Musik von Nord nach Süd

Veröffentlicht am 4. November 2009

DER NORDEN

In Pará, Amazonas und den anderen Ländern Amazoniens, ist der Einfluss aus der Karibik unverkennbar. Am populärsten ist in dieser Region der „Carimbó„, ein Rhythmus der an den Merengue erinnert und von Trommeln, Blasinstrumenten – gewöhnlich Klarinette – und Saiten – besonders dem Banjo – begleitet wird. Bemerkenswerte Vertreter sind Pinduca – der König des „Carimbó“, Veriquete und Vieira. Letzterer hat, aus der ebenfalls in Brasilien kreierten „Lambada“, eine ganz persönliche Version des „Carimbó“ abgeleitet. Das Lied „Bate Forte o Tambor“ (Schlag‘ fest die Trommel), von der Gruppe „Carapichu“, stammt ursprünglich aus dem Ort Parintins, am Amazonas, und war ein internationaler Hit geworden. Auf der Marajó-Insel in der Amazonasmündung, einer Gegend, in der die Tradition auch in der Musik hochgehalten wird, haben sich Versionen von Tänzen aus dem 18. Jahrhundert erhalten, wie zum Beispiel der „Lundú“ und der „Chula„.

DER NORDOSTEN

Eine Palette, die von schwarz-afrikanischer Musik bis zu den Klängen des portugiesischen Mittelalters alles beinhaltet. In kolonialer Zeit verwandelte die Kirche jene musikalische Energie des Volkes in religiöse Singspiele, Chorgesang und ebensolche Tänze – eine grosse Anzahl davon sind noch heute erhalten. Der „Bumba-Meu-Boi“ ist ein Volksdrama, in dessen Ablauf ein Ochse getötet und dann wieder zum Leben erweckt wird. Besonders populär in den Bundesstaaten Maranhão und Piauí, findet man Varianten des Themas aber auch weiter weg, wie zum Beispiel in Amazonien, wo man es „Boi-Bumbá“ nennt – mitgebracht von den Flüchtlingen aus dem trockenen Nordost-Sertão, die sich in Amazonien niedergelassen haben. Sogar bis in den Süden, dem Bundesstaat Paraná, ist das Thema des nordöstlichen Ochsen vorgedrungen, wo man es unter der Bezeichnung „Boi-Mamão“ kennt.

Sehr populär, an der Küste zwischen Ceará und Paraíba, ist das nautische Drama der „Marujada„, das aus dem antiken Portugal stammt. Es besingt das Schicksal des Schiffes „Nau Catarineta“ inmitten der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Mauren und Christen. Die Musikbegleitung wird von Gitarren, Schlaginstrumenten und der Ganzá-Ratsche bestritten. Einen Schwerttanz, den „Reisado„, findet man in den Bundesstaaten Alagoas, Sergipe und Pernambuco. Zu Ehren der „Drei Könige“ findet er zwischen Weihnachten und dem 6. Januar statt. „Caboclinhos“ – mit Tänzern als Indianer verkleidet – und „Guerreiros Alagoanos“ – mit einem Gemisch aus weissen und indianischen Tänzern – sind folkloristische Manifeste uralter Tradition. Letztere werden musikalisch begleitet von einer traditionellen nordöstlichen Gruppe, die sich „Terno de Pífanos“ nennt – tragendes Instrument ist die vertikale Flöte (Pífano), zusammen mit „Maracás“ (Rasseln) und dem „Ganzá“ (Ratsche). Besonders berühmt ist die Gruppe „Banda de Pífanos de Caruarú“, aus Pernambuco, die man inzwischen auch auf CDs finden kann.

