Araketu

Veröffentlicht am 16. März 2013

AraketuDie Gruppe Araketu wurde am 8. August 1989 gegründet. Direkt assoziiert mit dem Afro-Block Ara Ketu, beschäftigten sich ihre Musiker mit der Erforschung traditioneller afrikanischer Musik, die sie der brasilianischen Thematik entsprechend anpassten.

Wenig später begannen sie mit internationalen Tourneen und verbreiteten die Musik aus Bahia in den europäischen Ländern, in Lateinamerika und in Städten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Im Jahr 1990 brachten sie neue Elemente in ihre Musik ein, durch die Beteiligung der Band Ara Ketu und des Direktoriums des Blocks Ara Ketu an der Schaffung eines Denkmals der Insel “Goré Almadie Emphasis Emphasis“ in Senegal. Dort erlebten sie die moderne afrikanische Musikalität aus der Nähe: Musik tribalistischer Herkunft, eminent perkussiv, gemischt mit Synthesizers, Samplers und elektronisch instrumental. Durch dieses Erlebnis inspiriert, gaben sie ihrer afro-brasilianischen Musik neue Klangfarben.

Man begann mit einer Neuformation, in der man die Besten aus der Perkussion des Blocks Ara Ketu versammelte, der Vokalist Tatau wurde engagiert, man ergänzte die elektronische Instrumentierung und die Bläsergruppe durch eine Reihe weiterer Musiker, die sich mit dieser neuen Formation identifizieren konnten.

Schliesslich verfielen sie auf die Idee, ihre Musik an die typisch brasilianische Rhythmik anzupassen (an den Samba, die Musik des Nordostens und den Rhythmus des Candomblé) und schufen damit die grösste Experimentier-Revolution der afro-bahianischen Musik der jüngeren Geschichte.

Zum Beispiel war Ara Ketu die erste jener neuen bahianischen Gruppen, welche eine elektrische Gitarre einsetzte, um die Perkussion-Musik mit der elektronischen zu mischen. Die erste Platte, ein Ergebnis dieser Vereinigung, die viele für waghalsig hielten, die aber von der Band meisterhaft ausgeführt wurde, war “Ara Ketu“ (1992), herausgegeben vom unabhängigen englischen Verlag “Seven Gates“. Trotz der anerkannten Qualität der Arbeit der Gruppe und des wachsenden Interesses des ausländischen Publikums an der Musik der Brasilianer, war ihr Erscheinen nur auf den europäischen Markt begrenzt. Wie so oft war die Gruppe im Ausland angesehener als in ihrer Heimat Brasilien.

Nach ihrer Abwesenheit während des Karnevals 1993, kehrte die Band von einer sehr erfolgreichen Europa-Tournee zurück und wurde vom Plattenverlag EMI-Odeon unter Vertrag genommen, wo sie die Platte “Ara Ketu de Periperi“ produzierte. Das Echo war gut, aber nicht vergleichbar mit dem Riesenerfolg von “Ara Ketu Bom Demais“, die 1994 folgte, diesmal produziert mit der Sony Music. Die Titel-Komposition wurde ein nationaler Hit und brachte der Gruppe die Auszeichnung “Grösste Entdeckung der brasilianischen Musik 1994“ ein.

Diese Platte hat bis heute bereits mehr als 210.000 Kopien verkauft und damit der Band eine Goldene Schallplatte eingebracht und eine Tournee mit 120 Präsentationen in ganz Brasilien. Darüber hinaus brachte ihnen die Musik von “Ara Ketu Bom Demais“ die Prämien “Bahia Folia“ und “Troféu Dodô e Osmar“ der besten Musik ein – und der Vokalist Tatau erhielt die Prämie als “Sänger-Entdeckung“.

1995 verfolgte “Ara Ketu Dez“ den Weg der vorhergehenden Platte. Sie verkaufte sich in mehr als 450.000 Kopien (Goldene + Platin-Schallplatte), und die Gruppe Ara Ketu schloss das das Jahr ab mit mehr als 200 Shows im ganzen Land und sammelte erneut Prämien – den “Troféu Bahia Folia“ (eine Karnevals-Prämie) als bester traditioneller Block und beste Kostümierung, und den “Troféu Dodô e Osmar in den Kategorien Beste Kostümierung“ und “Bester Sänger“.

1996 festigten sie ihren Erfolg mit der Platte “Dividindo Alegria“ und erhielten eine weitere Goldene und eine aus Platin. Im selben Jahr wurde ihre neue Show applaudiert von tausenden Personen beim “Brazilian Music Festival“ im Central Park von New York.

Heute ist der weltweite Ruf von Ara Ketu gefestigt. Aber deshalb legen sich ihre Mitglieder nicht etwa auf die faule Haut. Ganz im Gegenteil, sie beschäftigen sich unablässig mit neuen Herausforderungen, beleben die Tradition neu und eröffnen der Afro-brasilianischen Musik neue Richtungen.

Diskographie Ara Ketu
  • Ara Ketu ao Vivo em Salvador (2008)
  • Ara Ketu (2005)
  • Ara Ketu 25 Emoções (2004)
  • Obrigado a Você (2003)
  • Ensaios do Ara Ketu (2002)
  • Ara Ketu (2001)
  • Vida a Banda Ara Ketu- 100.000 (2000)
  • Ara ketu e o Povo ao vivo de Novo (1999)
  • Ara Ketu Ao Vivo (1998)
  • Pra Lá de Bom (1997)
  • Dividindo Alegria (1996)
  • Ara Ketu Bom Demais (1994)
  • Ara Ketu de Periperi (1993)
  • Ara Ketu (1992)
  • Ara Ketu (1987)