Amora – Schwarze Maulbeere

Veröffentlicht am 29. November 2009

Der Volksmund nennt die Pflanze auch: Amoreira–negra; Amora–preta
Wissenschaftlicher Name: Morus nigra L.
Deutscher Name: Schwarze Maulbeere
Aus der botanischen Familie der: Moraceae
Herkunft: Asien

Schwarze Maulbeere Morus nigra
Schwarze Maulbeere Morus nigra
Schwarze Maulbeere Morus nigra
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Charakteristische Eigenschaften der Pflanze
Baum (Schwarzer Maulbeerbaum) von mittlerer Grösse, der bis zu 4 Metern hoch werden kann, mit einer leicht gekerbten, dunklen Rinde und ausladender Krone. Blätter von hellgrüner Färbung mit ganz kurzen Härchen, dadurch fühlen sie sich rau an. Blüten klein, von weiss–gelber Färbung, in Bündeln, aus denen sich dann die Früchte entwickeln.

Früchte
amoraIn Bündeln, von dunkelroter Färbung – fast schwarz, wenn sie reif sind – mit dunkelrotem Fruchtfleisch, essbar.

Anbau
Wachsen gut in allen Teilen Brasiliens. Sind von schnellem Wachstum, passen sich jeder Art von Boden an, bevorzugen die feuchten und tiefen Böden. Fruchtreife zwischen September bis November.

Die verzweigte Familie der Moraceae vereint in sich Spezies, welche in ihrer Nutzung, ihrem Aussehen und ihrem Geschmack ähnlich unterschiedlich beschaffen sind, wie zum Beispiel die Feigen (Ficus), die Brotfrüchte oder die Jaca (Artocarpus). Häufig anzutreffen sind drei Arten von Amoras: die rote Amora (Morus rubra), die weisse (Morus alba) und die schwarze (Morus nigra). Die Färbung der Früchte variiert entsprechend ihrer Art, zu der sie gehören und abhängig von ihrem jeweiligen Reifegrad.

Ursprünglich aus Asien, wurden die Amoras wahrscheinlich in Europa um das 17. Jahrhundert herum eingeführt. Nach Brasilien hat sie dann irgendein Einwanderer verschleppt, und hier wächst sie nun – besonders die schwarze Unterart – fast überall, das heisst tatsächlich, dass man diese Pflanzen in allen Teilen antrifft.

Die „Amoreira–branca“ ist seit eh und je die bevorzugte Pflanze der asiatischen Seidenraupen, welche sich von ihren Blättern ernährt, während die „Amoreira–negra“ die von den Menschen bevorzugte darstellt – und zwar in diesem Fall deren Früchte, die den besseren aromatischen Geschmack haben und auch an Volumen die grösseren sind (ähnlich einer Brombeere). Ausserdem ist die „Amoreira–negra“ ein recht schöner Baum von ornamentalem Charakter, und obwohl er keine grosse Höhe erreicht, spendet seine dichte, weit ausladende Blätterkrone angenehmen Schatten.

Alle Früchte der Familie Moraceae sind besonders reich an Vitamin C – charakteristisch ist ihre typische Form, die sich aus zahlreichen, winzigen Einzelfrüchten zusammensetzt (vergleiche: Brombeere) und so eine Konglomerat von Fruchtfleisch formt, das reich an Wasser und Zucker ist. Und eine jede von diesen Früchten, wenn sie schön reif ist, entzückt Kinder und Erwachsene gleichermassen und – natürlich auch die Vogelwelt.

Man verkonsumiert die leckeren kleinen Früchte in der Regel in natura – direkt vom Baum – aber in einem Becher mit Sahnehaube oder auf Torten, als Kompott oder Eis, als kristallisierte Früchte und in Kuchen, sogar in Wein, Likör oder Sirup verwandelt, sind sie ebenfalls nicht zu verachten!