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Caqui – Kaki

Der Volksmund nennt die Pflanze auch: Caquizeiro
Wissenschaftlicher Name: Diospyros kaki L.
Deutscher Name: Kaki
Aus der botanischen Familie der: Ebenaceae
Herkunft: Asien
Diese Fotos stammen aus der Flickr Foto-Community und werden gemäß der Flickr-RSS API abgebildet.
Charakteristika der Pflanze
Baum, der eine Höhe von 12 Metern erreichen kann, mit abgerundeter Krone und stark verzweigt. Brillante Blätter, die im Winter abfallen. Blüten gelb bis weiss – während des Frühlings und Sommers.

Frucht
Rund, ähnlich einer Tomate, etwas abgeflacht und von unterschiedlicher Färbung zwischen hellem Gelb bis tiefem Rot. Fruchtfleisch klebrig, von rot–orangener Farbe. Reife zwischen Februar und April.

Anbau
Passt sich sowohl kühlem wie lauem Klima an – verbreitet sich durch Samen, aber auch mittels Stecklingen und Pfropfungen. Braucht tiefe und feuchte Böden. Starke Winde behindern seine Fruchtreife.

Die Caqui ist eine Frucht aus Asien – genau aus China, von wo sie nach Indien und Japan gebracht wurde. Heute hat sie sich auf allen fünf Kontinenten ausgebreitet. Nach Eurico Texeira existiert die Caqui in ihrem ursprünglichen Habitat seit undenkbaren Zeiten. Nach Brasilien gelangte sie erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts – akklimatisierte sich bestens und trägt heute mehr und grössere Früchte als in ihren Stammländern, und sie hat sich als ein bevorzugtes Produkt von wirtschaftlicher Bedeutung in Brasilien entwickelt. Wie schon der historische Pero Vaz de Caminha in seinen Aufzeichnungen festhielt: "Alles was man in dieser Erde pflanzt gedeiht prächtig"!

Seine Herkunft aus subtropischem Klima merkt man dem Baum an, wenn er alljährlich einmal seine Blätter abwirft – und obwohl er die Kälte nicht unbedingt zu seiner Entwicklung braucht, bringt er nach einer längeren Kälteperiode doch wesentlich mehr Früchte hervor. Deshalb kommen seine besten Früchte auch aus den Bundesstaaten Sao Paulo, Paraná, Rio Grande do Sul und den höheren Regionen der Bundesstaaten Minas Gerais und Espirito Santo.

Verteilt über den Süden, den Südosten und Teile des Mittleren Westens, garantieren mehr als eine Million von Caqui–Bäumen eine gute Ernte für ihre Pflanzer, die Händler und alle Liebhaber dieser wohlschmeckenden Frucht. Mehr als die Hälfte dieser Produktion kommt aus den riesigen Obstpflanzungen des Bundesstaates São Paulo – besonders aus dem Tal des Rio Paraíba, aus Campinas, Sorocaba und unmittelbarer Umgebung der Metropole – und sie alle finden auch innerhalb São Paulos ihre Käufer.

Die Frucht hat viele unterschiedliche Variationen. Pimentel Gomes bestätigt, dass allein in Japan mehr als 800 Arten verzeichnet sind – einige stammen aus einer überaus alten Linie. Nach Eurico Texeira gibt es "keine andere Frucht, die so unterschiedlich in Form, Grösse, Farbe, Fruchtfleisch, Geschmack, Färbung des Fruchtfleisches, Form der Samen, Textur und Dicke der Schale auftritt, wie eben die Caqui".

Grundsätzlich werden in Brasilien drei der häufigsten Typen angebaut: die Tannin haltigen oder Sibukaki genannten Arten – sie sind fast rot und benötigen eine Spezialbehandlung nach der Ernte zur Entfernung des "adstringenten Tannins" – dann die Amagaki, die sind süss, ohne Tannin, haben festes Fruchtfleisch und können ohne Spezialbehandlung gegessen werden – und schliesslich die VARIÁVEIS, Arten die sowohl gelbes Fruchtfleisch ohne Kerne und ohne Tannin haben können, als auch dunkelrotes Fruchtfleisch mit Kernen und mit Tannin – der Käufer sollte sich auskennen.

Egal, welche Variante man auch wählt, allen Caquis gemeinsam ist, dass sie fast ausschliesslich aus Fruchtfleisch bestehen – gelatineartig und kühl, und mit einem guten Gehalt an Karotin (Vitamin E) und Vitaminen des Komplexes B und C. Das Fruchtfleisch enthält einen hohen Anteil an Pektin. Sein Zuckeranteil beträgt 14% bis 18% – mehr als bei den meisten Früchten. Eine elegante und köstlich schmeckende Frucht, wird die Caqui fast ausschliesslich in natura verzehrt – zum Beispiel als Nachspeise, mit dem Löffel.

Eine Delikatesse, die besonders von den Nachkommen der eingewanderten Japaner verehrt wird. Sie sind es auch, die aus den festeren Sorten eine Art Rosinen herzustellen verstehen – indem sie ihnen das Wasser entziehen – einzige Art und Weise, wie man die Früchte während der übrigen Jahreszeit aufzubewahren pflegt – damit sie auch ihre ernährungsspezifischen Qualitäten ohne Zusatz von Chemikalien behalten.
 

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