Isolierte Indiogruppen

Veröffentlicht am 7. November 2009

ISOLIERTE INDIANER IN EIGENEN ITs

TERRITORIUM BUNDESSTAAT SITUATION
IT Alto Tarauacá Acre Bekannt als Indianergebiet
IT Hi Merimã Amazonas Bekannt
IT Massaco Rondônia rechtskräftig und registriert
IT Rio Omerê Rondônia Bekannt
IT Rio Muqui Rondônia Eingeschränkte Nutzung
IT Rio Pardo Amazonas und Mato Grosso Eingeschränkte Nutzung
IT Xinane Acre Zustand der Identifizierung

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ISOLIERTE INDIANER IN ANDEREN, SCHON ANERKANNTEN ITs

TERRITORIUM BUNDESSTAAT SITUATION
IT Awá
(Guajá gezählt und isoliert)
Maranhão Bekannt, kurz vor Beschluss
IT Avá Canoeiro
(gezählt und isoliert)
Goiás Bekannt
IT Arara vom Rio Branco Mato Grosso Rechtskräftig + registriert
IT Aripuanã
(Índios Cinta Larga und Isolierte)
Rondônia Rechtskräftig + registriert
IT Caru
(Guajarara und isolierten Guajá)
Maranhão Rechtskräftig + registriert
IT Kampa und Isolierte
vom Rio Envira
Acre Rechtskräftig + registriert
IT Kaxinawa vom Rio Humaitá Acre Rechtskräftig + registriert
IT Koatinemo
(der Asurini)
Pará Rechtskräftig + registriert
IT Menkragnoti
(Menkragnoti und isolierte Mengra Mrari)
Pará Rechtskräftig + registriert
IT Mamoadate
(der Machineri und Jaminawa)
Acre Rechtskräftig + registriert
IT Rio Tea
(der Maku Nadeb und isolierte Maku)
Amazonas Rechtskräftig + registriert
IT Raposa/Serra do Sol
(die Ingarikó behaupten, dass in Monte Caburaí, dem unzugänglichen Teil des Parque Nacional Monte Roraima, eine isolierte Gruppe Indianer lebt)
Roraima Bekannt
Parque Indígena do Tumucumaque
(isolierte Akurio)
Pará
Amapá
Rechtskräftig + registriert
IT Uru-Eu-Wau-Wau
(zwei isolierte Gruppen
Rondônia Rechtskräftig + registriert
Tal des Javari verschiedene isolierte Gruppen:
(am Jandiatuba, am Oberen Jutaí, am São José, am Quixitos, am Itaquaí und Mayá)
Amazonas Rechtskräftig
IT Waimiri Atroari
(isolierte Piriutiti inner- und ausserhalb des IT)
Amazonas
Roraima
Rechtskräftig + registriert
IT Xikrin vom Cateté Pará Rechtskräftig + registriert

