Website Karnevalssieger Grupo Especial 1996, 1991, 1990, 1985, 1979
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Aus der Vereinsgeschichte Jede Spitze des Sterns der "Mocidade" – mit komplettem Namen "Mocidade Independente de Padre Miguel" – dem Symbol der grün-weissen Schule des Padre Miguel, steht für eine besondere Phase ihrer Geschichte. Ursprünglich entstanden aus einer Fussballmannschaft, wurde die Schule im Jahr 1955 gegründet und, zwei Jahre später, machte sie bereits Geschichte mit der berühmten Parade des Mestre André, einer Neuheit unter den rhythmisch vereinheitlichten Paraden jener Epoche.
"Mestre André", einer der berühmten Köpfe dieses Vereins, war es, der die inzwischen überall imitierten Schlagpausen in der Perkussions-Gruppe einführte: im Jahr 1957 instruierte er seine Rhythmiker, den Sound ihrer Instrumente, auf sein Kommando, ganz plötzlich vor der Tribüne der Jury zu unterbrechen, während lediglich die "Caixa-Tarol" (kleine Holzkiste, die mit Holzschlegeln bearbeitet wird) den Rhythmus für den allgemeinen Wiedereinsatz durchzieht.
Dieser plötzliche Abbruch des ohrenbetäubenden Sounds und nach kurzer Pause exakte Wiedereinsatz sollte die Jury in ihrer positiven Bewertung beeinflussen und tat es nachweislich auch. Die "Kunstpausen" des Mestre André wurden die Marke der "Mocidade".
Jedoch besteht eine Samba-Schule nicht nur aus dem "Baticumbum" ihrer Percussion. Und in den 70er Jahren zeigte die "Mocidade", dass sie ausser einem fehlerfreien Rhythmus auch etwas vom Karneval machen verstand. Unter der Leitung von Arlindo Rodrigues präsentierte die Schule so erinnerungswürdige Paraden wie "A festa do Divino" (1974), "Mãe Meninha do Gantois" (1976) und "Descobrimento do Brasil" (1979) – mit letzterer wurde sie zum ersten Mal Champion auf der Avenida!
Auch die 80er Jahre wurden von einer neuen Phase der Mocidade geprägt. Die Schule trennte sich von der barocken Präsentation und setzte nunmehr auf zeitgenössische Themen – mit Kritik, Unehrerbietigkeit und gutem Humor. Der Verantwortliche? Kein anderer als der verehrte Fernando Pinto, ein Karnevalist, der schon bei "Império Serrano" Champion geworden war. Der Wagemut lohnte sich: Die Mocidade beehrte das Publikum mit unvergessenen Paraden wie "Mamãe eu quero Manaus" (1984), "Tupinicópolis" (1987) und natürlich "Ziriguidum 2001" (1985) – der zweite Spitzensieg dieser Schule!
Fernando Pinto starb 1986 und vererbte der Grün-Weissen einen einzigartigen Stil den Karneval zu gestalten. Und um diesen Erfolgsstil beizubehalten, engagierte die Schule die Karnevalisten Renato Lage und Lílian Rabelo. Wieder ein Riesenerfolg! 1990 wendete sich die Schule der Vergangenheit zu, um ihre eigene Geschichte zu erzählen – und verliess die Avenida als Champion – jetzt mit einem High-Tec-Stil, welcher eine weitere Phase der Schule prägte.
Seit damals waren es 13 Renato-Lage-Jahre und zwei weitere Spitzenpositionen ("Chuê, chuá", im Jahr 199,1 und "Criador e criatura" 1996). 2003 eine weitere Neuerung: Ein Thema über die Organspende – die Mocidade engagierte sich in einer politisch korrekten Kampagne. Der Karnevalist Chico Spinoza überbrachte seine Botschaft und platzierte die Schule unter die ersten fünf jenen Jahres! Soziales Engagement inspirierte den Karneval des folgenden Jahres – über die Verkehrserziehung – jedoch ohne ähnlichen Erfolg: die Mocidade landete auf dem achten Platz.
Die letzte Spitze ihres Sterns ist noch am Werden. Vielleicht wird sie eine Schule enthüllen, die auf der Suche nach ihrer Geschichte, ihrer Kommune, dem Publikum und ihren Titeln ein Comeback feiern wird? 2006, dem Jahr ihres 50-jährigen Jubiläums, präsentierte die Schule auf der Avenida ihre Parade "A vida que pedi a Deus", des Karnevalisten Mauro Quintaes. Aber sie schnitt nicht gut ab: landete auf einem bitteren zehnten Platz – ihre schlechteste Platzierung in der "Grupo Especial". Aber schon 2007 rutschte sie mit ihrem Thema der "Ankunft der Kaiserfamilie in Brasilien" wieder auf den siebenten Platz.
2010 landete Mocidade mit dem Samba-Thema: "Do paraíso de Deus ao paraíso da loucura, cada um sabe o que procura" (Vom Paradies Gottes zum Paradies der Verrückten, jeder Einzelne weiss, was er sucht) noch einmal auf dem siebenten Schlussrang.
Samba-Enredo 2010 (Samba-Thema)
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"Do paraíso de Deus ao paraíso da loucura, cada um sabe o que procura" "Vom Paradies Gottes zum Paradies der Verrückten, jeder Einzelne weiss, was er sucht"
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