Rock in Rio 1

Veröffentlicht am 1. November 2009

Ein Traum wird Wirklichkeit
Am 11. Januar 1985, als die „Cidade do Rock“ ihre Tore für 1.380.000 Fans öffnete – soviel wie für fünf Woodstocks – ahnte niemand, dass sich dieser von Roberto Medina realisierte Traum in den grössten Rock-Event aller Zeiten verwandeln würde: durch seine untadelige Organisation, durch die positive Einstellung aller Beteiligten und der Fans und durch die Umsicht, mit der auch kleinste Details beachtet worden waren – angefangen von den Bauten der „Cidade do Rock“ bis zu den grössten Bands von internationalem Renomé.

Gesponsert von der Bierfabrik Brahma, wuchs das „Rock in Rio I“ weit über ein simples Rock-Festival hinaus – es bewies vor allem, dass die Harmonie unter den Menschen möglich ist und eroberte für Brasilien einen Platz auf der Route der grossen internationalen Shows. Es waren 10 Tage, 90 Stunden, 5.400 Minuten der Musik und phantastischer Emotionen! „Alle in einer Richtung, nur mit einer Stimme in einem einzigen Lied“, so das musikalische Thema der Veranstaltung.

Die Geografie einer Stadt mit 1.380.000 Einwohnern
Eine ganze Stadt auf einem Terrain von 250.000 m² zu errichten, im Stadtteil Barra da Tijuca, in der Westzone von Rio, war kein leichtes Unterfangen. Um das Terrain zu nivellieren brauchte man 77.000 Lastwagen! Diese Mathematik stratosphärischer Zahlen war übrigens typisch für „Rock in Rio I“:

Die Bühne – mit insgesamt 5.000 Quadratmetern Fläche – hatte drei bewegliche Teile und eine den Zuschauern zugewandte Seite von 80 Metern Breite. Innerhalb des Geländes der „Cidade do Rock“ gab es 2 Hospitality-Center, 2 gigantische Fast-Foods, 2 Biergärten, 2 Shopping-Center mit 50 Geschäften und 2 Hubschrauber-Landeplätze.

Für die damalige Zeit bekam die „Cidade do Rock“ die technisch ultimative Beleuchtung. Das gesamte System wurde von zwei Computern gesteuert, womit man fantastische, bewegliche Licht- und Farbeffekte produzieren konnte. Und das vor nunmehr 17 Jahren! Das Energiepotential war ausreichend für eine Stadt von 180.000 Einwohnern. Und zum ersten Mal wurden sogar die Zuschauerränge beleuchtet – eine Extra-Show.

Noch ein paar Zahlen des „Rock in Rio 1“
Die Sponsoren, welche ihre Produktmarken innerhalb der Cidade do Rock präsentiert hatten, erlebten einen spektakulären Verkaufserfolg. Während der 10 tollen Tage der Veranstaltung wurden konsumiert:
– 1.600.000 Liter Getränke in 4 Millionen Bechern.
– 900.000 Sandwichs
– 7.500 Kilogramm Nudeln
– 500.000 Pizza-Stücke
– 800 Kilogramm Hairstyling-Gel

Mc Donalds verkaufte, an einem einzigen Tag, 58.000 Hamburger und sicherte sich damit einen Platz im Guiness-Book der Rekorde. Und dieser Rekord ist auch von der Firma selbst seither nicht mehr eingestellt worden. In der Festival-Zeit wurden ausserdem 1.900.000 T-Shirts der Veranstaltung verkauft.

Internationale Künstler beim „Rock in Rio I“ waren:
ACDC, Al Jarreau, B52, George Benson, GO Go’s, Iron Maiden, James Taylor, Nina Hagen, Ozzy Osbourne, Queen, Rod Stewart, Scorpions, White Snake, Yes.

Brasilianische Künstler beim „Rock in Rio I“ waren:
Alceu Valenca, Barão Vermelho, Blitz, Eduardo Dusek, Elba Ramalho, Erasmo Carlos, Gilberto Gil, Ivan Lins, Kid Abelha, Lulu Santos, Moraes Moreira, Ney Matogrosso, Paralamas de Sucesso, Pepeu Gomes, Rita Lee.