Alltags-Humor

Veröffentlicht am 29. November 2009

NICHT ERKANNT
LIFT MIT PANNE
DER UNDANKBARE BETTLER
DIE WEISHEITSPILLEN
DIE BRASILIANISCHE HÖLLE
SO IST DAS LEBEN
DAS ALTE MÜTTERCHEN
SYMPATISCHE GEDANKEN
FRAUEN SOLLTE MAN NICHT UNTERSCHÄTZEN
DER CABOCLO, DER PATER UND DER STUDENT

INTELLIGENZ UND DUMMHEIT

Der Intelligente und der Dumme machen ein Spiel, dessen Regeln wie folgt vereinbart werden: Jeder formuliert eine Frage an den andern. Wenn der Dumme die Antwort nicht weiss, hat er dem andern 1 Real zu zahlen. Weiss der Intelligente die Antwort nicht, bezahlt er 100 Reais an den Dummen, denn er schätzt sich, nach eigener Meinung, “mindestens hundertmal so klug“ ein – also scheint uns dies nur der gerechte Lauf der Dinge.

Nachdem ihnen die Regeln verkündet wurden, beginnt der Intelligente mit seiner ersten Frage:
„Was hat vier Beine und macht “Miau“?
„Weiss ich nicht – hier, nimm einen Real“.
„Was hat vier Beine und bellt“?
„Weiss ich auch nicht – da, nimm noch einen Real“.
„Stell du nun eine Frage an mich“ – sagt der Intelligente.
„Na gut! Was hat acht Beine am Morgen und vier am Nachmittag“?

Der Intelligente überlegt – und überlegt – schliesslich, nach einer Stunde vergeblichen Nachdenkens, muss er passen:
„Nun, ich weiss es leider nicht. Hier hast Du 100 Reais – was ist es denn“?
„Weiss ich auch nicht – da, nimm noch einen Real“.

NICHT ERKANNTnach oben

Ein Mann mit 50 Jahren wird plötzlich schwer krank und ins Krankenhaus gebracht. Auf dem Operationstisch hat er eine „todesnahe Erfahrung“. Er sieht Gott und fragt ihn: „Ist mein Leben zu Ende?“

Gott beruhigt ihn: „Nein, du hast noch 43 Jahre, 2 Monate und 8 Tage zu leben.“

Nach der OP entscheidet sich der Mann im Krankenhaus zu bleiben, um  sich die Gesichtsfalten glätten, die Lippen unterspritzen und das Bauchfett  entfernen zu lassen und noch so etliches mehr. Nachdem er ja noch so lange zu leben hat, will er das Beste daraus machen und so gut wie möglich ausschauen.

Nach der letzten Operation wird er aus dem Krankenhaus entlassen.
Beim Überqueren der Strasse wird er von einem Auto zu Tode gefahren. Als er dann vor Gott steht, fragt er wütend: „Ich dachte, du hast gesagt, ich hätte noch über 40 Jahre zu leben? Warum hast du mich nicht gerettet?“
Gott antwortet schlicht: „Ich habe dich nicht erkannt!“

LIFT MIT PANNEnach oben

In einem Aufzug befanden sich ein Argentinier, ein Brasilianer, ein knuspriges Mädchen und eine ältere Dame. Plötzlich gibt es einen Kurzschluss in dem Gebäude und auch im bewussten Aufzug geht das Licht aus – er bleibt zwischen den Stockwerken stehen. Man hört das Schnalzen eines Kusses, gefolgt von einer klatschenden Ohrfeige. Nach ein paar Sekunden geht das Licht wieder an und alle schauen betreten drein.

Die alte Dame denkt:
Einer von den beiden hat das Mädchen geküsst und dafür eine Backpfeife bekommen – geschieht ihm recht!

Das knusprige Mädchen denkt:
Einer von den beiden hat wohl versucht, mich zu küssen und ist dabei an die Alte geraten – und die hat ihm eine gehauen.

Der Argentinier denkt:
Dieser Scheiss-Brasilianer hat versucht, die Kleine zu küssen, und da hat die mich gehauen, weil sie dachte, dass ich das war.

Und unser Brasilianer denkt:
Ha, ha, ha! Hab meine eigene Hand geküsst und dann diesem Scheiss-Argentinier mal richtig eine in die Fresse gehauen – wie gut das tat!

DER UNDANKBARE BETTLERnach oben

Der Polizist zerrt einen Bettler auf die Wache – drinnen gibt er ihm ein paar hinter die Ohren und schreit ihn an, dass er jetzt festgenommen sei.

“Du bist nicht nur ein Vagabund, sondern auch noch undankbar“ – schreit er ihn an – “Du Taugenichts“!

