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Biriba

Der Volksmund nennt sie auch: Ata; Verdadeira Condessa; Araticum Patiá
Wissenschaftlicher Name: Rollinia mucosa (Jacq.) Baill.
Deutscher Name: Biriba
Aus der botanischen Familie der: Annonaceae
Herkunft: Antillen und Mexiko
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Charakteristika der Pflanze
Kleines Bäumchen bis zu 8 Metern Höhe, dicht verzweigt in seiner Jugend. Blätter bis zu 15 cm lang. Blüten aussen grün und innen rosafarben

Die Frucht
Rund und dick, bestehend aus diversen hexagonalen Elementen, die dicht zusammengesetzt sind – ähnlich der Teilchen eines grünen Tannenzapfens – und der Frucht ihr charakteristisches Aussehen geben. Weiches, etwas schleimiges Fruchtfleisch von weisser Farbe, das die dunklen, kastanienbraunen Kerne umschliesst. Die Reifezeit liegt zwischen Februar bis Juni.

Der Anbau
Die Verbreitung geschieht mittels Samen. Die Pflanze bevorzugt warmes, feuchtes  Klima. Die Biribá ist ein weiterer, wichtiger Vertreter der Ananocea–Familie. Wie die “Ata“, die “Pinha“ oder die “Fruta–do–Conde“, wie die “Araticum–do–Cerrado“ und die “Marolo“, wie die “Graviola“ oder die “Pindaíba“ ist auch die Biribá innerhalb Brasiliens unter den verschiedensten Namen bekannt. Je nach Region heisst sie entweder “Ata“, “Condessa Verdadeira“, “Fruta–da–Condessa“ etc.

Es gibt auch ganz unterschiedliche Biribás, was ihr Gewicht betrifft, die Menge ihres Fruchtfleisches oder ihre äussere Form, sodass es schwierig wird, die Identität jeder einzelnen zu bestimmen.

Genetisch handelt es sich um eine Frucht, die auf kleinen bis mittelgrossen Bäumen wächst, welche eine maximale Höhe von 8 m erreichen können. Die Frucht hat eine gelbliche Schale, die unterteilt ist in zahllose hexagonale Elemente, die sich nach innen ins Fruchtfleisch fortsetzen. Weil sie ein saftiges Fruchtfleisch hat, mit wenigen Fasern, von weisslich bis gelblicher Färbung und einen angenehm süssen Geschmack, wird die Biribá in den meisten Fällen roh genossen. Sie ist eine der beliebtesten und weit verbreitetesten Früchte der Amazonas–Region.

Die Bedeutung der Frucht im Norden Brasiliens kann man sicher vergleichen mit der Bedeutung, welche die “Graviola“ hinsichtlich ihres Konsums und ihres Umsatzes im brasilianischen Nordosten erreicht. In der Erntezeit findet man die Biribá auf sämtlichen Märkten des Nordens. Mit ihrer schönen gelben Farbe schmückt sie die Winkel der grossen Städte, die kleinen offenen Märkte an den Flussufern, den Früchteteil des berühmten “Ver–o–Peso–Marktes“ in Belém oder den “Mercado Municipal“ in Manaus.

Obwohl die Frucht relativ wenig kommerzialisiert wird, findet man die Biribá–Bäume innerhalb der meisten Gärten und Parks der Region und in jedem Garten des Inlands, wo die Einheimischen ihre Früchte sowohl an Marktständen als auch ambulant auf der Strasse anbieten.

Die Biribá stammt, so schreibt Paulo Cavalcante, ursprünglich aus dem Grenzgebiet zwischen Brasilien und Peru. Lange Zeit hat man angenommen, dass sie von den Antillen stamme, von wo aus sie in Amazonien eingeführt worden wäre. Nichts desto trotz ist es eine Tatsache, dass unter einander ähnliche wild wachsende Spezies gleichzeitig in der einen und der anderen Region vorkommen, und es aus diesem Grunde schwierig ist, die Stammregion zweifelsfrei zu bestimmen. Eine Tatsache allerdings ist es, dass sich die Verbreitung der Biribá heute von der Karibik bis zum extremen Süden Amazoniens hin erstreckt.
 

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