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Aus der Vereinsgeschichte Wie Camisa Verde e Branco hat auch diese Schule ihren Ursprung in der ältesten Karnevals-Blaskapelle São Paulos, der Grupo Carnavalesco Barra Funda, die 1914 gegründet wurde.
Ihr Name stammt von einem Fussballverein, dem Cai-Cai, zu dessen Choro-Runden, Samba mit oft melancholischen Melodien, eine ungeladene weitere Kapelle erschien, die Vae-Vae hiess, und mit den Worten “Vai-Vai“ (Geh, Geh!) vertrieben wurde. Mit Sitz im Stadtteil Bixiga wurde Vai-Vai 1930 gegründet, doch verwandelte sich erst 1972 in eine Sambaschule, nachdem Instrumente wie Tamborim, Pandeiro und Cuíca in die Reihen der Musiker aufgenommen worden waren.
Vai-Vai gewann bisher die meisten Titel im Karneval São Paulos: 13, vor allem in den 80er und 90 Jahren. Das Thema 2009 war: Mens sana, in corpore sanum – O milênio da superação. (Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper – Das Jahrtausend der Überwindung.) Vai-Vai lieferte sich mit der Sambaschule Mocidade Alegre ein Kopf an Kopf Rennen. Letztendlich setzte sich die 1967 von drei Brüdern gegründete Schule mit winzigen 0,50 Punkten ab.
2010 hiess das Motto des 13-fachen Siegers und Vizechampion vom Vorjahr "80 Anos de Arte e Euforia, “É Bom no Samba, É Bom no Couro” Salve o Duplo Jubileu de Carvalho" (80 Jahre der Kunst und Euphorie, “É Bom no Samba, É Bom no Couro” ein Hoch auf das Duo Jubileu de Carvalho). Damit erinnerte die Gruppe zum einen an bekannte Sambistas und zum anderen an 80 Jahre Fussball-Weltmeisterschaft. Hier wurde vor allem an grosse Spieler wie Pelé, Garrincha und Ronaldo erinnert und der Ausnahmespieler Cafu, der als einziger jemals an drei WM-Endspielen teilnahm, war sogar persönlich auf der Wegstrecke präsent. Aber auch die Unterbrechung der Wettbewerbe durch den 2. Weltkrieg und die Niederlage im Endspiel gegen Uruguay 1950 wurden thematisiert.
Mit dem Thema "Die Musik hat gewonnen", welche dem Pianisten João Carlos Martins gewidmet war, wurde Vai Vai 2011 zum 14-Mal Sieger. Der 1940 in São Paulo geborene Musiker war einer der grössten Interpreten der klassischen Werke von Johann Sebastian Bach, verlor jedoch bei einem Unfall bei einem Fussballspiel die Bewegungsfähigkeit in der rechten Hand. Er gab das Klavierspiel auf, wurde Box-Trainer und trotz des zerstörten Nerven, welcher das musizieren faktisch unmöglich machte, kämpfte er sich auf die Bühne zurück und feierte grosse Erfolge. Der 71-jährige Protagonist war selbst im Sambódromo zugegen und gab unumwunden zu, dass er seinerzeit in der Carnegie Hall in New York längst nicht so aufgeregt war wie an diesem denkwürdigen Morgen im Karneval von São Paulo.
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