“Bin ich nicht, Senhor“! – jammert der arme abgerissene Bettler und hält schützend die Hände über seinen Kopf.

“Wieso nicht“? “Eine ganze Menge Leute haben dich auf der Strasse gesehen und die Szene beobachtet! Du hast ans Haus der Dona Elvira geklopft, um Essen gebettelt, und sie hat dir einen halben Laib Brot gegeben. Aber anstatt dich zu bedanken, hast du gewartet, bis sie wieder drin war, und dann hast du dieser wohltätigen Bürgerin das Fenster mit einem Stein eingeschmissen“!

“War kein Stein“! – stammelte der Bettler ängstlich – “sondern das Brot, was ich von dieser geizigen Kuh gekriegt hab“!

DIE WEISHEITSPILLENnach oben

Auf seiner Inspektionsrunde überrascht der Direktor einer Nervenklinik einen seiner Patienten, der sich über ein paar Pillen in einem Glas halb tot freut.
“Was ist das denn“? – fragt er ihn neugierig geworden.
“Das sind meine Weisheitspillen“! – erklärt der Patient.
“Weisheitspillen“?
“Jawohl! Man nimmt eine und fängt dann an zu überlegen…“
“Wo haben Sie denn die her“?
“Ich selbst hab sie erfunden. Möchten sie eine probieren“?

Neugierig geworden, nimmt der Direktor ein, steckt sie sich in den Mund und kaut vorsichtig.
“Aber das ist doch Scheisse“! – schreit er plötzlich und spuckt aus.
“Sehen sie? Die Pille wirkt bereits“.

DIE BRASILIANISCHE HÖLLEnach oben

Ein unglücklicher Sünder war gestorben und befand sich nun vor dem Tor zur Hölle, wo ihn ein kleiner Teufel empfing und ihm dann die folgende Frage stellte:
“Möchten sie in die brasilianische oder die amerikanische Hölle“?

Der Unglückliche rafft sich zu der Frage auf:
“Wo liegt da der Unterschied“?

“Nun – es gibt hier eine Mauer, die trennt eine Hölle von der anderen. In der brasilianischen musst du einen Eimer mit zwanzig Kilogramm Sch…. zum Frühstück essen, dasselbe zum Mittag und auch als Abendmahlzeit. Dann treibt dich der Oberteufel mit einem Spies ins Höllenfeuer, und dort verbringst du dann die Nacht.

In der amerikanischen Hölle ist es ähnlich, nur brauchst du dort, anstatt eines Zwanzig-Kilo-Eimers, nur eine Untertasse voll zu essen“!

Der Unglückliche denkt nicht weiter nach, sondern entschliesst sich sofort für die amerikanische Hölle, wohin er dann auch gebracht wird. Dort sitzen die armen Sünder alle mit hängendem Kopf und traurig herum, während er von der anderen Seite der Mauer Samba-Musik und Lachen herüber schallen hört – es klingt nach einem grossen Fest.

Neugierig klettert der Unglückliche die Mauer hoch und ruft jemand von drüben zu sich:
“Hei du! Wie könnt ihr einfach feiern, in dieser Hölle? Auf meiner Seite müssen wir eine Untertasse mit Sch…. essen und alle sind traurig, während ihr einen Eimer voll esst und dabei glücklich erscheint“?

“Nun, hier ist Brasilien, nicht wahr? Wenn auch die Hölle, aber doch Brasilien! An einem Tag fehlt der Eimer – am anderen Tag fehlt die Sch…! Am dritten hat der Teufel keine Zeit und kommt nicht! Am nächsten ist Feiertag! Dann fehlt plötzlich Holz fürs Feuer – und so geht’s weiter. Ein einziges Fest“!

SO IST DAS LEBENnach oben

Ein Mann von vielleicht 70 Jahren sitzt auf einer Parkbank. Er schluchzt verstohlen vor sich hin, als vor ihm ein jüngerer Mann auftaucht, anhält und ihn mitleidig fragt:

“Was haben Sie denn, Senhor – kann ich Ihnen irgendwie helfen“? Und der alte Mann schnäuzt sich geräuschvoll und antwortet ein bisschen zögernd:

“Ich habe mich in eine zweiundzwanzig jährige Frau verliebt… ““Aber was ist denn daran so furchtbar“? – fragt der Jüngere.

Es dauert eine Weile, bis der Alte antwortet:
“Das kannst du sicher nicht verstehen. Jeden Morgen bevor sie zur Arbeit geht, lieben wir uns. In ihrer Mittagspause kommt sie schnell nach Hause und wir lieben uns – danach kocht sie mir eine meiner Leibspeisen. Am Nachmittag, wenn sie Zeit hat, kommt sie nach Hause und wir lieben uns wieder – sie versteht was davon! Und schliesslich lieben wir uns dann die ganze Nacht“.

