Fagner

Veröffentlicht am 3. November 2009

FagnerFagner, Bürger des Bundesstaates Ceará, aus Orós, gewann Raimundo Fagner Cândido Lopes oder mit Künstlername “Fagner“ im Alter von fünf Jahren einen Kinder-Wettbewerb bei einer lokalen Radiostation. In jugendlichem Alter stellte er vokale und instrumentale Musikgruppen zusammen und begann seine eigenen Songs zu komponieren. Er gewann 1968 das “IV. Festival de Música Popular do Ceará” mit der Komposition “Nada Sou” (Ich bin nichts) – die er zusammen mit Marcus Francisco präsentierte.

Er wurde populär in seinem Bundesstaat und tat sich mit anderen lokalen Komponisten zusammen, wie Belchior, Rodger Rogério, Ednardo e Ricardo Bezerra. Er zog um nach Brasília 1971 und klassifizierte sich auf dem ersten Platz beim “Festival de Música Popular do Centro de Estudos Universitários de Brasília” mit “Mucuripe” (zusammen mit Belchior).

Noch im Jahr 1971 ging er nach Rio de Janeiro, wo Elis Regina “Mucuripe” ihrerseits aufnahm – die Komposition wurde Fagners erster grosser Erfolg als Komponist und ebenso als Sänger, denn er brachte dasselbe Stück auf einem Kompakt-Disk der Serie “Disco de Bolso” (Taschen-Platte) heraus, auf deren anderer Seite Caetano Veloso “Asa Branca” interpretierte. Die erste LP, „Manera, Fru-fru, Manera“, kam 1973 von der Philips und brachte unter anderen auch die Komposition “Canteiros”, einen seiner grössten Erfolge – eine Musik, welche die Poesie von Cecília Meireles vertont. Später schrieb er die musikalische Untermalung zum Film “Jeanne, die Französin”, die ihn nach Frankreich führte, wo er Gitarre-Unterricht im Flamenco und Gesangsstunden nahm.

Zurück in Brasilien brachte er andere LPs in der zweiten Hälfte der 70er Jahre heraus – mit einem romantischen Repertoire auf der Platte “Raimundo Fagner” von 1976 – und mit einem “nordöstlichen Stil” in seinen anderen Werken. Zur gleichen Zeit nimmt er Musik von Sambistas auf, wie “Sinal Fechado” (Geschlossene Schranke), von Paulinho da Viola. Andere Kompositionen, wie “Orós” – eine Platte mit Arrangements und musikalischer Untermalung von Hermeto Pascoal – demonstrieren eine vanguardistische Haltung, welche sich weniger um den kommerziellen Erfolg schert.

In den 80er und 90er Jahren spalten sich seine Platten in romantische Balladen und von der nordöstlichen Folklore beeinflusste Kompositionen, die auch als Hintergrundmusik für verschiedene Novelas übernommen werden – sie machen aus Fagner einen im ganzen Land bekannten Sänger und Komponisten grosser Publikumserfolge, wie zum Beispiel „Ave Noturna“ (mit Cacá Diegues), „Astro Vagabundo“ (mit Fausto Lindo), „Última Mentira“ (mit Capinam), „Asa Partida“ (mit Abel Silva), „Corda de Aço“ (mit Clodô), „Cavalo Ferro“ (mit Ricardo Bezerra), „Fracassos“, „Revelação“ (Clodô/ Clésio) „Pensamento“,“Guerreiro Menino“(Gonzaguinha),“Deslizes“(Sullivan/ Massadas) und „Borbulhas de Amor“.

2001 spielte er das Album mit dem Titel „Fagner“ ein. Zu hören sind auch Lieder zusammen mit Zeca Baleiro, Fausto Nilo, Abel Silva und Cazuza. 2004 erschien die CD „Donos do Brasil“, 2007 „Fortaleza“ und 2009 sein letztes musikalisches Werk mit dem Titel „Fagner uma Canção na Rádio.

Diskographie Fagner
  • FAGNER UMA CANÇÃO NA RÁDIO (2009)
  • FORTALEZA (2007)
  • DONOS DO BRASIL (2004)
  • FAGNER & ZECA BALEIRO (2003)
  • DEZEMBROS (2003)
  • FESTA DA NATUREZA (2002)
  • FAGNER (2001)
  • RAIMUNDO FAGNER AO VIVO (2000)
  • AMIGOS E CANÇÕES (1998)
  • TERRAL (1997)
  • RAIMUNDO FAGNER (1996)
  • RETRATO (1995)
  • CABOCLO SONHADOR (1994)
  • DEMAIS (1993)
  • PEDRAS QUE CANTAM (1991)
  • O QUINZE (1989)
  • ABC DO SERTÃO – GONZAGÃO & FAGNER 2 (1988)
  • ROMANCE NO DESERTO (1987)

Bossa-Nova_200» Musik und Texte von Fagner