Dominguinhos

Veröffentlicht am 3. November 2009

DominguinhosDominguinhos, der Pernambukaner aus Garanhuns, José Domingos de Morais, Spitzname Dominguinhos, bringt zum ersten Mal seit seiner 50-jährigen Karriere eine Platte heraus, die in ihrem Gesamt live aufgenommen wurde. Diese Aufnahme wurde aus zwei Shows zusammengestellt, dessen Publikum das beliebte Theater SESC Pompeia in der Hauptstadt São Paulo bis zum letzten Platz besetzt hatte. Die Menschen schrien und applaudierten in Ekstase.

Als Produktion der VELAS präsentiert die CD “Dominguinhos ao Vivo” die Exzellenz des nationalen Forró, mit 25 Kompositionen, welche ausser Dominguinhos Akkordeon von einem Orchester begleitet werden, das sich u.a. aus Trompete, Posaune und, erstaunlicherweise, auch einer Geige, zusammensetzt. Ohne Zweifel ist dies eine ganz aussergewöhnliche Platte! Unmöglich, sich nicht in dieses Werk zu verlieben, auf dem der Meister Dominguinhos auch den verwöhntesten Hörer mit seiner Simplizität begeistert.

Schon von der ersten Komposition an, die fast acht Minuten dauert, entzücken Stücke wie “De Volta pro Aconchego, Gostoso Demais und Tenho Sede” den Hörer und beweisen ihm, dass Dominguinhos wahrhaftig der kreativste und bedeutendste “Sanfoneiro” (Akkordeonspieler) Brasiliens der Neuzeit ist. Die ersten beiden Kompositionen schuf er unter Mitarbeit von Nando Cordel, seinem Landsmann, und die dritte mit Anastácia, seiner ehemaligen Partnerin, die auf weiteren fünf Kompositionen zu hören ist. Eine andere Komposition, die es wert ist, erwähnt zu werden, ist die klassische “Eu só quero um Xodó” von 1973, in einer eindrucksvollen Neuinterpretierung – der Song ist um die 250 mal in verschiedenen Sprachen wiederaufgenommen worden – unter anderen in Englisch, Holländisch und Italienisch.

Dominguinhos präsentiert in seinem Album “Ao Vivo” die verschiedensten Co-Musiker, wie zum Beispiel Chico Buarque in “Tantas Palávras” und “Xote de Navegação”, oder Gilberto Gil in “Lamento Sertanejo” und “Abri a Porta”, sowie Djavan im herrlichen “Retrato da Vida”. Nando Cordel präsentiert sich in vier von den 25 Titeln und der “König des Baião”, Luiz Gonzaga, wird in fünfen der Titel besungen – unter Teilnahme von José Marcolino (Numa Sala de Reboco), Zé Dantas (Derramaro o Cai e Riacho do Navio), Nestor de Holanda (Balance Eu) und Hervê Cordovil (A Vida do Viajante).

Für die Fans, welche die Karriere des Meisters Dominguinhos verfolgen, ist es das erste Mal, dass dieser eine Platte unter der Begleitung eines Orchesters aufgenommen hat – allerdings ohne die Gitarre-Arrangements von Heraldo do Monte, die grosse Trommel von Dió de Araújo und die Triangel von Fubá zu vergessen.

Tatsächlich, dieses Album ist angefüllt mit “Toadas, Xotes und Forró” – ein Werk von grossem Wert für die brasilianischen Musikszene, welches in den besten Sammlungen nicht fehlen sollte!

Diskographie Dominguinhos
  • ELBA RAMALHO E DOMINGUINHOS (2005)
  • CHEGANDO DE MANSINHO (2002)
  • LEMBRANDO DE VOCÊ (2001)
  • DOMINGUINHOS AO VIVO (2001)
  • VOCÊ VAI VER O QUE É BOM (1999)
  • NAS COSTAS DO BRASIL (1998)
  • DOMINGUINHOS & CONVIDADOS CANTAM LUIZ GONZAGA (1997)
  • BRASIL MUSICAL – Série MÚSICA VIVA – DOMINGUINHOS e MOZART TERRA (1996)
  • PÉ DE POEIRA (1996)
  • DOMINGUINHOS É TRADIÇÃO (1995)
  • NAS QUEBRADAS DO SERTÃO (1994)
  • CHORO CHORADO (1994)