Der alte Mann verstummt, kein einziges Wort kommt mehr aus seinem Mund. Endlich fasst sich der junge Mann ein Herz und fragt ihn teilnahmsvoll:

“Ich verstehe sie wirklich nicht. Es scheint mir, dass sie da ein wunderbares Verhältnis gefunden haben. Was ist also ihr Problem – und warum weinen sie eigentlich“?

Jetzt bricht der alte Mann wieder in Tränen aus und stammelt: “Ich kann mich nicht mehr erinnern, wo ich wohne“!

DAS ALTE MÜTTERCHENnach oben

Sie schlurfte bedächtig zwischen den Auslagen des Supermarkts herum, bis sie das gewünschte Regal mit dem Tierfutter gefunden hatte, dann nahm sie eine Dose mit dem teuersten Katzenfutter heraus und legte es in ihren Einkaufswagen. An der Kasse meinte sie zur Kassiererin:
Für mein liebes Katerchen immer das beste Menü!

Die Frau an der Kasse runzelte die Stirn und sagte dann misstrauisch:
“Entschuldigen sie, Senhora, aber wir dürfen ihnen kein Katzenfutter verkaufen, ohne  den Beweis, dass sie tatsächlich eine Katze haben! Es ist nämlich so: viele alte Leute kaufen Katzenfutter, um es selbst zu essen – also braucht die Geschäftsleitung Beweise, dass sie diese Dose tatsächlich  für ihre Katze kaufen“.

Das geduldige alte Mütterchen ging nach Hause, nahm ihre Katze unter den Arm und zeigte sie der Kassiererin des Supermarktes, welche ihr darauf hin die Dose Katzenfutter verkaufte.

Schon am nächsten Tag befand sich unser Mütterchen wieder in der Warteschlange vor der Kasse des Supermarkts – diesmal mit einem Dutzend der teuersten Hunde-Bisquits. Und die Kassiererin, wie gehabt, erklärte ihr, dass alte Leute auch Hunde-Bisquits zu verspeisen pflegten, weshalb sie einen Beweis für die Existenz eines Hundes in ihrem Haushalt benötige – anderenfalls…

Frustriert kehrte die alte Frau nach Hause zurück, um ihren Hund im Supermarkt vorzustellen – dann bekam sie die Hunde-Bisquits.

Ein weiterer Tag verging, und das alte Mütterchen tauchte vor der Kassiererin mit einer Holzkiste auf und bat die Kassiererin, ihren Finger in das Loch im Deckel zu stecken. Misstrauisch fragte diese:
“Da wird doch keine Schlange in der Kiste sein“?

Das alte Mütterchen beruhigte sie und versicherte ihr, dass nichts in der Kiste sei, was sie beissen könnte. Endlich steckte die Kassiererin ihren Finger in das Loch, zog ihn wieder raus und meinte:
“Hmmmmmm… riecht wie Sch…“!

Das Mütterchen lächelte fein und antwortete ihr:
“Und jetzt, meine Liebe, wären sie so nett und würden mir drei Rollen Toilettenpapier verkaufen“?

SYMPATISCHE GEDANKENnach oben

Die niedliche Mathematiklehrerin ruft unseren cleveren Joãozinho auf und fragt ihn:
”Joãozinho! Es sitzen drei Vöglein auf dem Ast eines Baumes in deinem Garten. Du schiesst in ihre Richtung und tötest einen von ihnen. Wieviele sitzen dann noch auf dem Ast”?

Joãozinho überlegt… und überlegt… und überlegt… und antwortet schliesslich:
”Keiner mehr, Frau Lehrerin”!
”Aber warum denn, Joãzinho? Das ist falsch – aber wie du denkst gefällt mir”!
(Denn natürlich hat Joãzinho gefolgert: Wenn er einen abschiesst, dann fliegen die anderen weg).

Am nächsten Tag meldet sich Joãzinho – wird aufgerufen und fragt die niedliche Mathematiklehrerin:
”Frau Lehrerin: es gehen drei Frauen über die Strasse – alle drei haben ein Eis in ihrer Hand. Die Erste schaut nur herum, die Zweite löffelt ihr Eis, und die Dritte spitzt die Lippen und lutscht das Eis aus der Waffel. Welche von den Dreien ist verheiratet”?

Klar, die Lehrerin ist völlig aus der Fassung – zögernd wiederholt sie:
”Ah, hmm – also die Erste schaut… hm, hm… die Zweite löffelt… hm… und…”
”Also los, Frau Lehrerin, welche von ihnen ist verheiratet”?
”Nun, Joãzinho, ich glaube – nun, die das Eis lutscht – ist es nicht die”?
”Nein, Frau Lehrerin – es ist die mit dem Ring am Finger – aber wie sie denken, gefällt mir”!