Die Tanzmusik des Nordostens wird allgemein mit dem Sammelbegriff „Forró“ bezeichnet.
Interessant ist die Tatsache, dass man die Bezeichnung vom englischen Ausdruck „For all“ abgeleitet hat: Als englische Gleisarbeiter in Pernambuco, um die Jahrhundertwende, die ersten Schienen verlegten, veranstalteten sie an den freien Wochenenden Tanzabende, die auch den Einheimischen zur Teilnahme offenstanden. Und die erst einmal etwas schüchtern am Rand stehenden „Nordestinos“ wurden mit einer einladenden Geste und den Worten „Come on in, it’s for all“! zum Mittanzen aufgefordert. Dieses im Kopf der einfachen Menschen nur als Lautmalerei haftende „For all“ wurde schliesslich in „Forró“ abgewandelt. Andere, sehr beliebte Tanzvergnügen der Region sind der „Ciranda“ (ein Kreis-Tanz), der „Coco“ (Tanz der Fischer), der „Bate-Coxa“ (Schenkel-Knaller) und der „Bambelô„. In Karnevalszeiten kann man in Recife / Pernambuco den „Frevo“ erleben – getanzt von jungen Männern mit einem Sonnenschirm in der Hand. Oder die sehr stattlich und bunt kostümierten afrikanischen „Maracatu“-Tänzer, mit ihrem schwarzen König und ihrer Königin.

Der Nordosten ist ebenso reich an den verschiedensten Musikstilen – wie z. B. den „Desafios„, den „Emboladas„, den „Cocos“ und „Aboios„. Die „Desafios“ (Provokationen) sind von den sogenannten „Repentistas“ und den „Violeiros“ perfektioniert worden, die sich selbst auf einer Gitarre begleiten, wenn sie ihr verblüffend reichhaltiges Repertoire an poetischen Versen unters Volk streuen. Diese Bänkelsänger des Nordostens treten in der Regel zu zweit auf, meistens auf offenen Märkten (z.B. Caruaru/Pernambuco), wo sie zur Einleitung, um das Volk zum Stehenbleiben und Zuhören zu bringen, eine historische Ballade präsentieren – vom bösen Räuber „Lampião“, zum Beispiel, oder die Geschichte der „Mulher Boa“ (der guten Frau – einer wegen ihres frühen Todes von den Männern vielbetrauerten Prostituierten) – ihr Repertoire ist unerschöpflich.

Nachdem sich ein paar Zuschauer um sie gruppiert haben, gehen sie im Wechselgesang dazu über, sich gegenseitig Schmähungen (Desafios) in gereimter Form an den Kopf zu werfen – beziehungsweise, zu singen, und zum Entzücken der Zuschauer erfahren diese vom einen Sänger, dass der andere „in Recife eine Geliebte habe, die Raimunda heisse und ihn bei seinen Reimen inspiriere“. Kaum hat er geendet, gibt jener zurück „er sei besser bedient mit seiner Raimunda, als sein Kamerad, der nur eine Ziege zu seiner Inspiration besässe“ – die Zuhörer stehen jetzt Kopf an Kopf, denn die Geschichte wird spannend – und schon kontert der erste:

„Alle Frauen kosten Geld, wollen Schmuck und schöne Kleider, noch dazu einen Mann von Welt, der du nie wirst – leider, leider!

Meine Ziege dagegen frisst nur Kräuter, mit Männern hat sie nichts am Hut, meine Marotten stören sie auch nicht weiter, und sie gibt Milch, ist das nicht gut“?

Gelächter unter den Zuschauern, das aber sofort abebbt, als der zweite Sänger dagegenhält:

„Das mit der Milch, da lass‘ ich mich erweichen,“ sonst aber gibt es keinen Grund meine Raimunda mit deiner Ziege zu vergleichen, schon bei deren Gestank würde mir’s zu bunt!

Ah, das Parfüm einer Frau, ihre süssen Worte, ihr zärtliches Fleisch – ein wahrer Hochgenuss! Entzückt steh‘ ich vor Raimundas Pforte – und rate Dir: mach‘ mit Deiner Ziege Schluss!