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ISOLIERTE INDIANER IN NOCH NICHT ANERKANNTEN ITs

VOLK LOKALITÄT
Arama/Inauini Die Jamamadi vom Rio Purus und eine Familie, die am Igarapé Kanamari wohnt, haben die Behörden über eine isolierte Gruppe in dieser Region des Inauini informiert. Im Oktober 1985 wären einige dieser Indianer auf dem anderen Ufer ihres Flüsschens erschienen, vor dem Haus der Familie Katukina.
Distrikt von Pauini/Amazonas.
Isolierte vom Rio Tapirapé Diese Indianer leben am Oberlauf des Rio Tapirapé, Zufluss am linken Ufer des Rio Itacaunas.
Im Distrikt Senador José Porfírio / Bundesstaat Pará.Porfírio/PA.
Isolierte vom Rio Liberdade Schon seit Jahren behaupten die Metuktire, dass es in der Region des Rio Liberdade “wilde“ Kayapó geben soll, wo sie Spuren dieser Indianer gefunden haben. Es scheint sich um dieselbe Gruppe zu handeln, die von den Metuktire am „Von-Martius-Wasserfall“ gesichtet wurde, wenige Stunden vom Rio Liberdade. Sie erkannten drei Indianer mit langem Haar, die auf die Metuktire schossen, mit einem typischen Kaiyapó-Pfeil, am 25.10.1990.
Im Distrikt von Luciara und Vila Rica/Mato grosso und vielleicht in São Felix do Xingu.
Isolierte Guajáin der REBIO vom Gurupi Es gibt Informationen über eine Gruppe von isolierten Guajá im Innern der Biologischen Reserve von Gurupi.
Isolierte von Jacareuba/Katawixi Lokalisiert worden am Rio Jacareúba, Zufluss am rechten Ufer des Rio Purus, Distrikt von Canutama/Amazonas. Die Katawixi, ehemals eine grosse Gruppe, wohnten entlang des Rio Purus und seiner Nebenflüsse, heute gibt es nur noch ein kleines Dorf am Rio Mucuim, Zufluss vom rechten Ufer des Rio Purus, in Lábrea/Amazonas.
Isolierte des Igarapé Muriru und Pacutinga Aufenthalt zwischen den Flüssen Juruena und Aripuanã, im Distrikt von Aripuanã/Mato Grosso. Die Rikbaktsa sagen, dass sie schon mit dieser gruppe Kontakt hatten, die sie Yakara Waktá (Waldbewohner) nennen. Es handelt sich um 20 bis 30 Indianer, die in der Trockenzeit zum Rio Aripuanã wechseln. Nach den Spuren zu urteilen (Ernährung) kann es sich um eine Untergruppe der Apiaká handeln. 1985 hat der Jesuit Balduino Loebens während eines Überflugs ihre Felder lokalisiert – deselbe Missionar sagte, dass 1984 ein Gummisammler diese Indianer entdeckt hätte. Nach dem Anthropologen Rinaldo Arruda wurde die gruppe im IT “Escondido“ der Rikbaktsa beobachtet.
Isolierte Kayapó Pituiaro
(Rio Merure)
Diese Kayapó-Gruppe trägt den Namen ihres Ältesten, der sie führte, als sich 1950 die “Kuben Kran Ken“ mitten in einem Angriff der Kokraimoro aufspalteten. Diese Gruppe pendelt zwischen der Region des Rio Merure und dem Gebiet der Kuben Kran Ken herum, Distrikt Altamira / Pará. Im August 1977 entdeckte der Antropologe Gustaaf Verswijver während eines Flugs nachSantana do Araguaia, ein Dorf der Pituiaro am Ufer des Rio Merure – einen Kreis von 5 oder 6 Häusern im traditionellen Kayapó-Stil, umgeben von einem Höhenzug.
Isolierte Kayapó Pu´ro Diese Gruppe bildete sich 1940, als 25 Indianer aus der Partei des Häuptlings “Tapiete“ das Dorf Mekragnoti verliessen und nicht mehr zurückkehrten. Die gegenwärtigen Mekragnoti nennen diese Gruppe “Pu´ro“. Sie sagen, dass sie immer noch am unteren Rio Curuá wohnen.
Isolierte Apiaká 1984 informierte der Antropologe Eugenio Wenzel, der selbst 15 Jahre bei den Apiaká gelebt hat, das es Hinweise auf die Existenz einer Apiaká-Gruppe gäbe, die nach Kontakten mit der regionalen weissen Gesellschaft und nach Massakern durch die Gummibarone Anfang des 20. Jahrhunderts, geflüchtet sei und sich von den grösseren Flüssen zurück-gezogen hätten. Heute lebten sie im Gebiet der Flüsse Ximari und Matrinxã, zwischen dem Teles Pires und dem Juruena
Im Distrikt Alta Floresta/Mato Grosso.
Isolierte Tupv
vom Rio Madeirinha
Genannt “Piripicura” von den Gaviâo-Indianern des IT Igarapé Lourdes, leben diese Indianer im gebiet der Flüsse Branco und Madeirinha, Nebenflüsse des Rio Roosevelt
Im Distrikt von Aripuanã/Mato Grosso.
Isolierte vom Rio Karipuninha Bewohner der Region des Rio Karipuninha haben Angst, den Fluss in Richtung seines Oberlaufs hinaufzufahren, wegen der zahlreichen Spuren von “wilden“ Indianern, die sich dort herumtreiben sollen. Der Rio Karipuninha ist ein Zufluss vom linken Ufer des Rio Madeira, ungefähr 100 km oberhalb von Porto Velho, und sein Oberlauf befindet sich in der Nähe der Grenze zwischen Rondônia und dem Bundesstaat Amazonas.
Isolierte vom Bararati Zu den Plänen und Absichten der FUNAI von 1987 gehörte auch die Kontaktaufnahme mit isolierten Indianern an den Flüssen Bararati und Maracanã (Distrikte von Apuí und Sucurundi/Amazonas).
Rio Candeias Informationen von der Existenz dieser Gruppe motivierte eine Expedition der “Equipe da Frente de Contato Guaporé“ im Jahr 1998. Sie durchwanderten 90 km am rechten Ufer dieses Flusses, ohne Resultat. Sie fanden nicht einmal Spuren einer indianischen Besetzung in diesem Gebiet – jedoch fehlt die Untersuchung eines grossen Teils dieser Gegend.
Isolierte vom Tanaru Es gibt nur einen Überlebenden. Sein Volk verschwand durch die gewaltsame Besetzung dieses Gebiets im Süden von Rondônia, in der “Gleba Corumbiara“.
Waiãpi
vom Rio Ipitinga
Eine isolierte Gruppe der Waiãpi, die von den anderen Waiãpi als „Ianeana“ bezeichnet werden und am Rio Amapari leben. Vereinzelte Hinweise seit 1973, als eine Equipe der FUNAI während eines Überflugs drei Häuser und Felder am Igarapé Água Preta entdeckte, einem Nebenfluss des oberen Ipitinga, im Distrikt Almeirim/Pará. Diese Behausungen wurden erneut 1975 durch die CPRM – „Companhia de Pesquisas de Recursos Minerais“ gesichtet und 1978 von Beamten der FUNAI. Die Wayana-Aparai des “Parque do Tumucumaque” sagen, dass der Angriff auf den Goldclaim Pedro Lobo, am unteren Rio Paru 1982, dieser Gruppe zuzuschreiben ist.
Waiãpi
vom oberen Rio Amapari
Die Antropologin Diminique Gallois berichtete 1990, dass seit 1987 Goldschürfer an der “Perimetral Norte” erzählten, dass sie wiederholte Male Spuren der Anwesenheit von einer isolierten Eingeborenengruppe an den Quellen des Rio Amapari gefunden hätten. In Übereinstimmung mit den Waiãpi vom Rio Amapari handelt es sich um Überlebende der Gruppe “Amapari Wan“, die sich von den andern schon vor zirka 50 Jahren getrennt haben. Mitglieder derselben Gruppe leben in den Dörfern “Mariry“ und “Camopi“.