sprechen oder diese furchtbare kehlige Lache sind für mich ein und dasselbe. Das ist eine animalische Angewohnheit, welche meine Natur nicht erträgt. Ihr kennt meine Faszination für die Frauen. Nichts übt auf mich eine grössere Anziehung aus, als eine Frau.
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Die meisten Menschen fürchten den Tod, weil sie in ihrem Leben nichts vollbracht haben. (Peter Ustinov)
Suzana legt ihr Stethoskop auf dem Schreibtisch ab, ihren Kugelschreiber, den Rezeptblock – dann steht sie von ihrem Stuhl auf, ergreift ihre Handtasche und hastet über den endlos scheinenden Korridor der Ambulanz dem Ausgang zu. Sie winkt ein Taxi zu sich heran und beeilt sich einzusteigen.
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Eine interessante Art und Weise eine Geschichte zu beginnen ist, sich eine ausgesprochen förmliche Situation vorzustellen – nehmen wir mal ein Streichquartett – und dann fangen wir an, sie aufzufädeln, wie einen alten Pullover. Also wollen mal sehen. Ein Streichquartett also. Das Quartett tritt auf die Bühne unter dem verhaltenen Applaus des erlesenen Publikums. Das Fräulein, jung und wohlgestaltet, spielt die Viola. Sie trägt ein langes schwarzes Kleid. Die drei Männer sind im Frack erschienen.
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