Und jetzt wiehern die Zuschauer vor Vergnügen – die angedeuteten Versfeinheiten provozieren immer wieder schallende Lachsalven. Natürlich geht die Geschichte noch eine ganze Weile so weiter, bis die beiden erfahrenen „Repentistas“ die sie umstehenden Personen in eine Art Hochstimmung hineinmanövriert haben, in der sie einen Angriff auf sich selbst nicht mehr als Beleidigung auffassen. Ganz plötzlich nehmen die beiden nun einen etwas beleibten Herrn unter den Zuschauern aufs Korn und lassen sich über sein rosiges Antlitz aus, und seinen dicken Wanst natürlich – während der eine den ersten improvisierten Vers zum besten gibt, überlegt sich der Andere den zweiten, ohne die geringste Pause setzen sie Vers an Vers – eine tolle Leistung, die auch die Zuschauer noch mehr in Fahrt bringt, am liebsten möchten sie sich jetzt auf dem Boden kugeln und kriegen kaum noch Luft vor Lachen. Nacheinander werden andere, möglichst irgendwie auffällige Personen auf die Schippe genommen – und je besser die beiden Sänger sind, umso mehr Trinkgelder sammeln sie schliesslich ein. Wir sagten es schon: Musik ist in Brasilien noch Kommunikation von Mensch zu Mensch.

Die „Emboladas“ und „Cocos“ sind ähnlich, aber im Rhythmus etwas schneller – der eine wird von einem Tamburin begleitet, der andere mit einem Stück Holz auf einer Kiste geschlagen. Die „Aboios“ sind Jäger-Songs, verbunden mit dem Landleben, mit Rinderherden und den „Vaqueiros“ (brasilianischen Cowboys). „Repentistas“ und „Emboladores“ kann man im gesamten Nordosten entdecken, dort wo Menschen öffentlich zusammenkommen, sind sie nicht weit. Der bekannteste „Repentista“ Brasiliens ist inzwischen Octacilio Batista do Pajeú, der vor dem Papst Johannes Paul II., anlässlich seines Besuchs im Nordosten, auftreten durfte.

Auch von profilierteren Gruppen wird die Musik des Nordostens verbreitet. Musiker, die sich auf die musikalischen Wurzeln ihrer angestammten Heimat beziehen, wie das „Quinteto Violado“, „Ariano Suassunas Orchestra Armorial“ oder „Cussy de Almeidas Quinteto Armorial“. Sowohl dem famosen Akkordeon-Spieler Luiz Gonzaga, als Veteran, als auch dem populären Sänger Alceu Valença, beiden gebührt der Ruhm, die Musik des brasilianischen Nordostens in die internationalen Charts gebracht zu haben. Infolge der grossen Abwanderung der Menschen aus dem trockenen Interior des Nordostens in die Grossstädte des Südostens, kann man inzwischen ihre typische Musik genauso in Rio oder São Paulo hören, wie in Recife.

Salvador da Bahia
Hier schlägt das Herz Afro-Brasiliens – ein sehr musikalisches Herz, geformt in der Yoruba-Religion, herübergebracht mit den Sklaven aus Nigeria und Angola. In Bahia ist der Kult unter der Bezeichnung „Candomblé“ bekannt – die „Orixá“-Götter werden durch Gesang und Tanz verehrt und pflegen sich der Körper von Medien in Trance zu bedienen, um mit ihren Adepten in Verbindung zu treten. Die Zeremonien finden in so genannten „Terreiros“ statt, welche von „Pais-de-Santo“ (Hohepriestern) und „Mães-de-Santo“ (Priesterinnen) geleitet werden. Die mehrheitlich weiblichen Medien, ganz in Weiss gekleidet, bewegen sich graziös zu gesungenen „Pontos“, einem Hintergrund-Gesang der Gemeinde, einer choralen Musik, die von den „Atabaques“-Trommeln dröhnend akzentuiert wird. Die in Salvador bekanntesten „Terreiros“ sind die von „Mãe Olga de Alaketo“ und von „Mãe Menininha de Gantois“. Ähnliche afro-brasilianische Kulthandlungen sind über ganz Brasilien verbreitet.

