Rock in Rio

Veröffentlicht am 1. November 2009

ROCK IN RIO – DAS GRÖSSTE MUSIK-FESTIVAL ALLER ZEITEN

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Im Jahr 1985 fand erstmalig das Festival “Rock in Rio” statt. Dreimal war die Metropole unter dem Zuckerhut Gastgeber dieses gigantischen Spektakels, bevor das Event aus wirtschaftlichen Gründen in die portugiesische Hauptstadt verlegt wurde. In diesem Jahr findet “Rock in Rio” neben Lissabon zudem noch in Madrid statt. Der BrasilienPortal Podcast blickt auf die bisherigen Festivals zurück, erzählt von Stars und Rekorden und wagt einen Ausblick in die Zukunft der wohl berühmtesten Musikveranstaltung der Welt.

HISTORISCHES
Seit mehr als 30 Jahren hat sich Roberto Medina im Medienmarkt und in der Realisation grosser Veranstaltungen engagiert, und ehrt damit das Vermächtnis seines Vaters, Abraham Medina, der es wie kein anderer verstand, das Potential von Rio de Janeiro für den Tourismus auszuschöpfen, mit einer Serie von Veranstaltungen, die in die Geschichte der Stadt eingegangen sind.

Nachdem es ihm 1980 gelungen war, Frank Sinatra nach Brasilien zu bringen, war Roberto Medina davon überzeugt, dass sein Land alle Attribute besässe, um in den Kreis des internationalen Show-Business aufgenommen zu werden, was neben den Künstlern aus aller Welt auch einen Aufschwung im Tourismus und entsprechende Arbeitsplätze zu schaffen versprach. Damals kreierte er den „Rock in Rio“ – das grösste Musik-Festival aller Zeiten, mit Präsentationen 1985, 1991 und 2001 in Rio de Janeiro und 2004 in Lissabon.

Seine Idee, diese Veranstaltung in Rio de Janeiro zu organisieren, führte Medina über alle Grenzen hinweg zu Gesprächen und Verhandlungen mit internationalen Konzertagenten und Journalisten, um sie vom Erfolg seines Vorhabens zu überzeugen. Und es gelang ihm, einige der grössten Stars der internationalen Musikszene in die Stadt zu verpflichten, die er später selbst „Cidade do Rock“ (Stadt des Rock) getauft hat. Und diesem neuen Namen ist Rio de Janeiro ab dem Jahr 1985 über zehn Jahre lang treu geblieben.

Sechs Jahre später entschied sich Roberto Medina, den zahlreichen Wünschen nach einem neuen Festival zu entsprechen. Nach „Rock in Rio I“ hatte sich der Markt des Show Business zu einer Realität für die brasilianischen Unternehmer entwickelt und auch an Glaubhaftigkeit unter den internationalen Agenten gewonnen. Obgleich die wirtschaftliche Situation Brasiliens nicht gerade günstig erschien, gelang es Medina, alle Schwierigkeiten zu überwinden und im Stadion Maracanã die zweite Ausgabe des Festivals zu organisieren – innerhalb von 9 Tagen vereinte er hier 700.000 Fans.

Zehn Jahre später ging dann in Erfüllung, was Tausende Brasilianer schon so lange geträumt hatten: An derselben Stelle des ersten „Rock in Rio Festivals“ wurde eine neue „Cidade do Rock“ gebaut, als Veranstaltungsort der dritten Ausgabe des Festivals, die man „Rock in Rio por um Mundo Melhor“ taufte – Rock in Rio für eine bessere Welt. Denn diesmal ging es nicht nur um Musik und Unterhaltung bei der Veranstaltung: dieser Event war vor allem von sozialem Engagement geprägt.

Roberto Medina sah in dieser Veranstaltung die beste Gelegenheit, Personen für eine BESSERE WELT zu mobilisieren. Und so bewirkte die Idee des Unternehmers, dass man einen Teil der Einnahmen des Festivals „Rock in Rio por um Mundo Melhor“ für soziale Projekte zur Verfügung stellte. Dank dieser Initiative konnten Tausende von Jugendlichen aus Favelas und anderen bedürftigen Kommunen aus Rio de Janeiro ihren Schulabschluss machen.