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Wissenschaftlicher Name: Persea americana Mill. Deutscher Name: Avocado Aus der botanischen Familie der: Lauraceae Herkunft: Zentral–Amerika Diese Fotos stammen aus der Flickr Foto-Community und werden gemäß der Flickr-RSS API abgebildet.
Charakteristika der PflanzeBaum von dunkelgrauer Rinde, der eine Höhe von 20 m erreichen kann. Blätter von immer währendem Grün. Kleine, grünlich–weisse Blüten, sie besitzen einen markanten Duft und locken deshalb besonders die sie bestäubenden Bienen und andere Insekten an. Die Frucht Die Früchte sind etwa kinderkopfgross und haben eine olivgrüne, brillante Schale, ein cremiges Fruchtfleisch von gelblicher Färbung, reich an vegetarischen Ölen. Ein harter Kern ist in das weiche Fruchtfleische eingebettet. Der Anbau Der Baum wächst gut in allen Regionen Brasiliens. Man sollte ihn innerhalb anderer Bäume postieren, um zu verhindern, dass sein Stamm vom direkten Sonnenlicht getroffen wird. Vorzugsweise während der Regenperiode ist die beste Pflanzzeit – er liebt durchlässige, tiefe Böden mit gutem Dünger. Seine beste Verbreitung geschieht mittels Aufpfropfen. Er trägt Früchte während des ganzen Jahres. Ein Garten ohne diesen Avocado–Baum ist in Südamerika selten. Er findet sich auf Landgütern und Farmen genauso wie in Hinterhöfen und öffentlichen Anlagen. Und sowohl auf dem Land als auch in der Stadt machen die Menschen regen Gebrauch von seinen nahrhaften Früchten. Sie stammen aus dem tropischen Amerika, aus den von den Spaniern kolonisierten Regionen, wie Mexiko, Guatemala und die Antillen. Dann breitete sich der Baum über ganz Südamerika aus, und man kann ihn heutzutage in allen Teilen des Globus antreffen, welche fruchtbare Böden besitzen, zusammen mit einem warmen Klima, das der Baum zum Gedeihen braucht. Produzenten und Exporteure der Avocado–Frucht verteilen sich auf verschiedene Länder Afrikas, Mittel– und Südamerikas, darüber hinaus auch Israel, Spanien und die USA in der Region von Kalifornien. Nach Pio Correa wurde die Avocado–Pflanze als zu kultivierende Spezies erst am Anfang des 19.Jahrhunderts in Brasilien eingeführt – heute gibt es keinen offenen Markt und keine Supermarktkette ohne die begehrten Früchte während des ganzen Jahres im Angebot. Obwohl der weltweit grösste Exporteur von Avocados, exportiert Brasilien viel weniger seiner exzellenten Früchte, weil es mit einem Vorurteil zu kämpfen hat: die brasilianischen Avocados, in all ihrer Pracht und Grösse, sind befremdend für die Europäer, die, ironischer weise, an kleinere, verschrumpeltere Exemplare aus anderen Ländern gewöhnt sind! Die Plantagen im Innern der Bundesstaaten São Paulo und Minas Gerais sind verantwortlich für fast zwei Drittel der brasilianischen Gesamtproduktion, gefolgt von den Bundesstaaten Paraná, Espirito Santo, Pará und Rio Grande do Sul. Obwohl es unterschiedliche kultivierte Sorten gibt, welche auch grosse Unterschiede in Form, Grösse, Gewicht und Farbe der Früchte aufweisen – mit unterschiedlichen Arten von Fruchtfleisch, Fasern, Kernen und Schalen – hat man in Brasilien für alle nur einen Begriff, man nennt sie alle nur “Abacate“. Dieser Name der Frucht könnte eine Ableitung des Maya–Wortes “Ahuacacuahuitl“ sein oder des Azteken–Wortes “Ahuacatl“ – beide ihrem Klang nach verwandelt in “Abogado“ oder “Aguacate“ in Spanisch und “Abacate“ in Portugiesisch. Einige Menschen behaupten, dass jenes Maya–Wort “Frucht von der Form einer Hode“ bedeute – wodurch sich andere inspirieren liessen, dass die Avocado Eigenschaften eines Aphrodisiakums habe. Andere behaupten, dass das aztekische Wort bedeute “Butter, die vom Baum kommt“, was einer präzisen Schilderung der cremigen Qualität ihres Fruchtfleisches entspricht. Diese Avocado–Creme enthält viele ungesättigte Fettsäuren und nur 70% Wasser in seiner Komposition, was im Vergleich mit anderen Früchten ein niedriger wert ist. Für Pimentel Gomes ist der Avocado–Baum einer der wertvollsten Fruchtspender überhaupt – weil seine Früchte bemerkenswert hohe Anteile an Fetten, Kohlehydraten und Proteinen enthalten, neben einem breiten Spektrum wertvoller Vitamine und Mineralien. Die Frucht präsentiert ausserdem eine unvergleichliche Energiequelle, hat einen hohen Nährwert mit niedrigen Kolesterinwerten, und das bewirkt – im Gegenteil zu früheren Annahmen – dass ihr Fruchtfleisch leicht verdaulich ist und ohne Befürchtungen irgendwelcher Darmbeschwerden verzehrt werden kann. Wegen ihrer besonderen Qualitäten und ihrem unvergleichlich weichen Geschmack, sowie ihrer vielfältigen Möglichkeiten der Zubereitung, ist die Avocado eine der vielseitigsten Früchte überhaupt – eine Quelle der Inspiration für unzählige Rezeptvariationen. Ihr Fruchtfleisch ist geschmacksneutral, also kann man es sowohl süss als auch salzig zubereiten, je nach den Gebräuchen der Einheimischen in den jeweiligen Anbauregionen. Der Brasilianer Eurico Teixeira, zum Beispiel, beschrieb ihre Verwendung als Salat, die er bei Europäern einst beobachtete, als “kommt mir völlig unverdaulich vor“. Seine Beobachtung erklärt sich so: In Brasilien pflegt man die Frucht lediglich in ihren süssen Variationen zu verzehren – als Desserts oder mit Limonensaft und Zucker. Das Fruchtfleisch kann auch in Stücken, oder zu Creme geschlagen, mit Milch oder Saft anderer Früchte gemischt werden, und dann mit Rohrzucker oder Honig gesüsst und mit ein paar Tropfen Limonensaft gewürzt. Diesen cremigen Trunk nennen die Brasilianer “Vitamina“. Nun, in Europa, Mittelamerika und Mexiko wird die Avocado eher als Zutat zu Salaten verwendet: auch in natura, meist in kleinen Stücken, gemischt mit Gemüsen, Tomaten, Zwiebeln und aromatischen Kräutern, gebunden mit Mayonnaise, Olivenöl, Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen. Ebenfalls in diesen Ländern wird die Avocado serviert als Beigabe zu Toast, Brot und gesalzene Menus. In Guatemala, Puerto Rico, in Mexiko und Kolumbien herrscht die Sitte, Suppen mit dem Fruchtfleisch der Avocado einzudicken. An einigen Orten der Karibik isst man die Avocado mit Portwein oder Madeira, mit Orangensaft und dem Saft der Limone. In verschiedenen Ländern Lateinamerikas bereitet man aus dem Avocado–Fruchtfleisch das berühmte “Guacamole“, begleitet von “Tortillas“ aus Mais. Wenn es wahr ist, “dass sich über Geschmack sehr wohl streiten lässt“, dann ist hier ein gutes Motiv um verschiedene Rezepte auszuprobieren und dann die Diskussion einzuleiten! |
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