Ein anderes vitales Element der bahianischen Volksmusik ist der „Capoeira“ genannte Fusskampf der Sklaven, heute zu einem akrobatischen Ballet verfeinert, in dem die typischen Angriffs- und Abwehrschläge verhalten und in die elegante Ästhetik und Anmut afrikanischen Tanzes verwoben werden – unterstützt von der musikalischen Untermalung des „Berimbau„, eines Bogens mit Drahtbespannung, der mit einer Münze rhythmisch gezupft und angeschlagen wird, und dem eine Kalebasse den Klangkörper verleiht. Dies ist einer der erregendsten Sounds, die man in den Strassen von Salvador zu hören bekommt. Wenn er erklingt, dann zu einer Reihe von „Toques“ oder Gesängen – wie zum Beispiel des „São Bento Grande“, „Angola“, „Benguela“ oder der „Cavalaria“ – welche die einzelnen Capoeira-Figuren begleiten. Als Zuschauer ist man, im wahrsten Sinn des Wortes, fasziniert von der unglaublichen Körperbeherrschung eines guten „Capoeirista“ – vielmehr von beiden – die sich auf Füssen und Handflächen umkreisen, einen Tritt oder Schlag millimetergenau zu führen oder zu verhalten wissen, Sprünge machen, die die Schwerkraft auszuschalten scheinen und das gesamte Gewicht ihres Körpers auf einem einzigen Finger zu balancieren verstehen. Unzweifelhaft afrikanischen Ursprungs, hat sich der „Capoeira“ aus einem lebensgefährlichen Verteidigungskampf gegen die Sklavenjäger entwickelt und zu seiner heutigen Ballett-Form gefunden, seit der berühmte „Mestre Bimba“ im Jahr 1932 in Salvador seine Akademie gründete.

Erwähnenswert, in diesem Zusammenhang, ist auch der Stock-Tanz „Maculelé„, der im Training der „Capoeiristas“ eine vorbereitende Rolle spielt. Zwei der bekanntesten Capoeira-Gruppen auf CD sind „Camafeu de Oxóssi“ und „Cordão de Ouro“. Während des bahianischen Karnevals kann man dem „Afoxé“ beiwohnen, einem ernsten religiösen Tanz, der nur von Trommeln begleitet wird.

Sogar international kennt man einen berühmten Sänger Bahias aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts, mit Namen Dorival Caymmi, der 1914 in Salvador geboren wurde. Guter Komponist, mit einer einfach wundervoll männlichen Stimme, war er gewissermassen einer der Vorläufer des „Bossa Nova“. Er kam im Alter von 24 Jahren nach Rio de Janeiro (1938), wo er fortan immer gelebt hat – nur sein Herz blieb zurück in Salvador. Innerhalb eines Jahres trat er mit seinen eigenen Kompositionen auf „O que é que a Baiana tem?“ und „A Preta do Acarajé“, mit Carmen Miranda. In den darauf folgenden Jahren entwickelte er sich zu einer nationalen Ikone und lebendem Symbol seines nativen Bahia. Vor allem seine Lieder über die Fischer von Salvador enthalten eine geradezu erregende Spannung in ihrer Interpretation durch Caymmi selbst, die Musik vermag tatsächlich fast optische Bilder von den besungenen Dramen zu vermitteln. Halten Sie mal Ausschau nach einer CD von ihm, mit Songs wie „O Mar“ oder „O Vento“, „Promessa do Pescador“ oder „A Lenda do Abaeté“ – Sie werden sie alle lieben, auch wenn Sie die Worte nicht verstehen!

