Gegründet: 22. September 1988 Vereinsfarben: Rot/Grün/Weiss Symbol: eine Krone Aus dem Stadtteil: "Duque de Caxias"
Präsident: Hélio Ribeiro de Oliveira Karnevalist/In: Cahe Rodrigues Sänger: Wantuir Leiter der Perkussions-Gruppe (Mestre de bateria): Ciça Begleiter der Fahnenträgerin (Mestre-sala): Luiz Felipe Fahnenträgerin (Porta-bandeira): Squel Königin der Perkussion (Rainha da Bateria): Ana Furtado Karnevalsdirektor: Tavinho Novello Chorographie: Renato Vieira
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Samba-Enredo 2012 (Samba-Thema) Eu Acredito em Você! E Você? Ich glaube an Dich! Und Du? Zahlen Karneval 2011 Mitwirkende: 4.000 Alas (Flügel): 36 Allegorische Wagen: 4
Probelokal: Rua Wallace Soares 5 e 6 – Centro de Duque de Caxias Proben: Freitags ab 23h und samstags ab 22h (Av. Borges de Medeiros 701 – Leblon – Clube Monte Líbano) Werkstatt: Rua Rivadávia Correa 60 - Cidade do Samba - Gamboa Telefon: (21) 2671 – 3585 (Quadra) und (21) 2276 – 2900 (Werkstatt)
Website Karnevalssieger Grupo Especial Fehlanzeige
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Aus der Vereinsgeschichte Die Sambaschule Grande Rio kam von den Strassen und Gassen der "Baixada Fluminense" (eine dicht besiedelte Region, die nördlich an Rio de Janeiro angrenzt, dort leben etwa 3 Millionen Menschen, was die Region zur zweit bevölkerungsreichsten im Bundesstaat macht) zur ersten Liga der Sambaschulen auf der "Sapucaí". Dies ist eine Synthese der Geschichte dieser Schule, Repräsentantin des Munizips von Duque de Caxias beim Carioca-Karneval – sie hatte einen fulminanten Aufstieg! Als Zusammenschluss kleinerer Vereine dieser Region, wurde die Schule 1988 gegründet – mit den Farben Rot, Grün und Weiss – und schon drei Jahre später paradierte sie in der "Grupo Especial"!
Ihr Debut allerdings, war nicht vom Glück begünstigt. Die Grande Rio war an einem Sonntag als Erste an der Reihe – mit dem Thema "Antes, durante e depois – o despertar do homem " (Vorher, während und danach – die Erweckung des Menschen) der Karnevalisten Wany Araújo und Fernando Lopes. Trotz einer guten Interpretation des Sängers Dominguinhos do Estácio, landete die Grande Rio auf dem letzten Platz – und war zum Abstieg in die Gruppe "Acesso" verdammt.
Die Niederlage erschütterte die Dreifarbigen aus Caxias allerdings nicht sonderlich, und 1993 stieg sie wieder auf in die Elite mit einem exzellenten Samba über den Mond – einem Thema, welches bei derselben Parade auch von der starken "Estácio de Sá" präsentiert wurde, die zum zweiten Mal um den Ersten Platz kämpfte. Die Grande Rio war eine der grossen Überraschungen jenen Jahres und garantierte ihren Verbleib in der "Grupo Especial" - und aus der ist sie bis heute nicht mehr abgestiegen!
1994 präsentierte sie das polemische Thema "Os santos que a África não viu" über den religiösen Synkretismus in Brasilien. Repräsentanten der Katholischen Kirche besuchten die Schule nach einer Denunzierung, die behauptete, während der Parade würden Heiligenfiguren präsentiert – aber sie fanden nichts. Der Samba, von Helinho 107, Rocco Filho, Roxidiê und Mais Velho, war einer der am meisten applaudierten auf der Avenida.
Die Tradition guter Kompositionen hielt man auch während der folgenden Jahre ein. 1966, zum Beispiel, fanden die Mitglieder der Grande Rio ihren ausgewählten Samba so gut, dass sie ihn als eine Art Anwärmer stets zu Beginn ihrer Paraden intonierten, um das Publikum auf den Tribünen zu animieren. Der Refrain ist heute jedem kleinen Kind in Brasilien bekannt: "Imponho sou Grande Rio, amor / Dando um banho de cultura, eu vou / Pro abraço da galera, me leva / Lindo como o pôr-do-sol eu sou".
