Grupo Revelação

Veröffentlicht am 30. November 2014

revelaçaoDie Gruppe Revelação fand sich am 23. April 1991 in Rio de Janeiro zusammen. Ihre Gründung verdankt sie einem illustren Musiker der 1990er Jahre, Victor Stecca, der sie während eines typischen “Pagode de mesa“ (gemeinsames Musizieren von Amateuren) im Karnevalsclub “Arranco“ entdeckte und förderte.

Mit Unterstützung von João Carlos Silva Filho, dem künstlerischen Leiter des Radiosenders “O Dia“, erreichte die Gruppe die populären Frequenzen der Hörer von Rio de Janeiro und verfolgte ihren Weg zum grossen Erfolg mit ihrer ersten Platte “Revelação“, im Jahr 1999, herausgebracht im Verlag BMG. An der Platte wirkten auch ein paar Mitglieder von “Kiloucura“ mit, und sie enthält eine Neuaufnahme von “Zé do Caroço“, ein Song von Leci Brandão.

Das Jahr 2002 war entscheidend für die Gruppe Revelação. Das cariocanische Sextett, bestehend aus dem Lead-Sänger Xande de Pilares (Gesang und Ukulele), Sergio Rufino (Tambourin und Gesang), Rogerinho (Rebolo), Beto Lima (Gitarre und Gesang), Artur Luis (Ratsche und Gesang) und Mauro Júnior (Banjo und Gesang), wechselte den Plattenverlag – fortan vertrauten sie sich “Deckdisc“ an, mit dem sie das Album “Ao Vivo no Olimpo“ auf den Markt brachten und damit mehr als 700.000 Kopien verkauften. Das Album stand 2002 an zweiter Stelle im Ranking der meistverkauften Platten in der Kategorie “Pagode“ (ein Musikstil des Samba, mit Wurzeln in der Sklavenperiode).

Bis dato war ihr Erfolg auf Rio de Janeiro begrenzt, jedoch im nächsten Jahr 2003 verbreitete er sich auf das ganze Land – überschritt dann sogar die brasilianischen Grenzen durch eine lange Tournee in den USA, Japan und Europa – der Anfang einer vielversprechenden internationalen Karriere war gemacht. Und vor dieser neuen Realität brachte die Gruppe “Novos Tempos“ (Neue Zeiten) heraus, ihr viertes Album, und das zweite im Verlag “Deckdisc“.

Im Jahr 2005, unter Beachtung der innovativen Tendenzen des Plattenverlags, bringt die Gruppe die erste “Samba-DualDisk“ Brasiliens heraus, um damit die erste Million verkaufter Kopien durch “Deckdisc“ zu feiern.

2006 legt die Gruppe eine Pause in ihrer Reihe von Live-Aufnahmen ein und kehrt ins Aufnahmestudio zurück, wo eine andere sehr erfolgreiche CD entsteht: “Velocidade da Luz“ (Lichtgeschwindigkeit).

2007 erscheint in den einschlägigen Geschäften eine CD mit den grössten Erfolgen der Band: “100% Revelação“.

2008 bringt die Gruppe die CD “Aventureiro“ (Abenteurer) auf den Markt, die verschiedene Radio-Erfolge des Sextetts präsentiert, wie “Aventureiro“, “Medo de Amar“ Angst zu lieben) und viele andere.

Nachdem sie sich entschlossen hatten, die wahre Essenz des brasilianischen Samba noch weiter zu verbreiten als bisher, macht sich die Gruppe 2009 an die Arbeit zur Produktion eines neuen Live-Albums. Eine DVD ist immer eine besonders grosse Herausforderung, und die Gruppe, deren Mitglieder alle aus ärmsten Gegenden von Rio de Janeiro stammen, wählte für dieses Projekt den “Morro da Urca“, (der Urca-Berg ist die Vorstufe zur Auffahrt auf den Zuckerhut – hier gibt es eine grosse Arena für Events) – die DVD erhielt den Titel “Ao Vivo no Morro“.

An jenem 29. August 2009 war die Arena ausverkauft und das Publikum feierte in Begeisterungsstürmen diese neue Präsentation der “Gruppe Revelação“, die ihrem Namen “Offenbarung“ wieder einmal gerecht wurde und ein Echo aus den entferntesten Winkeln des Riesenlandes provozierte.

So gross war der Erfolg, dass man eine zweite Ausgabe riskierte, die CD “Ao Vivo no Morra 2“ (aufgenommen im Jahr 2010), und zwar unter einem neuen Vertrag mit dem Verlag “Universal Music“, der versprach, sich für noch mehr Erfolge und mehr Raum für die Gruppe in den Medien einzusetzen.

Diskografie der Grupo Revelação
  • 360° Ao Vivo (2012)
  • Ao Vivo no Morro 2 (2010)
  • Ao Vivo no Morro (2009)
  • Aventureiro (2008)
  • Velocidade da Luz (2006)
  • Ao Vivo: Na Palma da Mão (2004)
  • Novos Tempos (2003)
  • O Melhor do Pagode de Mesa (2002)
  • Ao Vivo no Olimpo (2002)
  • Nosso Samba Virou Religião (2001)
  • Revelação (2000)