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Melancia – Wassermelone

Auch der Volksmund nennt die Pflanze: Melancia
Wissenschaftlicher Name: Citrullus vulgaris Schrad
Deutscher Name: Wassermelone
Aus der botanischen Familie der: Cucurbitaceae
Herkunft: wahrscheinlich Nordafrika
Diese Fotos stammen aus der Flickr Foto-Community und werden gemäß der Flickr-RSS API abgebildet.
Charakteristika der Pflanze
Auf dem Boden kriechende Pflanze – ähnlich dem Kürbis – mit vielen Verästelungen. Ovale Blätter, unterteilt in 3 Lappen. Sie präsentiert spiralförmige Ranken, die mit dem Stiel verbunden sind und "Gavinhas" heissen. Sie bringt kleine, gelbgrünliche Blüten hervor.

Frucht
Rund oder oval, von glatter Schale, grün gefärbt oder von gelben Streifen unterbrochen. Üppiges Fruchtfleisch von unterschiedlicher Färbung: Weiss–rosa, gelblich, rötlich oder sogar purpurfarben – die Kerne rötlich oder schwarz.

Anbau
Mittels Samenkernen – im August in den Regionen mit spürbarem Winter – oder in den anderen Regionen in irgend einem Monat. Sie bevorzugt tiefe, lehmige Böden, reich an organischer Materie. Die Ernte findet zirka 100 Tage nach der Aussaat statt.

Die Wassermelone ist eine aussergewöhnliche und grosse Frucht – vielleicht sogar die grösste aller existierenden Früchte. Unter normalen Produktionsbedingungen kann sie zwischen 10kg und 20kg Gewicht erreichen – und fast alles ist reines Wasser! Wahrscheinlich aus dem Norden Afrikas, nimmt man an, dass die Wassermelonen schon seit 4.000 Jahren vom Menschen kultiviert wird – und heutzutage hat sie sich auf alle tropischen Regionen unseres Planeten ausgebreitet.

In Brasilien findet man sie in allen Teilen des Landes. Mit ihrem enormen Volumen und gemessen an ihrem wirtschaftlichen Wert, hat sie ihren Platz unter den 10 bedeutendsten landwirtschaftlichen Produkten des Inlandmarktes.

Die bedeutendsten Produktions–Pole liegen in Brasiliens Süden: die Bundesstaaten Rio Grande do Sul und São Paulo sorgen allein für mehr als 50% des nationalen Aufkommens – in Bahia und Pernambuco steuern die Plantagen im Tal des Rio São Francisco etwa ein Viertel der nationalen Produktion bei. Ein Teil dieser Produktion geht auch in den Export – besonders in einige Nachbarländer von Südamerika.

Zusammen mit der "Melão" (Melone) ist die Wassermelone eine Frucht aus der Familie der Cucurbitaceae  – derselben, der auch die Paprika, der Kürbis oder die "Chuchu" angehören. Das Fruchtfleisch ihrer unterschiedlichen Arten weist eine weissrosa bis intensiv rote Färbung auf – obwohl es auch eine Art mit gelblichem Fruchtfleisch gibt. Aber egal welche Art man auch immer vor sich hat, gemeinsam sind allen jene kreuz und quer im Fruchtfleisch verstreuten kleinen, abgeflachten Kerne – in der Regel schwarz und glatt. Dieses Fruchtfleisch ist überaus saftig – in der Regel enthält die Wassermelone bedeutend mehr Wasser als zum Beispiel die Zuckermelone – fast pures Wasser!

Aus diesem Grund ist sie auch die erfrischendste aller Früchte überhaupt und besonders leicht verdaulich. Nichts ist besser unter der stechenden Sonne des tropischen Sommers, als ein paar saftige Stücke von einer frischen Wassermelone – womöglich noch gekühlt – um die durch das Schwitzen verlorene Körperflüssigkeit zu ersetzen.

In den Städten des brasilianischen Nordostens und einigen anderen heissen Orten des Südostens kann man regelmässig ambulante Verkäufer antreffen, die bereits in handgrosse Stücke aufgeteilte Wassermelonen oder andere Früchte, wie zum Beispiel Ananas, den verschwitzten Passanten zum Verzehr anbieten. Wegen ihrer ungewöhnlichen Grösse ist eine Wassermelone in der Regel sogar für eine Familie noch zu gross – also wird sie auf den Märkten bereits in Hälften oder Vierteln zum Verkauf angeboten.

Der üppige Saft und das Fruchtfleisch einer solchen Wassermelone sind recht süss – und ihre Süsse zeigt auch den Grad ihrer Reife an. Jedoch gibt es darunter bestimmte Arten, die nur als Viehfutter taugen, denn ihr Geschmack ist einfach nur wässrig. Von aussen festzustellen ob – oder ob nicht – eine Wassermelone reif und wohlschmeckend ist, ist keine leichte Aufgabe – man braucht dazu eine gewisse Erfahrung. Eine erprobte Methode ist, die Frucht mit den Fingerknöcheln von aussen zu beklopfen: ist sie noch unreif, ergibt die Klopferei einen etwas metallischen Ton – ist sie dagegen reif, hört sich das Klopfen kurz und dumpf an. Allerdings, wenn Sie unsicher sind: nehmen sie ein halbe, aufgeschnittene Wassermelone mit nach Hause, von der Ihnen der Händler sicher gerne ein Stück zum Kosten abschneiden wird – dann sind alle Zweifel behoben.
 
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