Der Weg der Grande Rio stand in den Sternen vorgezeichnet – sie entwickelte sich zur Favoritin der TV-Stars. Viele von denen sind ihr absolut ergeben und treu, um nichts auf der Welt würden sie "ihre Dreifarbige" verlassen. Zu diesen Star-Fans gehören z.B. auch Raul Gazolla und Hugo Gross. Die Beiden paradierten 1997 in der "Abre Alas" (Eröffungsgruppe der Parade) als Guerrilheiros maskiert, als die Schule Luis Carlos Prestes ehrte, mit einer Parade im Stil von Max Lopes. Der "Magier der Farben", wie dieser Karnevalist genannt wird, leitete weitere drei Karnevalsparaden dieser Schule.
2001 eine Wendung: es übernimmt der Meister Joãosinho Trinta. Im ersten Jahr ein Überraschungselement in der Parade über den Propheten "Gentileza" brachte der Grande Rio Applaus von einem Ende zum anderen auf der "Sapucaí"! Die Direktion hatte nämlich von der NASA (USA) einen Astronauten engagiert, der die Avenida mit einem Raketen-Rucksack überflog – vom Sektor 1 bis zum Sektor 13 – das Publikum delirierte!
Zwei Jahre später befand sich die Schule zum ersten Mal unter den Champions: auf dem dritten Platz! Immer noch mit Joãosinho Trinta an der Spitze der Vorbereitungen in ihren Räumen, hatte sie im Folgejahr weniger Glück: das Thema über die "Camisinha" (Hemdchen – gemeint ist ein Präservativ) bekam Schwierigkeiten mit der Justiz, und der Karnevalist wurde entlassen, noch bevor die Bewertung der Juroren ausgegeben worden war – welche die Schule auf den 10. Platz setzten.
2005 hatte die Grande Rio die Schmach überwunden und eroberte erneut die Bronzemedaille des Carioca-Karnevals mit dem Thema "Alimentar o corpo e a alma faz bem" (Körper und Seele ernähren tut gut). Im darauf folgenden Jahr blieb sie nur um zwei Zehntel hinter dem Sieger zurück und wurde Vice. 2007 und 2008 hielt sie sich noch in der Spitzengruppe – Vice und dritter Platz.
Unter dem Motto "Das Arquibancadas ao Camarote Nº 1 – Um Grande Rio de Emoção Na Apoteose do Seu Coração" (Von der Tribüne zur Loge Nr.1 – Ein grossartiges Rio der Emotionen in der Göttlichkeit deines Herzens) konnten sich 2010 nur wenige Eingeweihte etwas vorstellen und so warteten alle gespannt auf die Präsentation der angekündigten 35 Kostümgruppen. Und wurden nicht enttäuscht: ein Feuerwerk an Rhythmus kombiniert mit einem Kaleidoskop an intensiven Farben riss auch die Letzten von ihren Stühlen und liess sie zum eingängigen Samba-Enredo mittanzen. Einer der 7 Motivwagen hiess sogar "die Protagonisten des Spektakels“ und da war auch dem letzten klar, dass hier die Leidenschaft und Lebensfreude des Karnevals thematisiert wurde. Mit diesem Motto wurde Grande Rio hinter Unidos da Tijuca erneut Vizemeister.
Dass die Schule 2011 überhaupt eine Parade abliefern konnte, grenzt an ein Wunder. Sämtliche Allegoriewagen und zahllose Kostüme waren durch das im Februar Feuer zerstört worden, und nur durch die gemeinsame Anstrengung Aller konnte innerhalb von 24 Tagen der grösste Teil rekonstruiert werden. Unter dem Motto "Y-Jurerê Mirim – Die bezaubernde Insel der Hexen (Eine Erzählung von CASCAES)" präsentierten die Teilnehmer die von Franklin Cascaes (1908-1983) aufgezeichneten Mythen und Legenden von Florianópolis im Bundesstaat Santa Catarina. Hexen, Werwölfe, schwarze Magie und Zufluchtsorte vor bösem Zauber. Zudem ehrte die Schule den wohl berühmtesten Einwohner der Insel: den Weltklasse-Tennisspieler Gustavo Kuerten, der selbst anwesend war und aus einem überdimensionalen Pokal heraus Tennisbälle ins Publikum schoss.
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