Wundertrunk Kokoswasser

Veröffentlicht am 12. Oktober 2013

Es ist ein europäisches Trendgetränk, welches in Brasilien bereits seit Jahrzehnten seinen festen Platz im Leben der Menschen hat: das Kokoswasser! Doch nicht aus Gewichts-, Transport- und Verpackungsgründen in der Flasche oder Tetra-Pak, an den brasilianischen Stränden gibt es das eiskalte „Agua de Coco“ direkt aus der aufgeschlagenen Frucht. Ein ganz besonderer Genuss, den man so nur an der Copacabana in Rio de Janeiro oder der Avenida Beira Mar in Fortaleza geniessen kann.

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Kalorienfreie Erfrischung direkt aus der Frucht

Doch auch hierzulande muss man auf Kokoswasser nicht verzichten. Erhältlich ist der Durstlöscher in Mitteleuropa immer häufiger in Reformhäusern und Bio-Läden, von manchen Herstellern kann man sich das das Getränk auch gleich nach Hause liefern lassen. Kokoswasser erfrischt nicht nur, es soll obendrauf auch einer feuchtfröhlichen Nacht auch den Kater vertreiben, da es zugleich den Wasser- und Mineralhaushalt des Körpers ausgleicht. Auch der ehemalige Leichtathlet und Schweizer Rekordhalter Dave Dollé empfiehlt auf dem Portal für intelligente Ernährung www.nu3.ch die erfrischende Wunderwaffe aus den Tropen.

Doch was macht das Kokoswasser so besonders? Es ist eben keine aus dem Fruchtfleisch hergestellte fettige Kokosmilch sondern lediglich die Flüssigkeit, die sich während des Reifeprozesses im Inneren der an hohen Palmen wachsenden Kokosnuss befindet. Dies kann bei jungen, unreifen Kokosnüssen bis zu ein Liter sein. Der Wundertrunk ist zudem nicht nur keim- und fast kalorienfrei sondern ausserdem mehr sehr lecker. Ein Hauch Kokos rundet das ungewohnte und leicht milchig anmutende Geschmackserlebnis ab. Getrunken wird Kokoswasser in Brasilien eigentlich immer direkt mit einem Strohhalm aus der ganzen Frucht. Und diese wird erst direkt vor dem Verzehr aufgeschlagen.

Ideales Getränk für Diabetiker und gegen Dehydratation

So kommt man mit Hilfe einer Machete in den frischen Genuss des isotonischen Getränks voller Vitamine und Mineralstoffe. Und auch für Diabetiker ist das Wasser ideal, da es kaum Zucker enthält und trotzdem süss ist. Die Ureinwohner in Brasilien sind von jeher davon überzeugt, dass Kokoswasser die Gesundheit erhält und sogar von Krankheiten heilen kann. Vor allem bei Dehydratation, Hyperthermie, Verdauungsstörungen, Fehlernährung, Müdigkeit, Durchfall, Nierensteinen oder Infektionen des Harntraktes soll das Wundermittel helfen. Selbst bei nachgewiesener Unfruchtbarkeit soll der Genuss von Kokoswasser den gewünschten Nachwuchs dann doch noch ermöglicht haben. Für die Mediziner steht allerdings die Behandlung von sind Dehydratation und Hyperthermie im Vordergrund, da das Fruchtwasser deutlich besser dagegen hilft als andere Planzen- oder Fruchtsäfte oder gar Wasser. Und bei der gefürchteten Cholera kann die Sterblichkeitsrate durch den Einsatz von Kokoswasser auf 3 Prozent gesenkt werden.

Grund genug also, bei der nächsten Reise nach Rio de Janeiro auch einmal erfrischendes und gesundes Kokoswasser an einer Strandpromenade mit Blick auf die Guanabara-Bucht zu geniessen. Momentan ist der Durstlöscher dort für umgerechnet unter zwei Euro zu bekommen und damit in Hinblick auf die Menge deutlich billiger als eine Dose Cola. Und die reduziert mit Sicherheit auch nicht das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls.