Gegründet: 06. März 1956 Vereinsfarben: Grün/Gold/Weiss Symbol: eine Krone Aus dem Stadtteil: "Ramos"
Präsident: Luizinho Drummond Karnevalist: Max Lopes Leiter der Perkussions-Gruppe (Mestre de bateria): Mestre Marconi Begleiter der Fahnenträgerin (Mestre-sala): Bira Fahnenträgerin (Porta-bandeira): Verônica Karnevalsdirektor: Wagner Araújo Königin der Perkussion (Rainha da Bateria): Luiza Brunet Chorographie: Regina Sauer
Mitwirkende: 3.800 Alas (Flügel): 37 Allegorische Wagen: 8
Quadra-Adresse: Rua Prof. Lacê, 235 (Ramos) Rio de Janeiro - RJ - CEP. 21060-120 Clubräume: Rua Barão de Tefé, 01 fundos (Centro) Quadra-Telefon: (21) 2560 8037 Club-Telefon: (21) 2233 6831 / 2223 2939 / 2253 2463 (fax)
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Aus der Vereinsgeschichte Imperatriz Leopoldinense verkörpert elf Stadtteile unter einer einzigen Flagge. Die Zone von Leopoldina, in den Suburbs von Rio de Janeiro, wird beim Carioca-Karneval von der "Imperatriz Leopoldinense" repräsentiert, einer Schule, die in ihrem Wappen 11 Sterne aufweist, jeder symbolisiert eine Bahnstation dieser Region. Die Farben und ihr Symbol, die Krone, sind von ihrer Patenschule "Império Serrano" entliehen, die der neuen Schule ihren Segen im Haus des Sambista Amaury Jório erteilt hat, einem Zeitgenossen des Komponisten Villa-Lobos, des Sängers Pixinguinha und des Musikers Mano Décio da Viola.
Die "Imperatriz", gegründet 1959, schuf als Pionier im Jahr 1967 ein Kultur-Department, welches auf so illustre Mitglieder wie Hiram Araújo und Fernando Gabeiro zählen konnte. Das war so eine Art Karnevals-Kommission, welche die grün-weissen Paraden entwickelte. Sie gaben den Anstoss zu einer starken Vereinigung zwischen den Gelehrten der Universitäten und Popularität des Samba. Entsprechend basierten ihre Parade-Themen auf Werken der brasilianischen Literatur oder künstlerischen Motiven. Zu jener Zeit glänzten Themen wie "Europa, França, Bahia" (1970) – zu Ehren der Künstlerwoche 1922, oder "Martim Cererê" (1972) – über den paulistanischen Poeten Cassiano Ricardo, und "ABC do Carnaval à Maneira da Literatura de Cordel" (1973) – zu Ehren der Nordöstlichen Schnurliteratur – eine Art brasilianischer Gibis, auf dem Karnevals-Laufsteg.
In den 80er Jahren schaffte die "Imperatriz" den Sprung von den mittleren Plätzen in die ersten Positionen – mit dem Eintritt des Karnevalisten Arlindo Rodrigues. Sein barocker Stil, zusammen mit einer guten Samba, brachte der Schule gleich zweimal den Sieg – 1980 und 1981. Im Jahr darauf beschenkte Arlindo sein Publikum mit einer seiner schönsten Karnevalsparaden: "O rei da Costa do Marfim visita Xica da Silva em Diamantina" (Der König de Elfenbeinküste besucht Xica da Silva in Diamantina) – ein Thema, welches er bereits 1960 bei "Salgueiro" entwickelt hatte. Die "Imperatriz" erreichte damit den dritten Platz.
Ohne den "Meister des Rokoko" versuchte die Schule sich weiterhin unter den Grossen zu behaupten. Nach einem bitteren letzten Platz 1988 – ohne dadurch abzustürzen – kam im Folgejahr ihre grosse Stunde: Die "Imperatriz" überraschte das Publikum mit "Liberdade, liberdade, abre as asas sobre nós" (Freiheit, Freiheit, breite die Flügel über uns aus), von Max Lopes, zusätzlich angehoben von einem klassischen Samba, gesungen von Dominguinhos do Estácio. Sie wurde Sieger und verwies damit den in stehenden Ovationen applaudierten "Cristo Mendigo" (Der Bettler Christus), des Vice-Champions "Beija Flor" auf den zweiten Platz.
In den 90er Jahren prägte ein Name die grün-weisse Geschichte: Rosa Magalhães. Die Karnevalistin, die bereits eine erfolgreiche Karriere bei "Império Serrano", der "Estácio de Sá" und bei "Salgueiro" hinter sich hatte, übernahm im Jahr 1992 die Gestaltung des Imperatriz-Karnevals. Rosa hatte ihren eigenen, um nicht zu sagen eigenwilligen, Stil – bei der "Imperatriz" trieb sie die Ära der "technischen Paraden" voran, mit dem diese Schule dann prompt die Herzen der Juroren bezirzte: Herrliche allegorische Wagen, gut entwickelte Themen und eine perfekte "Evolution" der Paraden, das war ihr besonderer Verdienst – auch wenn sich das Publikum nicht vor Begeisterung auf den Tribünen erhob – Rosa hatte es auf die Juroren abgesehen. Den Beweis ihres neuen Modells erbrachte sie dann mit fünf Siegen der "Imperatriz": Bi-Champion 1994-95 und Tri-Champion zwischen 1999 und 2001.
Einige Aspekte der Karnevals-Paraden von Rosa Magalhães inspirierten die Auftritte der Konkurrenz. Die berühmten "Front-Kommissionen", zum Beispiel, die mit ihren herrlichen Choreographien Publikum und Juroren begeisterten, hatten bei einigen Schulen zur Folge, dass diese sich Gedanken machten, wie sie die Eröffnung ihrer Paraden effektiver gestalten könnten. Und als den Namen Paulo Barros in der "Grupo Especial" noch kein Mensch kannte, hatte Rosa bereits die Theatralisierung der allegorischen Wagen eingeführt, die noch heute in Mode ist. Die "Imperatriz" bemüht sich, ihren Ruf der letzten Jahre als "kalt" loszuwerden, indem sie die perfekte Technik ihrer Paraden mit der Leichtigkeit des Karnevals-Spielens zu verbinden sucht.
Die Samba-Schule, in den letzten Jahren schon achtmal Gewinner des ersten Platzes in der Liga Especial, erreichten 2010 mit dem Thema: "Brasil de todos os Deuses" (Brasilien aller Götter) den achten Platz und bleibt der "Grupo Especial" ein weiteres Jahr erhalten.
Samba-Enredo 2010 (Samba-Thema)
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"Brasil de todos os Deuses" "Brasilien aller Götter"
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