FRAUEN SOLLTE MAN NICHT UNTERSCHÄTZENnach oben

Es gab einen schrecklichen Unfall auf einer Vorortsstrasse: zwei Autos prallten frontal aufeinander – das eine mit einer Frau am Steuer, im anderen sass ein Mann. Die beiden Kühlerfronten wurden total zerstört aber, erstaunlicherweise und zur Überraschung der Passanten, kamen die beiden Fahrer mit dem Schrecken davon – beide stiegen mit etwas Mühe aus ihren total zertrümmerten Fahrzeugen.

Der Mann wollte sich sofort mit einem Wortschwall auf die Frau stürzen, aber diese kam ihm zuvor: „Interessant, Sie ein Mann und ich eine Frau, unser beider Autos zerstört und wir beide ohne einen Kratzer – das muss ein Wink Gottes sein – wir sollten uns kennenlernen“!

„Ich bin einverstanden“! sagte der Mann, während er seinen Blick über ihre reizvolle Gestalt gleiten liess – und die Frau sprach weiter:
„Ich bin ganz sicher, dass es ein göttliches Zeichen ist, und sehen sie mal“ – sie machte sich hinter der halb offen stehenden Tür ihres schrottreifen Autos zu schaffen und holte eine Tüte hervor – ”noch ein Wunder, diese Flasche Wein ist heil geblieben bei all der Zerstörung! Also trinken wir sie auf unser Schicksal, auf unser beider Leben, die auf so wunderbare Weise bei diesem Unfall behütet worden sind – Saúde“!

Und die Frau gibt ihm zuerst die Flasche, welche der Mann nach einem zustimmenden „Saúde – auf unser Schicksal“! an seine Lippen setzt und zur Hälfte austrinkt. Dann reicht er sie der Frau zurück. Die setzt den Korken wieder auf den Flaschenhals und trinkt selbst keinen Tropfen. Der Mann versteht nichts und fragt:
„Und werden Sie zur Feier des Tages ihre Hälfte nicht trinken“?

Da antwortet ihm die Frau:
„Jetzt nicht. Ich werde erst einmal auf die Polizei warten“

DER CABOCLO, DER PATER UND DER STUDENTnach oben

Ein Student und ein Pater reisten durch den brasilianischen „Sertão“. Unterwegs hatten sie einen einheimischen „Caboclo“ angeheuert, einen Mestizen aus der Gegend, der ihr Gepäck trug. Der Pater hatte zum Dank für eine Messe, die er bei einer Familie gelesen, einen kleinen runden Ziegenkäse geschenkt bekommen, aber er wusste nicht, wie er ihn mit seinen Reisegenossen aufteilen sollte – da bei gleicher Teilung jeder nur ein sehr kleines Stück bekommen hätte. Also eröffnete er seinen Begleitern, dass der Käse dem allein gehören sollte, der den schönsten Traum haben würde. Und dabei dachte er selbst die beiden andern mit seinen oratorischen Fähigkeiten zu übertrumpfen. Alle stimmten dem Vorschlag zu und gingen schlafen. In der Nacht wachte der „Caboclo“ auf, schnappte sich den Käse und ass ihn genüsslich auf.

Am nächsten Morgen setzten sie sich an den kargen Tisch ihrer Herberge zum Frühstück – jetzt sollte jeder seinen Traum erzählen. Der Pater sagte, er habe von der Jakobsleiter geträumt und beschrieb sie sehr detailliert – mit ihr sei er geradewegs in den Himmel geklettert. Dann war der Student an der Reihe – er beschrieb lebhaft, wie er in seinem Traum bereits im Himmel war und auf den Pater wartete, der gerade am Hinaufklettern gewesen wäre.

Nun lächelte der „Caboclo“ und sagte: „Ich träumte, dass ich sie, Senhor Padre, mit der Leiter in den Himmel hinaufklettern sah – und dort oben sah ich auch den Senhor Doutor warten, von vielen Engeln umgeben. Ich, hier unten auf der Erde habe geschrieen: „Senhor Doutor, Senhor Padre, der Käse! Die Herren haben den Käse vergessen!“ Und da haben Sie beide aus dem Himmel zurückgerufen: „Iss den Käse, Caboclo! Iss den Käse, Caboclo! Wir sind jetzt im Himmel und wollen keinen Käse! Der Traum war so realistisch, dass ich geglaubt habe, er sei Wahrheit – also habe ich mich erhoben, während Sie schliefen, und habe den Käse aufgegessen.“