Zélia Duncan

Veröffentlicht am 1. Juni 2016

Zelia DuncanAm Anfang der 1980er Jahre fing Zélia Duncan an, aus ihrem Gesang eine Profession zu machen, und ihr Debut als Solistin fand 1987 im Botanischen Garten, in Rio de Janeiro, statt, als sie noch unter dem Künstlernamen Zélia Cristina Duncan Gonçalves Moreira auftrat. 1990 brachte sie ihre erste LP im Label Eldorado auf den Markt, unter dem Titel “Outra Luz“ (Ein anderes Licht), aber damit nicht zufrieden, verbrachte sie ein Semester in den Arabischen Emiraten, wo sie in einem Hotel auftrat.

1992 kehrte sie nach Brasilien zurück und nahm den Titel “Sábado em Copacabana“ für das Songbook von Dorival Caymmi auf, das vom Label Lumiar produziert wurde. Sie wechselte ihren Namen in “Zélia Duncan“ (der Mädchenname ihrer Mutter) und reihte sich ein in eine neue Serie von Sängerinnen, die im Lauf der 1990er Jahre von sich reden machten: an der Seite von Adriana Calcanhoto, Cássia Eller und Marisa Monte. Und 1994 erschien die CD “Zélia Duncan“, inklusive dem Hit “Catedral“ (eine Version des Erfolgs-Songs der englischen Sängerin Tanita Tikaram), der alle Scheinwerfer auf die Gitarristin, Komponistin und Sängerin mit der tiefen Stimme lenkte.

1997 folgte ”Intimidade”, die Platte brachte ihr eine Tournee in Japan und Europa ein. Im darauf folgenden Jahr wurde die CD “Acesso“ ein Hit, produziert von Christiaan Oyens, mit viel Folk und Pop, sowie unter Mitwirkung von Jaques Morelenbaum und der Gruppe Uakti.

2004 bringt Zélia “Eu Me Transformo Em Outras” heraus. Die CD basiert auf der gleichnamigen Show und präsentiert Interpretationen der Sängerin, bei denen sie die Pop-Seite, durch die sie berühmt wurde, einmal ganz weglässt, um mit dem Samba zu experimentieren.

Das folgende Album war “Pré Pós Tudo Bossa Band”, erschienen im Jahr 2005 bei der Duncan Discos. Der Titel-Song der CD ist eine Komposition von Zélia in Zusammenarbeit mit Lenine. Ausserdem präsentiert das Werk die Mitwirkung von Mart´nália, Moska, Pedro Luís, Beto Villares und Christiaan Oyens.

2006 tat sich die Sängerin mit der Gebrüdern Serginho und Arnaldo Baptista, sowie dem Drummer Dinho, zusammen. Sie starteten zu einer internationalen Tournee, der viel gelobten “Volta dos Mutantes“, und Zélia interpretierte die Solopartien, die einst von Rita Lee gesungen wurden. Der Erfolg der Präsentationen in Europa war so gross, dass Zélia eingeladen wurde, offiziell der Band beizutreten.

Im Jahr 2008 bringt Zélia, zusammen mit der Sängerin Simone, die DVD “Amigo é casa“ heraus, ein Projekt, welches sie parallel zu ihrer Solo-Arbeit ausführt.

2009 folgt die CD “Pelo sabor do gesto”, von der Kritik hoch gelobt und auch vom Publikum bestens aufgenommen. Mit diesem Werk erhält Zélia eine Nominierung zum Grammy Latino 2009 und gewinnt den Preis als beste Sängerin in der Kategorie Pop/Rock der 21. Ausgabe des Musik-Preises.

2011 feiert die Sängerin und Komponistin aus Niterói, der Nachbarstadt von Rio de Janeiro am jenseitigen Ufer der Guanabara-Bucht, ihre 30jährige Karriere, und anlässlich dieses besonderen Jahres nimmt sie die DVD “Pelo Sabor do Gesto em Cena“ auf (nominiert für den Grammy Latino 2012), und sie gibt ihr Debut in dem Theaterstück “Totatiando“, inspiriert durch das Werk von Luiz Tatit und dirigiert von der Schauspielerin Regina Braga.

2012 nimmt Zélia ihren Abschied von der Tournee “Pelo sabor do gesto”. Im Juni desselben Jahres wird sie von José Maurício Machline eingeladen, die 22. Ausgabe des “Prêmio de Música Brasileiro“, an der Seite von Luana Piovani zu moderieren. Auch im Jahr 2012, parallel zu verschiedenen Shows, nimmt Zélia eine CD auf, die nur Kompositionen von Itamar Assumpçao enthält – “Zélia Duncan canta Itamar Assumpçao Tudo Esclarecido“, erschienen gegen Ende des Jahres beim Warner Music Label.

Im zweiten Semester kehrt Zélia zu ihrer Mitarbeit im Spektakel “Totatiando“ zurück, das exzellente Kritiken während seiner Aufführungen in São Paulo erhielt. Nach der Saison in São Paulo wurde das Stück auch in Belo Horizonte, Curitiba und Rio de Janeiro aufgeführt.

Seit 2013 macht Zélia von sich reden mit ihren beiden, parallel laufenden Tourneen – dem Spektakel “Totiando“ und der Show “Tudo Esclarecido“. Ebenfalls 2013 gewann sie mit dem Album “Zélia Duncan Canta Itamar Assumpção Tudo Esclarecido“ in zwei Kategorien des Brasilianischen Musikpreises 2013 – als beste Sängerin und als die beste CD.

Das Jahr 2015 markiert ihre Neuauflage des Albums „Eu Me Transformo Em Outras“, als CD und DVD, sowie die lang erwartete Neuerscheinung der CD mit ihren Sambas, im Label Biscoito Fino. Unter dem Titel “Antes do Mundo Acabar“ (Bevor die Welt untergeht) enthält die Platte 14 Samba-Kompositionen, 10 davon bisher unveröffentlicht, und 9 sind Kompositionen von Zélia, unter Mitarbeit einiger Partner.

Diskographie Zélia Duncan
  • Antes do Mundo Acabar (2015)
  • Tudo Esclarecido (2012)
  • Pelo Sabor do Gesto (2009)
  • Pré Pós Tudo Bossa Band (2006)
  • Novo Millennium: Zelia Duncan (2005)
  • Intimidade (2004)
  • Eu Me Transformo em Outras (2004)
  • Sortimento Vivo (2002)
  • Warner 25 Anos: Zelia Duncan (2001)
  • Sortimento (2001)
  • Acesso (1999)
  • Zélia Duncan (1998)

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