Maria Bethânia

Veröffentlicht am 3. November 2009

Maria BethâniaMaria Bethânia erblickte das Licht der Welt am 18. Juni des Jahres 1946 in Santo Amaro da Purificação, im Bundesstaat Bahia, und wurde auf den Namen Maria Bethânia Vianna Telles Veloso getauft. Ihr Kindheitstraum: als Schauspielerin auf der Bühne zu stehen. 1960 beendete sie in der Haupstadt Salvador ihr Studium und begann das Künstlermilieu zu frequentieren, an der Seite ihres Bruders Caetano Veloso. Drei Jahre später glänzte sie in dem Stück „Boca de Ouro“, von Nelson Rodrigues, als Sängerin.

Es war die Zeit, in der Bethânia und Caetano andere Musiker in ihren Anfängen kennen lernten: Gilberto Gil, Gal Costa, Tom Zé, Alcivando Luz und andere. Dieselbe Gruppe schuf 1964 die Shows „Nós Por Exemplo“ – „Nova Bossa Velha, Velha Bossa Nova“ und „Mora na Filosofia“. Bei dieser Gelegenheit wurde Bethânias Stimme auch von der „Muse des Bossa Nova“, der Sängerin Nara Leão, gehört – und die lud sie ein, für sie in der Show „Opinião“ einzuspringen, die lange in Rio de Janeiro lief. Bethânia und Caetano begaben sich dann 1965 nach Rio de Janeiro, und sie ersang sich ihren ersten Erfolg in der Show „Opinião“ mit der Interpretation des Songs „Carcará“ (von João do Vale und José Candido), der ihr den Ruf einer Protestsängerin einbrachte. Noch im gleichen Jahr 1965 veröffentlichte sie ihre ersten Platten – eine kompakte und eine LP, mit Sambas von Noel Rosa, Benedito Lacerda und Kompositionen ihres Bruders Caetano.

Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Bahia nahm sie 1966 an den Shows „Arena Canta Bahia“ und „Tempo de Guerra“ teil – beide unter der Regie von Augusto Boal. Danach trat sie bei den verschiedensten Festivals auf und sang auch in Theatern und Nachtclubs von Rio und São Paulo, was sie in ganz Brasilien innerhalb kurzer Zeit bekannt und beliebt machte.

Im Lauf ihrer nationalen und internationalen Karriere hat Maria Bethânia mehr als 30 Platten und CDs aufgenommen – hat Shows und Alben mit Edu Lobo und Chico Buarque gemeinsam gestaltet und ist der Gruppe „Doces Bárbaros“ 1976 beigetreten – an der Seite von Caetano, Gil und Gal Costa. Ihre LP “ Álibi“ von 1978 war die erste Platte einer brasilianischen Sängerin, die mehr als eine Million Kopien verkaufte – angeführt von den Publikumserfolgen „Negue“ (Adelino Moreira/ Enzo Passos), „Explode Coração“ (Gonzaguinha), „Ronda“ (Paulo Vanzolini), „Sonho Meu“ (Dona Ivone Lara/ Délcio Carvalho) e „Cálice“ (Gil/ Chico Buarque).

Im Jahr 1986 erschien ihre LP „Dezembros“, auf der ein Bolero mit dem Titel „Anos Dourados“, von Chico Buarque und Tom Jobim, der Publikumsliebling wurde. Bis in die Mitte der 90er Jahre widmete sie sich dann einer eher intimeren Musik – bis sie 1994 mit einer romantischen Scheibe mit Kompositionen von Roberto und Erasmo Carlos wieder im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stand “ As Canções que Você Fez pra Mim“.

1996 kam ihre Doppel-CD „Âmbar“ heraus – aus der man im Folgejahr die Show „Âmbar – Imitação da Vida“ gestaltete – ein Riesenerfolg beim Publikum, der ebenfalls als Life-Mitschnitt vermarktet wurde. Auch die Doppel-CD „Diamante Verdadeiro“ von 1999 ist der Life-Mitschnitt einer Show gleichen Namens. Die 2007 veröffentlichte CD „Omara Portuondo e Maria Bethânia“ nahm Maria zusammen mit der kubanischen Sängerin Omara Portuondo auf.

Diskographie Maria Bethânia
  • MEUS QUINTAIS (2014)
  • OÁSIS DE BETHÂNIA (2012)
  • TUA (2009)
  • ENCANTERIA – QUITANDA (2009)
  • DENTRO DO MAR E RIO – AO VIVO (2008)
  • OMARA PORTUONDO E MARIA BETHÂNIA (2007)
  • FAVOURITES (2007)
  • MAR DE SOPHIA (2006)
  • PIRATA (2006)
  • QUE FALTA VOCÊ ME (2005)
  • BRASILEIRINHO (2003)
  • MARICOTINHA AO VIVO (2002)
  • MARICOTINHA (2001)
  • DIAMANTE VERDADEIRO (1999)
  • A FORÇA QUE NUNCA SECA (1999)
  • IMITAÇÃO DA VIDA (1997)
  • ÂMBAR (1996)
  • MARIA BETHÂNIA AO VIVO (1995)
  • AS CANÇÕES QUE VOCÊ FEZ PRA MIM (1993)

Brasilien_Poetin_200» Musik und Texte von Maria Bethânia