Jota Quest

Veröffentlicht am 3. November 2009

Jota QuestDie Band Jota Quest kommt aus Belo Horizonte, im Bundesstaat Minas Gerais. Ihr Name war anfänglich “J. Quest“, nachdem die Gruppe deshalb jedoch in gesetzliche Schwierigkeiten mit dem Unternehmen “Hanna-Barbera“ geriet, welches die Rechte der Cartoon-Serie “Johnny Quest“ besass, taufte man die Band in Jota Quest um und machte damit den Streitigkeiten ein Ende. Die Gruppe setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Rogério Flausino (Vokalist), Marco Túlio Lara (Guitarre), Márcio Buzelin (keyboard), PJ (Bass) und Paulinho Fonseca (Percussion).

Die Gruppe begann sich im Jahr 1993 zu formieren – mit Paulo Diniz am Bass und Paulo Fonseca an der Percussion, der Programmierung und den Samplers. Danach kamen Márcio Buzelin, am Keyboard und Programmierung – und der Gitarrist Túlio Lara. Der Sänger Rogério Flausino war dann der Letzte – nachdem er als Sieger aus einem Test mit 13 Sängern hervorgegangen war.

Zwei Jahre lang präsentierten sie sich in dieser Formation im Nachtleben von Belo Horizonte, oft ohne Bezahlung, ausserdem bei Wettbewerben von Laien-Interpreten, in Universitäten. Anlässlich einer ihrer ersten Shows mussten sie sich einen Namen für das Plakat der Veranstaltung geben – und da tauchte die Idee auf, jenen “Johnny Quest“ zu ehren, den Helden Gibi-Helden. Doch der Name war zu lang für den vorgegebenen Platz auf dem Plakat – also kürzte man ihn auf “J.Quest“. 1989 wechselte man dann auf die aktuelle Schreibweise “Jota Quest“ (“Jota“ ist die brasilianische Bezeichnung für den Buchstaben “J“).

Die erste Platte, welche unter einer unbekannten Marke herauskam (1995), bezahlten sie mit jenen Shows, die sie auf den Hochschulen präsentierten – immerhin hatten sie schon dort ein zahlendes Publikum von bis zu 2.000 Fans. Die Platte hatte eine sehr geringe Auflage von lediglich 1.000 Exemplaren – dann wurde die aufsteigende Band von Sony unter Vertrag genommen. Und die Zeit zwischen den Aufnahmen für die nächste Platte nutzten sie, um die Shows anderer Gruppen ihrer Region zu eröffnen – wie zum Beispiel die von SKANK. Ihr besonderer Sound – eine Mischung aus Pop und Black Musik – sowie ihre visuelle Erscheinung aus den 70er Jahren, wurde von ihrer Plattenfirma bestens promotet, und bald darauf kam der Durchbruch mit den beiden Hits “As Dores do Mundo“ und “Encontrar Alguém“ im Jahr 1996.

Der Erfolg der zweiten Scheibe von Sony, “De Volta ao Planeta“, war dann bereits garantiert. Im Jahr 2000 folgte die CD “Oxigênio“, voller romantischer Balladen, wie zum Beispiel “Dias Melhores“. Und im Jahr 2002 bringt die Gruppe “Discotecagem Pop Variada“ heraus – wieder ein Publikumsrenner und grosser Verkaufserfolg.

Inzwischen waren sie wer in der brasilianischen Musikszene. Im Mai des Jahres 2003 nahmen sie live eine CD und eine DVD MTV auf dem Platz “Praça do Papa“ in ihrer Heimatstadt Belo Horizonte auf. Dieses Werk, das erste Life-Konzert der Band, vereinigte in sich ihre grössten Hits und präsentierte sich unter Mitwirkung der Musiker Arnaldo Antunes und Thaíde.

Nach weiteren drei Jahren ohne eine CD mit Neuaufnahmen, isolierte sich die Gruppe in Belo Horizonte in ihrem Studio, um “Até Onde Vai“ aufzunehmen – diese CD kam im Oktober 2005 auf den Markt. Zum ersten Mal enthielt das CD-Repertoire der Jota Quest jetzt auch einen Song des brasilianischen Top-Stars Roberto Carlos: den Hit “Além do Horizonte“ – aufgenommen unter Mitwirkung einer anderen Legende: Erasmo Carlos.

Am 7. Juli 2007 nahm Jota Quest mit Gilberto Gil, Ivete Sangalo, Marcelo D2, O Rappa, Jorge Ben Jor, Seu Jorge u.a. brasilianischen Künstler am Live Earth Konzert in Rio de Janeiro am Strand der Copacabana teil. Die 24-Stunden-Konzertserie von Live Earth startete in Sydney, Australien, am 7. Juli 2007 und es fanden auf allen sieben Kontinenten Live-Konzerte statt.

Diskographie Jota Quest
  • DIAS MEJORES (2010)
  • LA PLATA (2008)
  • BOOTLEGS RIO DE JANEIRO AO VIVO (2005)
  • ATÉ ONDE VAI (2005)
  • MTV AO VIVO (2003)
  • DISCOTECAGEM POP VARIADA (2001)
  • OXIGÊNIO (2000)
  • DE VOLTA AO PLANETA (1998)
  • J. QUEST (1996)

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