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Wenn man sich einmal in São Paulo ein bisschen umsieht, begreift man schnell, dass man sich hier auf einem musikalischen Terrain aller Stilrichtungen bewegt – nicht zuletzt durch die zahlreichen Emigranten aus allen Teilen des Landes – aber man entdeckt auch viele traditionelle Volkstänze und Musik, in der ein afrikanischer Beigeschmack nicht überhört werden kann. Auf vielen religiösen Festen findet man hier die „Congadas“ – europäische Konflikte zwischen Mauren und Christen, hier aber getanzt von Schwarzen. Den „Mozambique„, einen Stocktanz für Männer, während der „Samba de Lenço“ (Samba mit Taschentuch), „Fandango“ und „Batuque“ Vergnügungstänze für ein oder mehrere Paare darstellen. Besuchen Sie mal die grosse Pilgerkirche in „Aparecida do Norte“ an einem Sonntag – mit aller Wahrscheinlichkeit werden Sie dort religiöse Tänze zu sehen bekommen.

Im Hinterland von Rio de Janeiro sind die „Folias dos Reis“, zwischen Weihnachten und Epiphanias, auf den Strassen unterwegs. Sie ziehen singend von Haus zu Haus und begleiten sich selbst mit der „Caixa“ (Kiste), den „Adufe“-Tommeln und einer Gitarre – während die alten Städtchen Parati und Angra dos Reis, an der Grünen Küste, den „Dança dos Velhos“ (Tanz der Alten), zum Klang eines Akkordeons, zelebrieren. Der „Jongo“ ist ein aus Afrika stammender Tanz für Frauen wie Männer, unter Begleitung einer grossen Trommel. Und natürlich darf man die Samba-Schulen von Rio de Janeiro in ihrer beispiellosen Musikalität nicht vergessen, deren ganze geballte Performance beim alljährlichen Karneval zum Ausdruck kommt.

Weiter nach Norden erreichen wir die Bundesstaaten Espirito Santo, Minas Gerais und Goiás. Im kolonialen „Ouro Preto“, in Minas Gerais, kann man allenthalben noch die antiken „Modinhas“ vernehmen, gesungen zur siebensaitigen portugiesischen Gitarre, als „Serenade“ vor dem Balkon einer schönen Frau. Espirito Santo ist die Heimat des „Ticumbi„, einer Art von „Congada“, die man zum Rhythmus einer Gitarre und Rumbarasseln tanzt. Der Bundesstaat Goiás teilt sich mit Minas Gerais ein reiches Erbe an religiösen Volksliedern und -tänzen, die aus Portugal stammen und als „Folias“, „Modas“ und „Calangos“ präsentiert werden.

nach obenDER SÜDEN

In den Bundesstaaten Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul ist die Musik, in Rhythmus und Instrumentierung, eindeutig von den europäischen Einwanderern geprägt. Der Grenzstaat Rio Grand do Sul teilt sich seine Gaúcho-Tänze, wie den „Pericom“ oder Gesangsstile, wie „Milonga„, „Trova“ und „Pajada“ mit den Nachbarländern Uruguay und Argentinien. Der „Chula“ ist ein Ausscheidungs-Tanz unter Männern, vergleichbar mit dem argentinischen „Malambo“ – während der „Peixinho“ von Frauen und Männern getanzt wird. Gitarre und Akkordeon sind hier die bevorzugten Instrumente, ebenfalls in den Bundesstaaten Santa Catarina und Paraná, wo die Namen der Tänze direkt ihren europäischen Ursprung verraten: „Mazurkas, Valsas, Chotes, Polquinhas“ und „Rancheiras„. Der „Chimarrita“ ist ein Gesangsstil, der direkt von den Azoren herüberkam. Wenn man sentimental gestimmt ist, so singt man einen „Toada“, wenn man sich übermütig fühlt, stampft man einen „Fandango“ mit den Füssen. Ausser einer „Batuque“ in Porto Alegre, liiert mit dem „Candomble“ der nahen Stadt Montevideo (Uruguay), gibt es kaum afrikanische Elemente in der Musik des Südens.