Benito di Paula

Veröffentlicht am 12. Februar 2011

Benito Di PaulaUday Vellozo, besser bekannt unter dem Namen Benito Di Paula, wurde am 28. November 1941 in Nova Friburgo, im Bundesstaat Rio de Janeiro, geboren – Sohn einer Familie mit dreizehn Brüdern, erbte er von seinem Vater die Musikalität, welche ihm einen grossen Namen im brasilianischen Samba einbrachte, der schliesslich auch im Ausland Anerkennung gefunden hat.

Er ist der Vater eines als „Samba Jóia“ bekannten Stils. Noch als Jugendlicher trat er einer Gruppe als „Crooner“ bei, mit der er sich bei Studenten-Bällen an den Wochenenden in Nova Friburgo präsentierte. („Ich musste meine Familie unterstützen, konnte aber nur eins: singen“) sagte er selbst. Benito Di Paula sang ganz unterschiedliche Arten von Musik. Bis er sich eines Tages dazu entschloss, Friburgo den Rücken zu kehren, um nach Rio de Janeiro zu gehen. Dort hatte er eine schwere Zeit, aber während er auf dem „Morro da Formiga“ (Favela) Hunger litt, kam er auch in Kontakt mit authentischen Sambistas, die ihn mitnahmen, um mit ihnen in verschiedenen Nachtlokalen aufzutreten.

Benito Di Paula nahm seine erste LP bei der Copacabana im Jahr 1968 auf – und weil er selbst noch nicht bekannt war, übernahm er Kompositionen von bereits etablierten Künstlern wie Chico Buarque de Hollanda, Taiguara, Vinícius de Moraes, Tim Maia, Ivan Lins, Paulinho Nogueira, Roberto und Erasmo Carlos. Die zweite LP von ihm war „Ela“, ebenfalls herausgebracht von der Copacabana – aber erst nach seiner dritten LP, mit dem Titel „Um Novo Samba“, aufgenommen 1973, konnte er sich endlich in die auserlesene Galerie der grossen kommerziellen Erfolge einreihen – gefolgt von kontinuierlichen Auftritten in TV-Shows und 150.000 verkauften Kopien – zwei seiner Kompositionen auf dieser Platte wurden sogar von Interpreten anderer Länder in ihr Repertoire aufgenommen: sein grösstes Werk „Retalhos de Cetim“, von Paul Mauriat, und „Violão Não se Empresta a Ninguém“ – die LP wurde ein so grosser Erfolg, dass man sie sogar in Japan auf den Markt brachte.

Ab 1975 erhält Benito Di Paula Verträge mit Mexiko, Japan, den USA, er präsentiert sich auf der MIDEM in Cannes – seine LP kommt in Argentinien auf den Markt und verkauft sich weit über allen Erwartungen. Er überlässt eine seiner Kompositionen Roberto Carlos für dessen LP – eine Komposition, die ein grosser Erfolg wird: „Quero Ver Você de Perto“. Verschiedene brasilianische Interpreten nehmen Kompositionen von Benito Di Paula in ihr Repertoire auf.

Auf seiner nächsten LP löst er sich noch mehr – auf ihr erscheinen Kompositionen, die bis heute Erfolge geblieben sind – „Charlie Brown“, komponiert zu Ehren der Figur von Schultz, war eins seiner Lieblings-Gibies. Noch im Jahr 1975 präsentiert Benito ein Programm echter brasilianischer Musik im Fernsehen: „Brasil Som 75“, mit aussergewöhnlicher Einschaltquote.

Er hatte unzählige Erfolge im Lauf seiner Karriere, wie der erwähnte Soing „Charlie Brown“ – „Vai Ficar na Saudade“ – „Se Não For Amor“ – „Amigo do Sol, Amigo da Lua“ – „Mulher Brasileira“. In den 70er Jahren wetteiferte er sogar mit Roberto Carlos um die meist verkauften LPs – für den er zahlreiche Kompositionen geschrieben hat.

Er dirigierte das Programm „Benito Di Paula e seus convidados – Brasil Som 75“ beim TV-Kanal Tupi – er hat mehr als 35 Platten herausgebracht – ein bedeutender Teil seines Werkes wurde auf CD neu herausgebracht, wegen dem grossen Erfolg seiner Musik. Er verbuchte internationale Erfolge in Mexiko, Japan und den USA. Und besonders erfolgreich war er in Lateinamerika.

Seine Geschichte hat der bahianische Historiker, Journalist und Schriftsteller Paulo César de Araújo in dem Buch „Eu não sou cachorro não“ (Ich bin kein Hund) erzählt.

Nach 13 Jahren Plattenpause brachte Benito Di Paula im Jahr 2009 seine zweite CD und erste DVD live im Verlag der EMI Music heraus – aufgenommen beim „Vivo Rio“ – mit seinen grössten Erfolgen, wie zum Beispiel „Retalhos de Cetim“ – „Sanfona Branca“ und „Charlie Brown“.

Gegenwärtig präsentiert er seine Shows zusammen mit seinem Sohn Rodrigo Vellozo und seinem Bruder Ney Vellozo, der ihn seit 1976 begleitet.

Diskographie Benito di Paula
  • Ao Vivo (CD e DVD) (EMI Music) (2009)
  • Raízes do Samba (1999)
  • Baileiro (Paradoxx Music) (1996)
  • Pode Acreditar (RGE) (1994)
  • A Vida Me Faz Viver (Copacabana) (1992)
  • Fazendo Paixão (BMG Ariola) (1990)
  • Quando A Festa Acabar (Copacabana) (1987)
  • Nação (RGE) (1985)
  • Que Brote Enfim o Rouxinol Que Existe Em Mim (RGE) (1984)
  • Bom Mesmo É Brasil (WEA) (1983)
  • Benito Di Paula (WEA) (1982)
  • Benito Di Paula (WEA) (1981)
  • Benito Di Paula (Copacabana) (1980)
  • Benito Di Paula (Copacabana) (1979)
  • Benito Di Paula (Copacabana) (1978)
  • Benito Di Paula (Copacabana) (1977)
  • Benito Di Paula (Copacabana) (1976)
  • Benito Di Paula (Copacabana) (1975)
  • Brasil Som 75 (Copacabana) (1975)
  • Gravado Ao Vivo (Copacabana) (1974)
  • Um Novo Samba (Copacabana) (1973)
  • Ela (Copacabana) (1972)
  • Benito Di Paula (Copacabana) (1971)

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» Musik und Texte von Benito di Paula